16. Januar 2021 / 09:06 Uhr

Salzburger DFB-Talent Karim Adeyemi spricht über Zukunftspläne – Von Haaland "Scheibe abschneiden"

Salzburger DFB-Talent Karim Adeyemi spricht über Zukunftspläne – Von Haaland "Scheibe abschneiden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Karim Adeyemi gehört bei Red Bull Salzburg inzwischen zum Stamm-Kader - im Alter von gerade einmal 18 Jahren.
Karim Adeyemi gehört bei Red Bull Salzburg inzwischen zum Stamm-Kader - im Alter von gerade einmal 18 Jahren. © imago images/GEPA pictures
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Bei Red Bull Salzburg hat Karim Adeyemi den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Der 18 Jahre alte Deutsche sieht sich allerdings noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Der Stürmer äußerte sich auch über einen möglichen Wechsel zurück nach Deutschland.

Obwohl er am Montag erst seinen 19. Geburtstag feiert, ist Karim Adeyemi beim österreichischen Dauer-Meister Red Bull Salzburg bereits zu einer festen Größe gereift. Das ist auch aus deutscher Sicht spannend, denn der gebürtige Münchner gehört zu den vielversprechendsten Offensivtalenten im Aufgebot der deutschen Junioren-Nationalmannschaften. Zuletzt erzielte er gegen Lokomotive Moskau sein erstes Tor in der Champions League, wo er unter anderem auch gegen den FC Bayern München zum Einsatz kam. "Das Tor gegen Moskau habe ich auch ein paar Tage später noch nicht realisieren können. Es war ein superschönes Gefühl für mich", sagte der Teenager nun in einem Interview gegenüber Sport1.

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Er habe sich den Treffer "ohne übertreiben zu wollen (...) bestimmt mehr als 100 Mal angeschaut", so Adeyemi weiter. Der Gewinner der goldenen Fritz-Walter-Medaille in der Kategorie U17 (Jahrgang 2019) sieht sich noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung: "Meine nächsten Schritte sind klar. Ich muss taktisch weiter reifen, das Spiel noch mehr verstehen und lernen, die Philosophie des Trainers zu verinnerlichen. Ich will dem Team noch stärker helfen und mehr Torbeteiligungen beitragen." Bisher schoss er für RBS in 25 Spielen drei Tore und bereitete acht weitere Treffer vor.

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Adeyemi wäre nicht der erste Offensivspieler, der mit starken Leistungen in Salzburg internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Sein früherer Teamkollege Dominik Szoboszlai wechselte im Januar zu RB Leipzig, im Jahr davor zog es Erling Braut Haaland nach überragenden Leistungen für die Österreicher nach Dortmund zum BVB. Nimmt Adeyemi sich den Norweger zum Vorbild? "Das ist schwierig zu sagen", bekannte der 18-Jährige und erklärte: "Haaland macht einen super Job bei Borussia Dortmund, er hat sich sehr gut entwickelt und ist in vielen Bereichen gewachsen. Davon kann ich mir eine Scheibe abschneiden. Ich kann mich aber nicht mit Haaland vergleichen und meinen eigenen Weg gehen."


FC Bayern der passende Verein? "Müsste sich erst herausstellen"

Konkrete Pläne für die Zukunft hat er dabei noch nicht. Er würde gern "in einem Klub spielen, bei dem ich mich wohlfühle", so Adeyemi. "Es wäre toll, bei einem Klub zu spielen, der regelmäßig um den Sieg in der Champions League mitspielt. Aber das habe ich gerade nicht im Kopf. Für mich ist wichtig, dass ich mich in Salzburg weiterentwickele." Sollte es dann doch mal zu Offerten aus der Bundesliga kommen, könne er nicht sagen, ob er sich für den FC Bayern, Borussia Dortmund oder RB Leipzig entscheiden würde. "Ich weiß nicht, wie in den Vereinen gearbeitet wird, schließlich kenne ich die Verantwortlichen nicht. Ich würde mich aber für den Verein entscheiden, bei dem ich mich am wohlsten fühle. Auch wenn ich Münchner bin, müsste sich erst herausstellen, ob der FC Bayern tatsächlich der richtige Verein für mich ist." Sein Vertrag in Salzburg läuft noch bis 2024.

Bis 2012 spielte Adeyemi sogar schon einmal in der Jugend des deutschen Rekordmeisters, dann allerdings wechselte er im Alter von 10 Jahren in die Jugend des früheren Bundesligisten SpVgg Unterhaching, wo er bis 2018 blieb. Dann verpflichtete ihn Salzburg für 3,35 Millionen Euro. Inzwischen sind längst auch Scouts noch größerer Vereine auf ihn aufmerksam geworden. Der FC Chelsea gab bereits ein Angebot ab, auch der FC Barcelona gilt als Interessent. Trotzdem sei es "nicht so schwer, auf dem Boden zu bleiben", sagte der Angreifer. "Ich habe noch nichts erreicht, auch wenn ich jetzt in der 1. Liga in Österreich spiele."