23. August 2019 / 09:32 Uhr

Kanu-WM: Enttäuschung für Kriegerstein, Liebscher voll da

Kanu-WM: Enttäuschung für Kriegerstein, Liebscher voll da

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Kanu-Rennfahrerin <b>Steffi Kriegerstein vom KC Dresden</b> hat auch im abgelaufenen Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den erfolgreichsten und beständigsten Top-Athletinnen des deutschen Verbandes gehört. Zwar konnte die 25-Jährige bei der WM im portugiesischen Montemor-o-Velho mit ihren Vierer-Kolleginnen die Silbermedaille aus dem Vorjahr nicht wiederholen (Platz fünf), doch dafür hielt sie sich im Zweier-Kajak über 500 m schadlos. Mit ihrer neuen Partnerin Jasmin Fritz aus Magdeburg paddelte die Olympia-Zweite in einem spannenden Finale zur Bronzemedaille. Zuvor hatte das Duo bereits bei der EM in Belgrad Bronze geholt. Seit 2009 trainiert Kriegerstein am Stützpunkt bei Trainer Jens Kühn, der sie zur Weltspitze führte. Seither hat die bodenständige Athletin von allen internationalen Höhepunkten Edelmetall mit nach Hause gebracht. Die Sportsoldatin, die in Mittweida Medienmanagement studiert, steckt derzeit schon wieder mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison, in der es dann schon wieder um die Quotenplätze für Olympia in Tokio geht. „Wir haben unser Training weiter aufgestockt und ich möchte bei der WM möglichst neben dem Vierer auch wieder im Zweier starten“, steckt sich Kriegerstein die nächsten Ziele.
Steffi Kriegerstein kehrt ohne Medaille im Zweierkajak aus Szeged nach Dresden zurück. © Matthias Rietschel
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Olympiasieger Tom Liebscher erreichte bei der Weltmeisterschaft im ungarischen Szeged das Finale, dagegen schied die Dresdnerin Steffi Kriegerstein mit der Magdeburgerin Jasmin Fritz im Zweierkajak im Semifinale aus.

Szeged. Licht und Schatten gab es am Donnerstag aus Dresdner Sicht bei der Kanu-WM in Szeged. Während Olympiasieger Tom Liebscher im K1 über 500 m als Zweiter seines Halbfinals souverän das Finale am Freitag erreichte, verpasste Vereinsgefährtin Steffi Kriegerstein mit der Magdeburgerin Jasmin Fritz den Einzug ins A-Finale und damit auch den olympischen Quotenplatz.

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Die Mädels verpassten Quotenplatz für Tokio

Das deutsche Duo hatte sich am Vormittag im Vorlauf hinter Russland mit Platz zwei locker den Einzug ins Semifinale gesichert. Am Nachmittag konnten sich Fritz und Kriegerstein nicht steigern und belegten in ihrem Rennen hinter Slowenien, Polen und Frankreich nur den vierten Platz.„Vor allem am Schluss konnten beide nicht wie erhofft den Spurt anziehen“, bedauerte Heimtrainer Jens Kühn, der das Rennen mit einer Fangemeinde vor Ort verfolgte. Damit verfehlten die beiden Mädels das A-Finale und die Chance, einen Quotenplatz für Tokio (ersten Sechs) zu erkämpfen. Im B-Finale geht es nur noch um eine ordentliche Platzierung. Kühn: „Im nächsten Frühjahr gibt es noch ein Olympia-Qualifikationsrennen für Europa.“

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Tom Liebscher liegt dagegen voll auf Kurs. Erst paddelte er hinter dem starken Ungarn Bence Dombvari im K1 über 500 m sicher in den A-Endlauf. Nur wenig später erfüllte er mit seinen Teamgefährten Max Rendschmidt, Ronald Rauhe und Max Lemke auch im K4 über 500 m die Pflichtaufgabe. Die Titelverteidiger erreichten als Vorlaufsieger souverän das Semifinale am Sonnabend. „Es war ein gutes Rennen von uns“, zeigte sich der Dresdner zufrieden.