12. Juli 2020 / 19:21 Uhr

Kanurennsportler Peter Kretschmer bei DKV-Leistungstests „ganz schön fertig“

Kanurennsportler Peter Kretschmer bei DKV-Leistungstests „ganz schön fertig“

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Die erschöpften Yul Oeltze und Peter Kretschmer (rechts) nach den „ICF Canoe World Championships“ im ungarischen Szeged
Die erschöpften Yul Oeltze und Peter Kretschmer (rechts) nach den „ICF Canoe World Championships“ im ungarischen Szeged © imago images/Aleksandar Djorovic
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Die deutschen Kannrennsportler – darunter Olympiasieger Peter Kretschmer vom SC DHfK Leipzig – bereiten sich aktuell auf die deutschen Meisterschaften in Duisburg und internationale Wettkämpfe vor. Sie hoffen, dass der Weltcup im September im ungarischen Szeged stattfinden kann. 

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Leipzig. Das sonntägliche Restprogramm ist schnell „zubereitet“: „Ich bestelle mir Sushi und mach’ nix mehr“, wusste Peter Kretschmer (28) schon Mittags auf der Rückfahrt vom Pott nach Leipzig. Auf der Duisburger Regattabahn lief es beim zweiten DKV-Einladungswettkampf für den Weltklasse-Canadierfahrer vom SC DHfK erneut vielversprechend.

„Das war schon heftig“

Vor allem aber war es ein Knochenjob. „Ganz schön fertig“, fühlte sich der C2-Olympiasieger von 2012 nach den Einer-Rennen am Sonnabend und der Messbootfahrt tags darauf im erfolgserprobten Zweier mit Yul Oeltze (Magdeburg). Das Solo über 500 Meter beendete „Kretsche“ als Zweiter hinter Conrad Scheibner (Berlin). Auf der 1000-Meter-Strecke belegte der Leipziger den vierten Platz („richtig gut“), den Sieg holte der Potsdamer Ausnahme-Athlet Sebastian Brendel vor den beiden Magdeburgern Michael Müller und Yul Oeltze.

DURCHKLICKEN: Eindrücke von einem Wettkampf der Kanurennsportler im letzten Jahr

Zweikampf zwischen Sebastian Brendel aus Potsdam (links) und Peter Kretschmer aus Leipzig Zur Galerie
Zweikampf zwischen Sebastian Brendel aus Potsdam (links) und Peter Kretschmer aus Leipzig © Ute Freise

„Das war schon heftig, da saßen die 500 Meter noch tief in den Knochen. Da merkte man das fehlende Grundlagentraining deutlich“, sagte Peter Kretschmer, der wie alle anderen Paddel-Spezialisten die Corona-Durststrecke überwinden musste. Das K.o.-Gefühl machte sich spätestens bei der Messbootfahrt im Zweier bemerkbar. Über die Strecke sei man platt gewesen und kam eine Länge hinter dem neu zusammengefundenen Duo Sebastian Brendel/Tim Hecker ins Ziel. Aber positiver Aspekt dabei: „Wir haben gut harmoniert und sind solide gefahren.“

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Gut verkauft haben sich auch die Leipziger U23-Canadier Florian Köppen und Bruno Scheibner. Sie belegten über 250 Meter die Plätze zwei und sieben. „Die beiden haben eine gute Anschlussleistung gezeigt und noch Steigerungspotenzial“, meinte Routinier Kretschmer, für den es ebenso weiter positiv vorangehen soll. In vier Wochen finden die Deutschen Meisterschaften in Duisburg statt (ohne Großboote, ohne Zuschauer). Ebenso geplant ist der Weltcup Ende September im ungarischen Szeged. Doch hinter dem internationalen Kräftemessen stehen noch einige Fragezeichen.