16. Februar 2021 / 12:48 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge über Kritik an seinem Impf-Vorstoß: "Ich wurde missverstanden"

Karl-Heinz Rummenigge über Kritik an seinem Impf-Vorstoß: "Ich wurde missverstanden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge wurde für seine Aussagen über Impfungen von Profi-Fußballern scharf kritisiert.
Karl-Heinz Rummenigge wurde für seine Aussagen über Impfungen von Profi-Fußballern scharf kritisiert. © Getty
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Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge wehrt sich gegen kritische Stimmen: Nachdem seine Aussagen zu möglichen Impfungen von Profifußballern in Sport, Politik und Gesellschaft auf breite Ablehnung gestoßen waren, betont der 65-Jährige nun, er sei missverstanden worden.

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Karl-Heinz Rummenigge hat sich gegen die scharfe Kritik an seinem in der vorigen Woche artikulierten Vorstoß zum Thema Impfungen bei Profifußballern verteidigt. "Ich wurde missverstanden", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der auflagenstärksten italienischen Zeitung Corriere della Sera. "Ich habe nicht gefordert, dass Spieler vor den anderen geimpft werden, besonders nicht vor älteren Menschen", so Rummenigge weiter.

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Stattdessen habe er gesagt, dass Impfungen von Spielern "ein gutes Beispiel sein könnten, um den widerstrebendsten Teil der Bevölkerung davon zu überzeugen", sagte der 65-Jährige. Rummenigges Aussagen waren in der vergangenen Woche beinahe flächendeckend auf Ablehnung in Sport, Gesellschaft und Politik gestoßen.

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Rummenigge hatte gegenüber Sport1 erklärt, warum der Fußball aus seiner Sicht auch beim Thema der Impfungen eine Rolle spielen könne und dabei wörtlich gesagt: "Hier kann der Fußball aber etwas ganz Wichtiges leisten und mit gutem Vorbild vorangehen. Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung." Man wolle sich "überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten".



Spitzensportler sind in der aktuellen Impfverordnung mit Einteilung in verschiedene Gruppen nicht priorisiert. Vorrang haben zunächst Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen sowie alle Menschen über 80. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen Erwachsenen in Deutschland, die geimpft werden wollen, ein Angebot machen zu wollen.