07. November 2020 / 22:41 Uhr

"Tür einen Spalt offen": Rummenigge schließt Alaba-Verbleib beim FC Bayern "nicht zur Gänze" aus

"Tür einen Spalt offen": Rummenigge schließt Alaba-Verbleib beim FC Bayern "nicht zur Gänze" aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Laut Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist ein Verbleib von David Alaba noch nicht gänzlich vom Tisch.
Laut Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist ein Verbleib von David Alaba noch nicht gänzlich vom Tisch. © 2020 Getty Images (Montage)
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Nach den Streitigkeiten um die gescheiterten Vertragsgespräche mit David Alaba hat Karl-Heinz Rummenigge versöhnliche Töne angestimmt. Es sei noch nicht das letzte Wort gesprochen, erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern am Rande des Klassikers gegen Borussia Dortmund.

Vor dem Klassiker gegen Borussia Dortmund, den der FC Bayern mit 3:2 für sich entscheiden konnte, hat sich Karl-Heinz Rummenigge mit Zurückhaltung zur Personalie David Alaba geäußert - und einen Verbleib des Abwehrspielers beim Rekordmeister trotz der heftigen Vertrags-Streitigkeiten in den vergangenen Wochen nicht kategorisch ausgeschlossen.

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"Ich glaube, man sollte mit dem Thema unaufgeregt umgehen", sagte der Vorstandsvorsitzende des FCB bei Sky. David Alaba ist seit über zwölf Jahren beim FC Bayern. Er ist ein wichtiger Spieler in den ganzen Jahren gewesen. Er hat wahnsinnig viele Titel mit uns gewonnen, ist zwei Mal Triple-Sieger geworden in dieser ganzen Zeit. Es ist wichtig, dass man die Qualität des Spielers und des Menschen ins richtige Licht rückt". Es sei wichtig, dass man "die Qualität des Spielers und des Menschen" anerkenne und dem Österreicher gerecht werde. Dass Alaba auch nach der Saison 2020/21 das Trikot des FC Bayern trage, sei weiterhin möglich. "Wenn David beim FC Bayern bleiben möchte, was ich zumindest nicht zur Gänze ausschließe, muss man darüber nachdenken, dass man irgendwie einen gesichtsschonenden Weg für beide Seiten findet", so Rummenigge: "Die Tür ist noch einen Spalt offen." Alaba spielt bereits seit 2008 in München.

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Dass nach den Erfolgen und der Harmonie der vergangenen Monate bei den einst als "FC Hollywood" verschrienen Münchnern wieder Streit herrscht, wollte Rummenigge nicht überbewerten. "Bei Bayern ist immer was los. 2020 konnten wir uns weitgehend in den Armen liegen", so der 65-Jährige. "Jetzt hat man wieder ein Thema, wo wir etwas hollywood-liken Charakter haben. Da muss man aber entspannt umgehen." Er stellte indes auch klar: "So wie 2020 gelaufen ist, sind wir weit entfernt vom FC Hollywood."

Der bereits seit Monaten offene Poker um eine Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrags des österreichischen Innenverteidigers hatte in der vergangenen Woche eine neue Eskalationsstufe erreicht: Bei einem Auftritt in der Sendung Blickpunkt Sport im "BR" bestätigte FCB-Präsident Herbert Hainer, dass die Münchner das Angebot an Alaba zurückzogen. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen den FCB-Bossen sowie den Alaba-Beratern Pinhas Zahavi und George Alaba waren zuvor ergebnislos zu Ende gegangen. Nach den Hainer-Aussagen hatte Alaba selbst schwere Kritik an den Klubchefs geübt.