02. Juli 2020 / 16:28 Uhr

Karriereende bei Dynamo Dresden? Arnold kann sich das vorstellen

Karriereende bei Dynamo Dresden? Arnold kann sich das vorstellen

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
MONTAGE; Maxi Arnold ;28.06.2020, Sachsen, Dresden: Fußball: 2. Bundesliga, SG Dynamo Dresden - VfL Osnabrück, 34. Spieltag, im Rudolf-Harbig-Stadion. Ein Banner mit der Aufschrift «Dynamo wird niemals untergehen!» hängt auf der Tribüne. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Leidet mit seinem Ex-Verein Daynamo Dresden: Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg. © (c) dpa-Zentralbild
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Maximilian Arnold hat seine beste Saison in der Fußball-Bundesliga gespielt, das Eigengewächs des VfL Wolfsburg hat vier Treffer erzielt und neun vorbereitet. Das stimmt ihn zufrieden, gleichwohl leidet er mit seinem Ex-Verein Dynamo Dresden.

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Maximilian Arnold und seine Familie machen gerade Urlaub. Das VfL-Eigengewächs kann auf seine beste Saison (vier Tore, neun Torvorlagen) beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zurückblicken, gleichwohl ist der laufstarke Mittelfeldspieler auch traurig, weil sein Jugendverein Dynamo Dresden gerade aus der 2. Liga abgestiegen ist. „Mir blutet schon ein bisschen das Herz“, sagt Arnold.

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Über den BSV Strehla und den SC Riesa war es für Arnold 2006 nach Dresden ins Internat gegangen. Drei Jahre war er bei Dynamo, bei dem Klub, der so viel Strahlkraft habe – und der jetzt einen Neuanfang starten muss. Beim Traditionsklub aus Sachsen hatte es vor dem Re-Start der Liga positive Corona-Tests gegeben. Das zuständige Gesundheitsamt untersagte daraufhin den Trainingsbetrieb. Die Dresdener konnten so erst mit Verzögerung wieder in die Saison starten - und hatten dann ein Mammutprogramm vor der Brust: Wegen der Nachholspiele musste Dynamo sieben Spiele in 19 Tagen absolvieren. Dynamo-Profi Chris Löwe hatte nach einer Niederlage zu drastischen Worten gegriffen und die DFL scharf für ihre Spielansetzungen kritisiert.

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Wolfsburgs Legende Roy Präger liegt mit 24 VfL-Bundesliga-Toren auf Platz 11. ©

Arnold zeigt Verständnis dafür. „Vier Tage Mannschaftstraining, dann fast jeden dritten Tag ein Spiel – selbst für uns Bundesliga-Vereine ist das schon eine Hausnummer, aber wir haben ganz andere Möglichkeiten zu regenerieren“, so der Wolfsburger, der viele Familienmitglieder („Mein Onkel hat eine Dauerkarte“) hat, die Dynamo regelmäßig bei den Heimspielen unterstützen. Arnold: „Der Verein wird in dieser Region gelebt – entweder Dynamo oder nix.“



"Mingus hat da Kultstatus"

Wenn der 26-Jährige mal im Heimaturlaub bei seiner Familie in Strehla bei Riesa weilt, dann zieht es ihn immer wieder mal nach Dresden. Ab und an schaut er dann auch bei Dynamo vorbei, zu Dynamo-Legende Ralf Minge, der gerade als Sportdirektor in Dresden aufgehört hat, hat er einen guten Draht. „Mingus“, so der Spitzname des einstigen Dynamo-Spielers „lebt den Verein wie kein anderer, er ist Dynamo Dresden“, beschreibt Arnold. „Ihm tut das alles weh.“ Nach dem 2:2 am letzten Zweitliga-Spieltag gegen Osnabrück waren rund 2500 Fans gekommen, um Minge persönlich zu verabschieden – trotz Corona-Gefahr. Arnold: „Mingus hat da Kultstatus.“

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Noch mal bei Dynamo?

Jetzt muss Dynamo in die 3. Liga. Die finanziellen Voraussetzungen sind trotz fehlender Zuschauereinnahmen nicht schlecht. Arnold: „Der Klub ist schuldenfrei, soweit ich weiß.“ Dennoch werde es aus sportlicher Sicht kein einfaches Jahr für Dresden. „Die 3. Liga ist brutal eng“, sagt der VfL-Profi – und verrät, dass er sich gut vorstellen könne, seine Karriere bei Dynamo zu beenden. Ich habe das meinem Onkel schon gesagt – irgendwie muss ich da noch mal hin. Das Ziel habe ich schon. Mal schauen, ob das alles funktioniert.“ Arnold betont jedoch auch: „Ich hoffe, dass ich vorher noch ein paar Jahre hier spielen darf.“

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