17. November 2019 / 12:12 Uhr

Karriereende: "Turn-Opa" Vogt feiert mit TuS Vinnhorst den Klassenerhalt zum Abschied

Karriereende: "Turn-Opa" Vogt feiert mit TuS Vinnhorst den Klassenerhalt zum Abschied

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit dem Tsukahara gen Klassenerhalt und Karriereende: Alexander Vogt feiert nach seiner gelungenen Übung am Sprung.
Mit dem Tsukahara gen Klassenerhalt und Karriereende: Alexander Vogt feiert nach seiner gelungenen Übung am Sprung. © Debbie Jayne Kinsey
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Erstliga-Neuling TuS Vinnhorst konnte am letzten Spieltag der Turn-Bundesliga den Klassenerhalt gegen den TSV Pfuhl sichern. Ein emotionaler Tag war es vor allem für Alexander Vogt, der mit dem Saisonabschluss seine aktive Karriere beendete. 

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Während Kapitän Mika-Tom Säfken am Reck turnt, stehen seine Mannschaftskollegen und Trainer Arm in Arm an der Seite und schauen begeistert zu. Einen Doppelsalto mit ganzer Schraube und noch einen Doppelsalto zeigt Säfken als Flugelemente. Das Team des TuS Vinnhorst und die Zuschauer feuern ihn frenetisch an, als ginge es noch um den Klassenerhalt. Doch diesen haben die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon längst sicher. Auch in der neuen Saison turnt der TuS in der Bundesliga.

„Es ist einfach mega, dass ich zum Abschluss turnen durfte und alle so hinter mir gestanden haben“, sagte Säfken kurz darauf. Er sicherte mit seiner Flugshow noch einmal fünf Scorepunkte. Am Ende lautete das Ergebnis 57:19 gegen TSV Pfuhl. Während die Vinnhorster in einer großen Traube den Sieg und den damit verbundenen Klassenerhalt feierten, gab es auf der anderen Seite traurige Gesichter: Das Team aus Baden-Württemberg muss nach einem Jahr wieder in die Zweitklassigkeit.

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Alexander Vogt beendet Karriere

Mit den Tränen kämpfte allerdings auch der Vinnhorster Alexander Vogt. „Das fühlt sich super an, aber es ist auch total emotional“, so der 32-Jährige, der seine aktive Laufbahn mit dem Saisonabschluss beendete. Zum Dank bekam er einen Vereinsschal geschenkt. Beim Sprung durfte er zuvor noch einmal seine Qualitäten zeigen. Seinen Tsukahara gestreckt mit eineinhalbfacher Schraube stellte er sicher hin. Er ballte danach die Faust und stieß einen lauten Schrei heraus. Die Anspannung musste einfach raus. Er setzte sich gegen den Pfuhler Kontrahenten Florian Reindl durch und brachte dem TuS einen weiteren Punkt. „Der war wichtig, so kann ich mit einem guten Gefühl in den Ruhestand gehen.“

Doch so richtig gehen möchte Vogt, der in Buchholz in der Nordheide lebt, gar nicht. „Ich möchte dem Verein gerne in einer anderen Funktion erhalten bleiben.“ Das hörte Teammanager Steffen Rüter sehr gerne: „Wir nehmen ihn mit Kusshand.“ Vogt ließ sein Trikot sicherheitshalber von allen Teamkollegen mit roten und blauen Stiften – in den Vinnhorster Vereinsfarben – unterschreiben. „Das werde ich mit meiner kurzen Hose rahmen und zuhause an die Wand hängen. Es ist eine tolle Erinnerung.“

Bilder vom Bundesliga-Klassenerhalt des TuS Vinnhorst am letzten Spieltag daheim gegen den TSV Pfuhl

Geschafft: Der TuS Vinnhorst bleibt in der 1. Liga. Zur Galerie
Geschafft: Der TuS Vinnhorst bleibt in der 1. Liga. ©
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„Ich bin stolz, wie sich die Jungs alle durchgebissen haben“

Alle TuS-Turner werden sich sicherlich noch länger an diesen entscheidenden Abend in der Halle Grashöfe erinnern. „Es hat einfach alles geklappt“, sagte Rüter. Säfken, selbst erst 19 Jahre alt, sprach von „positiver Anspannung“, die zu Beginn herrschte. Der Kapitän legte am Boden gleich stark los und sicherte die ersten vier Scorepunkte. Karim Rida steuerte drei weitere bei. Mit 7:3 ging das erste Element an die Gastgeber.

Am Pauschenpferd setzte sich der TuS entscheidend von den Pfuhlern ab. Lewis Trebing, Max Wittenberg-Voges, Rida und Thierno Diallo sicherten insgesamt 17 Scorepunkte. „Nach diesem Element war ich schon entspannter“, sagte Rüter später zu seiner Anspannung. Zwar gingen die Ringe mit 8:7 Punkten an die Pfuhler, doch die Vinnhorster zeigten keinerlei Anzeichen von Nervosität. „Ich bin stolz, wie sich die Jungs alle durchgebissen haben“, sagte Vogt, der sich selber als „Turn-Opa“ bezeichnete.

Nach der letzten Übung ließen die TuS-Turner den Abend gemütlich ausklingen. Ausnahmsweise mussten die Geräte nicht von den Aktiven abgebaut werden. Am Sonntag kämpfte die Vinnhorster Reserve noch in der eigenen Halle. „Das kommt uns natürlich entgegen“, so Säfken. Nach dem gemeinsamen Essen ging es noch in die Stadt zu einer kleinen Siegesfeier. „Aber es lief alles im Rahmen ab, wir müssen schließlich fit bleiben“, erklärte Säfken, der im deutschen Nationalkader ist.

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