29. Juli 2020 / 12:02 Uhr

"Unsinn": Fanbündnis "Unsere Kurve" weist Rummenigge-Kritik zurück - Sorge um Datenschutz 

"Unsinn": Fanbündnis "Unsere Kurve" weist Rummenigge-Kritik zurück - Sorge um Datenschutz 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge zieht mit seinen Aussagen den Zorn der Fans auf sich. 
Karl-Heinz Rummenigge zieht mit seinen Aussagen den Zorn der Fans auf sich.  © imago images/Norbert Schmidt
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Das Fanbündnis "Unsere Kurve" hat die an die Ultras gerichtete Kritik von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zurückgewiesen. Die Aussage sei "Unsinn" gewesen, erklärte Vorstandsmitglied Jost Peter. Zudem warnte er im Zuge der Diskussion um eine Fan-Rückkehr in die Stadien vor der Verletzung von Datenrechten.

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Die Diskussion um das Mitspracherecht der Fans im Profisport schlägt weiter hohe Wellen. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte sich zuletzt darüber echauffiert, dass sich die Ultras bei vielen Themen selbst zu viel Mitspracherecht einräumen würden. "Die Fans sind Teil des Fußballs, aber er gehört ihnen nicht", hatte Rummenigge unter anderem im Hinblick auf die Verteilung der TV-Gelder in Richtung Ultras gesagt.

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Jost Peter vom Fanbündnis "Unsere Kurve" wies die Aussagen des Münchner Vorstandsvorsitzenden nun entschieden zurück. "Wir sagen ganz klar: Der Fußball gehört all denen, die ihn lieben. Wenn Herr Rummenigge sich dazugehörig fühlt, ist er herzlich willkommen. Die Formulierung, dass die Ultras den Fußball für sich reklamieren, ist jedenfalls Unsinn", erklärte er im Interview mit der Augsburger Allgemeinen.

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Er wies zudem darauf hin, dass die Meinung der Fans nur bei wenigen Klubs angehört werde. "Grundsätzlich ist so, dass es in vielen Vereinen noch nicht so ist, dass es einen regelmäßigen Austausch zwischen Fans und Verein gibt. Corona ist eine gute Chance, das jetzt zu tun. Diese Aufgabe steht in den meisten Vereinen bevor", sagte er.

Peter warnt vor Verletzung des Datenschutzes

Zudem warnt er in der Diskussion um die Rückkehr von Zuschauern in die Stadien davor, die Datenschutzrechte der Fans zu verletzen. "Die Schutzmaßnahmen vor Corona dürfen nicht dazu führen, dass meine Bürgerrechte eingeschränkt werden. Es gibt bestimmte Notwendigkeiten. Aber auch in Restaurants ist klar geregelt, wann die Daten wieder zu vernichten sind: nämlich nach 14 Tagen. Ein ähnliches Vorgehen ist beim Fußball möglich. Diese Daten wurden weitergegeben, um Infektionsherde einzuschränken – aus keinem anderen Grund", stellte er klar.

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Um das Infektionsrisiko in den Stadien einzudämmen, soll es ein Stehplatz- und Alkoholverbot bis zum 31. Oktober und keine Gäste-Fans in den Stadien bis zum Jahresende geben. Entsprechende Anträge des DFL-Präsidiums stehen bei der virtuellen Außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Profi-Klubs am kommenden Dienstag (4. August) zur Abstimmung. Die DFL teilte zudem mit, dass die Vereine im Rahmen des Ticketverkaufs dafür Sorge tragen müssten, "dass Infektionsketten gegebenenfalls nachverfolgt werden können".