05. Dezember 2020 / 19:30 Uhr

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kritisiert DFB deutlich: "Zu viel Bierhoff und zu wenig Löw"

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kritisiert DFB deutlich: "Zu viel Bierhoff und zu wenig Löw"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl Heinz Rummenigge hätte lieber gesehen, dass Bundestrainer Joachim Löw die Analyse des DFB präsentiert - und nicht DFB-Direktor Oliver Bierhoff.
Karl Heinz Rummenigge hätte lieber gesehen, dass Bundestrainer Joachim Löw die Analyse des DFB präsentiert - und nicht DFB-Direktor Oliver Bierhoff. © imago images/Philippe Ruiz
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Die Aufarbeitung des 0:6-Debakels der Nationalmannschaft in Spanien hat Karl-Heinz Rummenigge gar nicht gefallen. Der Boss des FC Bayern übte deutliche Kritik an der Rollenverteilung beim DFB und vermisst offenbar mehr "Fußball-Fachmänner" beim Verband.

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Karl-Heinz Rummenigge hat das Krisenmanagement des Deutschen Fußball-Bundes im Fall Joachim Löw deutlich kritisiert. In die Entscheidung für den Bundestrainer wolle er sich nicht einmischen, sagte der Vorstandschef des FC Bayern am Samstagabend bei Sky. Wenn er aber ehrlich sei, "ist mir beim DFB im Moment zu viel Oliver Bierhoff und zu wenig Joachim Löw". Statt des Bundestrainers hatte der für die Nationalmannschaften zuständige DFB-Direktor Bierhoff am Freitag die sportliche Analyse nach dem desolaten 0:6 in Spanien vorgelegt. Löw hat sich hingegen derzeit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ein Weg, den er schon nach dem WM-Debakel 2018 wählte.

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"Wenn bei Bayern München schlecht gespielt wird, muss der Trainer zur Pressekonferenz und nicht der Sportdirektor", sagte Rummenigge: "Der kann das wesentlich weniger erklären als der Trainer, der die Mannschaft eingestellt hat." Nach einem 0:6 in Spanien "möchten nicht nur die Journalisten, sondern auch die Fans erklärt haben, warum, wieso ist ein Spiel so schiefgelaufen", sagte Rummenigge. Dass Löw die Nationalmannschaft weiter betreuen soll, hatte der DFB am vergangenen Montag nach mehreren Konferenzen bekanntgegeben.

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"Es ist ein bisschen das Problem des DFB, es gibt im ganzen Präsidium keinen, der das ist, was man sich als Fußballfachmann vorstellt", sagte Rummenigge: "Damit muss man sich im Zweifelsfall zufrieden geben." Löw wäre gut beraten, "ein bisschen offensiver und nicht so defensiv mit der Gesamtsituation umzugehen". Der 60-Jährige sei "rhetorisch gut und kann gut erklären, dann wird man ihm das schon abnehmen und hoffentlich wird es in der Zukunft auch besser werden". Bierhoff zufolge will sich Löw in der kommenden Woche äußern. Ob die Entscheidung für Löw die richtige sei, wollte Rummenigge nicht bewerten. Das werde man ohnehin "erst im nächsten Sommer wissen nach der EM", sagte der 65 Jahre alte Bayern-Chef.