04. September 2019 / 21:00 Uhr

Kapitänsfrage bei den Grizzlys Wolfsburg: Keine Wahl! Cortina bestimmt die Leader

Kapitänsfrage bei den Grizzlys Wolfsburg: Keine Wahl! Cortina bestimmt die Leader

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kris Foucault und Sebastian Furchner von den Grizzlys Wolfsburg feiern das Tor zum 4:4 wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Iserlohn Roosters am 03.03.2019 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)
Bleibt Sebastian Furchner Kapitän? Bei den Grizzlys wird der neue Coach die nach außen hin erkennbaren Leader bestimmen. Zu denen dürfte der Routinier weiterhin zählen. © City-Press/ Grizzlys Wolfsburg
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Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg steht kurz vor dem letzten Test - und vor einer wichtigen Entscheidung. Coach Pat Cortina hat in der Kapitäns-Frage bereits eine getroffen.

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Wer allerdings am Ende das C auf der Brust tragen wird, ob Sebastian Furchner der Mannschaftsführer bleibt, welche beiden Spieler das A der Assistenten bekommen und wer noch im Mannschaftsrat sitzen wird, diese Entscheidungen will Cortina erst am Wochenende treffen. Klar ist aber jetzt für ihn: die Positionen werden bestimmt. In diesem Punkt hat er seine Bedenkzeit beendet. "Ich habe schon bestimmt, ich habe wählen lassen - festgelegt habe ich schon lange nicht mehr", hatte er vor gut einer Woche gesagt. Nun legt er mal wieder fest - "in Absprache mit Manager Charly Fliegauf".

Skandinavier im Führungskreis zu erwarten

Mit allzu großen Änderungen ist nicht zu rechnen. Jeff Likens, Gerrit Fauser und Furchner dürften weiterhin in der Fünfer-Gruppe vertreten sein. Einer der neuen Imports, etwa der Norweger Mathis Olimb, der zudem eine Riesenerfahrung hat, oder der Schwede Alexander Johansson, der schon Kapitänsrollen in Schweden bekleidet hatte, könnte dazu kommen.

Werkbesichtigung bei Volkswagen

Am Mittwochnachmittag stand die traditionelle Werkbesichtigung an, am Vormittag allerdings übten die Grizzlys. Auch Dinge, die sie am Nachmittag auf anderer Ebene erlebten. "Spieler sind keine Roboter", so Cortina, "aber auch bei uns geht es um Synchronizität und das optimale Ineinandergreifen von Abläufen." Und da ist bei den Profis noch Feintuning nötig, der Coach will da am Freitag (19.30 Uhr) im letzten Test bei den Iserlohn Roosters deutliche Fortschritte sehen.

Die Stichpunkte: "Hin zu 60 Minuten, die solide abgespult werden, nicht wieder ein schlechtes zweites Drittel", wie es zuletzt nacheinander gegen Köln und Berlin passierte. Zudem schmeckt Cortina die Ordnung seines Teams in der Vertikalen nicht, zu viele Akteure orientierten sich zu einer Bandenseite - das ist für die Offensive nicht gut - und für die Defensive noch schlechter.

Torwart-Frage bleibt offen

Iserlohn ist nun der dritte Liga-Konkurrent in Folge auf dem Testspielplan, ein Erfolg wäre da zudem ganz gut fürs Selbstvertrauen. Wer das Tor hüten wird, da mag sich Cortina noch nicht festlegen. Und auch nicht, ob die Besetzung dann Rückschlüsse für den Saisonstart zuließe. Es spricht allerdings einiges dafür, dass Zugang Chet Pickard (Adler Mannheim) zum Start (13. September) in Berlin im Kasten stehen wird und Felix Brückmann nach seiner langen Verletzungspause noch aufgebaut wird.

Grizzlys Wolfsburg auf Werktour bei Volkswagen

Die Grizzlys Wolfsburg auf Werktour, begrüßt durch Werkleiter Dr. Stephan Loth. Zur Galerie
Die Grizzlys Wolfsburg auf Werktour, begrüßt durch Werkleiter Dr. Stephan Loth. ©
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Weitere Grizzlys-News:

Die Wolfsburger Profis bekommen einen neuen Mannschaftsbus. Noch nicht zum Saisonstart, aber voraussichtlich im Oktober geht das Team mit einem neuen, teils mit speziellen Designs ausgestatteten Gefährt auf Reisen. Bis dahin gibt es eine Zwischenlösung, einen weißen Bus, der allerdings auch Grizzlys-Branding trägt. Diese Info erhielten rund 50 Sponsoren exklusiv, die sich am Dienstag im VIP-Raum in lockerer Runde mit den Profis und Klub-Verantwortlichen trafen.

Trainer Pat Cortina hatte am Mittwoch Geburtstag, wurde 55, spendierte anschließend der Mannschaft eine Kleinigkeit. "Ein Lunch mit dem Team wird nächste Woche folgen", so der Trainer, der augenzwinkernd feststellte: "Vor dem Training hat niemand für mich gesungen."

Gibt das womöglich noch Probleme, womöglich zu wenig Eiszeit für Grizzlys-Förderlizenzspieler Steven Raabe? Oberligist Hannover Indians liegt im Clinch mit dem Hallenbetreiber am Pferdeturm, beklagt zu wenig Übungszeiten. Raabe soll beim Oberligisten Praxis sammeln, "sich dort im Herrenbereich beweisen", so Wolfsburg-Manager Charly Fliegauf. Zweitligist Kassel wäre die andere Option gewesen, die lasse sich aber mit der Schule für den Salzgitteraner, der vor dem Abitur steht, nicht vereinbaren. Positiv: Fliegauf, hat mit der Schule Kontakt aufgenommen, sagt: "Vom Stundenplan her sieht es so aus, dass Steven einmal die Woche wohl mit uns trainieren könnte." Der DEL-Klub übt in der Regel nur vormittags.

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