20. November 2021 / 20:03 Uhr

Kantersiege für 1. FC Phönix Lübeck II und Eintracht Groß Grönau

Kantersiege für 1. FC Phönix Lübeck II und Eintracht Groß Grönau

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Ole Schliesser vom SV Hamberge entwischt seinem Gegenspieler Enrique Alonso.
Ole Schliesser vom SV Hamberge entwischt seinem Gegenspieler Enrique Alonso. © Klaus Unger
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Nach dem 6:0 von Phönix II gegen den Letzten aus Bad Schwartau überrascht Trainer Gabriel Lopes mit seiner Aussage: "Tatsächlich war es ein hartes Stück Arbeit und Schwartau war in meinen Augen heute sogar besser." Der personell gebeutelte TSV Gremersdorf kam beim TSV Eintracht Groß Grönau mächtig unter die Räder. Nach einem hart erkämpften Sieg beim SV Hamberge springt die SVG Pönitz dank Keinz-Doppelpack zumindest bis morgen auf Position Zwei. 

Phönix Lübeck II schießt in der Schlussphase einen Kantersieg heraus

1.FC Phönix Lübeck II - SG Bad Schwartau 6:0

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Vom Ergebnis her war es eine klare Sache am Flugplatz. Der Spitzenreiter konnte seinen Platz an der Sonne mit einem standesgemäßen Pflichtsieg gegen das Schlusslicht ausbauen. Liga-Leihgabe Sam Kisekka war es, der Phönix mit einem Doppelschlag (15./42.) mit 2:0 in die Kabine brachte. Im zweiten Abschnitt hielt Phönix-Keeper Nico Heyden einen von Chris Bita verursachten Elfmeter. Stürmer Marvin Scheibel (62.) konnte erhöhen, ehe den "Adlerträgern" in der Schlussphase noch drei weitere Tore gelangen. Erfolgreiche Abschlüsse konnten der eingewechselte Rojhat Acer (82.) und zweimal Maurice Maletzki (85./89.) für sich verbuchen. Für Kellerkind Schwartau, das weiterhin mit sechs Punkten ganz unten steht, wird es nicht leichter. Vier Punkte fehlen bis zum rettenden Ufer, dazu hat man mehr Spiele ausgetragen als die direkte Konkurrenz.

Gabriel Lopes (Phönix): "Das Ergebnis hört sich nach einer sehr eindeutigen Sache an, aber das war es nicht. Tatsächlich war es ein hartes Stück Arbeit und Schwartau war in meinen Augen heute sogar besser. Am Ende hat einfach die individuelle Klasse gewonnen. Großes Kompliment an Schwartau, für die das Ergebnis viel zu hoch ausgefallen ist. Wir nehmen die drei Punkte natürlich gerne mit. Wir gehen jetzt in die Winterpause und machen uns Gedanken, was wir in den vier Monaten machen können."

Alexander Weiß (Schwartau): "Verdienter Sieg für Phönix, die uns in der Qualität natürlich haushoch überlegen waren. Nichtsdestotrotz haben wir eine Menge Chancen gehabt und die Phase nach der Halbzeit war gut. Wir verschießen einen Elfmeter und lassen auch danach Gelegenheiten aus. Im Nachhinein machen wir die Dinger nicht. Im Endeffekt spiegelt der Spielverlauf auch die gesamte Hinrunde wider. Wir machen die glasklaren Chancen nicht und uns unterlaufen hinten zu viele Fehler. In der Winterpause müssen wir einiges aufarbeiten. Damit fangen wir schon nächste Woche mit einer internen Besprechung an."

TSV Gremersdorf mit böser Klatsche in Groß Grönau

Eintracht Groß Grönau - TSV Gremersdorf 7:2

Nach zwei sieglosen Spielen konnte Groß Grönau am Samstag einen echten Kantersieg landen. Dem TSV Gremersdorf, der nur drei Zähler von der Abstiegszone entfernt ist, wurde mit 7:2 nach Hause geschossen. Felix Schmiedeberg (4.) brachte seine Farben am Torfmoor ganz früh in Führung, ehe Noah Tijani (32.) erhöhte. Zwar kam Gremersdorf mit dem 1:2 von Maurice Wagner (57.) für kurze Zeit heran, doch mit dem 3:1 von Niklas Witt (64.) war der alte Abstand wiederhergestellt. Tobias Chyrek machte in der 67. das 4:1, Gremersdorfs 4:2 von Marcel Zielinski (75.) sollte der letzte Treffer der Gäste gewesen sein. Felix Schmiedeberg (77.), der eingewechselte Philipp Glewe (80.) sowie Kapitän Florian Hahn (86.) schraubten den Spielstand in der Schlussphase noch weiter in die Höhe.


Henning Meins (Grönau): "Heute sind wir mit dem richtigem Fuß aufgestanden. Wir haben alle Vorgaben sehr gut umgesetzt. Unterm Strich ein Sieg, der sich deutlicher anhört, als er war. Ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen Hinrunde. Alles Gute für Gremersdorf, eine sehr sympathische Truppe."

Andre Hack (Gremersdorf): "Heute ging wirklich überhaupt nichts bei uns. Die Ausfälle konnten wir niemals kompensieren. Vielleicht gewinnt Grönau am Ende um zwei Tore zu hoch, aber sie waren klar das bessere Team. Wir konnten nicht gegenhalten und müssen uns auf jeden Fall steigern, wenn wir die Klasse halten wollen."

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SVG Pönitz nun Zweiter

SV Hamberge - SVG Pönitz 1:2

Die Mini-Serie des SV Hamberge von zwei ungeschlagenen Spielen ist gerissen. Auf seifigem Geläuf an der Schulstraße hieß es gegen die SVG Pönitz am Ende 1:2. Tobias Teuber, der mit Migräne auflief, hätte den SVH nach acht Minuten in Front bringen können. Kevin Keinz hatte mit seinem Doppelschlag (14./25.) maßgeblichen Anteil am Auswärtserfolg der SVG. Miroslav Valo und Justin Toth hatten gute Chancen auf dem Fuß. Hamberge schlug mit dem 1:2 von Ole Schliesser (40.) zurück. Im zweiten Abschnitt setzte Keinz einen Fallrückzieher an die Latte, das 3:1 von Oscar Herzog wurde aufgrund von Abseits aberkannt. Kurz vor dem Ende legte Bastian Beth zweimal stark auf, doch Tobias Teuber und Max Bechler ließen ihre Gelegenheiten zum 2:2 ungenutzt. Pönitz klettert nach diesem Spiel zumindest bis morgen auf Platz Zwei, vorbei am SC Rapid Lübeck. Hamberge bleibt mit zehn Punkten Achter, steht einen Punkt vor der roten Zone.

Roland Giering (Hamberge): "Die beiden Gegentore fallen, weil wir da viel zu passiv waren und Geschenke verteilt haben. Eigentlich müssen wir vor dem 0:1 schon in Führung gehen. Pönitz hat uns im ersten Durchgang eigentlich nicht super bespielt und vor einiger Zeit wären wir bei so einem Ergebnis bestimmt noch auseinandergebrochen. Wir antworten dann mit dem 1:2 und haben durch Oliver Lie unmittelbar vor der Pause die beste Chance zum 2:2. Die zweite Halbzeit verlief auch komplett auf Augenhöhe. Kurz vor dem Ende vergeben wir dann wieder zwei Hundertprozentige. Am Ende wäre ein Unentschieden schon verdient gewesen. Zwischen Hin- und Rückspiel liegen Welten. Wir haben zweimal geschlafen, es aber ansonsten echt gut gemacht."

Christian Born (Pönitz): "Insgesamt gesehen hatten wir deutlich mehr Spielanteile und gewinnen auch verdient. Mit dem tiefen Platz sind wir klar besser warmgeworden als Hamberge. Wir waren hellwach und haben den schwierigen Bedingungen getrotzt. Was wir uns ankreiden müssen, ist, dass wir den Sack nicht früher zugemacht haben. Hamberge hat sich vorwiegend aufs Verteidigen und dann auf schnelles Umschalten konzentriert. Unser Keeper Luca hat an seinem Geburtstag einmal super gehalten."