23. Juni 2020 / 17:11 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge kündigt Transfers beim FC Bayern an: "Müssen mehr einsatzbereite Spieler haben"

Karl-Heinz Rummenigge kündigt Transfers beim FC Bayern an: "Müssen mehr einsatzbereite Spieler haben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge hat Veränderungen im Kader des FC Bayern angekündigt.
Karl-Heinz Rummenigge hat Veränderungen im Kader des FC Bayern angekündigt. © dpa
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Der FC Bayern München will das Transfer-Fenster im Sommer für die Verpflichtung von Neuzugängen nutzen. Das kündigte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit dem "Handelsblatt" an. Eine Fabelsumme wollen die Münchener allerdings nicht zahlen.

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Nach Trainer Hansi Flick ("Ich kann nur sagen, dass es Transfers geben wird, auch wenn wir auf Gehalt verzichten") hat nun auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge angekündigt, dass der FC Bayern München in diesem Sommer neue Spieler verpflichten wird. "Wir haben eine super Mannschaft. Wir möchten aber unseren Kader etwas breiter aufstellen. Es wird in der nächsten Saison viele englische Wochen mit vielen Spielen geben, da müssen wir mehr einsatzbereite Spieler im Kader haben", sagte der 64-Jährige im Handelsblatt. Zum Saisonende musste der FC Bayern zuletzt auf viele junge Spieler zurückgreifen, da sich die etablierten Profis unter kleineren Blessuren litten.

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Beim FC Bayern gab es zuletzt immer wieder Gerüchte über potenzielle Neuzugänge: Neben Leroy Sané von Manchester City, der laut Trainer Pep Guardiola seinen im Jahr 2021 auslaufenden Vertrag beim englischen Topklub nicht verlängern wird, wurde zuletzt auch über einen ablösefreien Transfer des PSG-Innenverteidigers Tanguy Kouassi berichtet, der wohl kurz bevor stehen soll. Aktuell steht nur ein Bayern-Transfer für die kommende Saison bereits fest. Torwart Alexander Nübel wechselt ablösefrei vom FC Schalke 04 zum FCB.

Bayern-Boss Rummenigge überzeugt: Transfermarkt wird sich verändern

Der FC Bayern will auf dem Transfermarkt nach der Corona-Krise offenbar cleverer agieren. Aufgrund der Verletzung, des bald endenden Vertrags und den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ist der deutsche Rekordmeister bei Sané wohl nur noch zur Zahlung von 40 Millionen Euro Ablöse bereit. Ein Muster? Rummenigge ist davon überzeugt, dass sich der Transfermarkt "verändern" wird. "Es ist nicht viel Liquidität vorhanden, es fehlt also an Nachfrage. Nicht aber am Angebot an wechselwilligen Spielern. Das wird die Preise neu justieren." Ein 100-Milliionen-Euro-Transfer, wie er noch im vergangenen Sommer bei Sané laut Medienberichten angedacht war, sei dem Bayern-Boss zufolge aktuell nicht realistisch: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Saison in Deutschland oder auch sogar Europa so viel Geld für einen Spieler gezahlt wird."

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Fabel-Gehälter werde es laut Rummenigge zukünftig ebenso nicht mehr geben: "Auch die Gehälter werden kaum zu steigern sein, das gilt selbst für Topspieler. Viele europäische Klubs haben angekündigt, ihre Payroll herunterzufahren. Auch wir werden vorsichtiger damit umgehen", kündigte der FCB-Chef an. Die Einführung einer oft diskutierten Gehaltsobergrenze erwartet er aber nicht: "Die juristischen Voraussetzungen, also das Wettbewerbsrecht, lassen das wahrscheinlich nicht zu. Nein, wir brauchen mehr Rationalität - und müssen das "Financial Fair Play" in Europa stringenter mit klaren Kennziffern weiterentwickeln. Es ging ursprünglich immer darum, nicht mehr Geld auszugeben als eingenommen wird", sagte Rummenigge.

Rummenigge erwartet Minus beim FC Bayern

In der Bayern-AG erwartet Rummenigge für die Saison 2019/2020 "finanzielle Mindereinnahmen von circa 50 Millionen Euro". "Trotzdem haben wir die Hoffnung, eine schwarze Null zu schreiben. Da die Endphase der aktuellen Champions League zeitlich in die nächste Saison fallen wird, werden hier mögliche Einnahmen natürlich auch erst im nächsten Geschäftsjahr zum Tragen kommen", sagte Rummenigge.