12. Februar 2021 / 12:48 Uhr

Turner Nguyen über Rummenigge-Aussagen zu Corona-Impfungen: "Musste herzlich lachen"

Turner Nguyen über Rummenigge-Aussagen zu Corona-Impfungen: "Musste herzlich lachen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kritisiert Karl-Heinz Rummenigge: Turner Marcel Nguyen.
Kritisiert Karl-Heinz Rummenigge: Turner Marcel Nguyen. © Alexander Hassenstein, Matthias Hangst/Getty Images
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Karl-Heinz Rummenigge muss sich wegen seiner öffentlich geäußerten Aussagen zur Verteilung des Corona-Impfstoffes weiter Kritik anhören. Auch Olympia-Turner Marcel Nguyen findet deutliche Worte.

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Turner Marcel Nguyen ist gegen eine bevorzugte Corona-Impfung bei Sportlern und kann die umstrittenen Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge nicht nachvollziehen. Der Vorstandschef des FC Bayern hatte bei Sport1 erklärt, man wolle sich überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. "Ganz ehrlich, da musste ich herzlich lachen", sagte der zweifache Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 in London bei t-online.de.

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"Mit gesundem Menschenverstand lässt man sich impfen, wenn man an der Reihe ist. Dass ein Impfgegner vom FC Bayern überzeugt wird, halte ich für eine sehr gewagte These", fügte der 33-Jährige in dem am Freitag veröffentlichten Beitrag hinzu. Rummenigges Aussagen hatten in den vergangenen Tagen Kritik hervorgerufen. Die Diskussion um die Frage, ob Sportler zum Beispiel für eine Olympia-Teilnahme bevorzugt geimpft werden sollten, halte er für irrsinnig, sagte Ngyuen. "Wir sollten dann geimpft werden, wenn wir an der Reihe sind. Sollte ich geimpft werden müssen, um an den Olympischen Spielen teilzunehmen, man dafür aber einer anderen Person quasi die Dosis wegnehmen würde, dann würde ich lieber auf die Olympischen Spiele verzichten."

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OSB-Präsident Alfons Hörmann hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, dass mögliche Olympia-Teilnehmer "im zweiten Quartal möglichst bald an die Reihe kommen - nicht im Sinne einer Bevorzugung, sondern dann, wenn genügend Impfstoff da ist." Man werde sich in keiner Weise vordrängen, betonte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes schon Mitte Januar. Die Diskussion um die bevorzugte Impfung von Olympia-Teilnehmern war nach entsprechenden Äußerungen von Richard Pound aufgekommen, dem dienstältesten Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee.