14. Mai 2021 / 18:42 Uhr

Karrieresprung für Benjamin Duda in die 3. Liga?

Karrieresprung für Benjamin Duda in die 3. Liga?

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Benjamin Duda (links) mit VfV-Co-Trainer Bastian Breves, der ebenfalls in Hildesheim aufhört.
Benjamin Duda (links) mit VfV-Co-Trainer Bastian Breves, der ebenfalls in Hildesheim aufhört. © Werner Kaiser
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Benjamin Duda hört beim Regionalligisten VfV Hildesheim auf. Wohin er wechselt, steht noch nicht fest. „Unterschrieben ist noch nichts“, sagt der Peiner. Im Gespräch sind der TSV Havelse und der VfB Lübeck.

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Benjamin Duda wird den Fußball-Regionalligisten VfV Hildesheim nach dem Saisonende verlassen. Das hat der Trainer dem Verein und der Mannschaft mitgeteilt. Bei beiden hatte sich der Peiner Respekt und Ansehen erarbeitet – und das war nicht selbstverständlich. Schließlich war der VfV die erste Station als Herrencoach für den bald 33-Jährigen. Vorher hatte er im Nachwuchs-Leistungszentrum von Eintracht Braunschweig sechs Jahre lang die U17-Bundesligamannschaft trainiert.

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„Bei diesem Verein und in dieser Spielklasse ist das der nächste Schritt für mich“, hatte Benjamin Duda vor zwei Jahren gesagt, als er beim VfV unterschrieb. Jetzt könnte ein weiterer Schritt in der Trainerkarriere folgen. Regionalliga-Spitzenreiter TSV Havelse muss nach dem Wechsel von Jan Zimmermann zu Hannover 96 einen neuen Trainer suchen. Duda ist dort im Gespräch – und hatte auch schon ein solches mit Zimmermann, der selbst seinen Nachfolger beim TSV sucht.

Mehr über Benjamin Duda

Aber auch der VfB Lübeck hat Duda im Visier. Dort hat man Erfahrung mit Trainern aus Peine. Ramazan Yildirim, der in der Jugend für den MTV Peine und Arminia Vöhrum kickte, war 2011 und 2012 dort Coach. Als Profi hatte er von 1998 bis 2001 dort gespielt.



Die Hildesheimer hätten mit Benjamin Duda gern verlängert. „Meine Absage basierte auf Alternativen – aber unterschrieben habe ich noch nichts“, sagt der Peiner, der im Besitz der A-Lizenz ist, allerdings die Fußball-Lehrer-Lizenz noch nicht besitzt. Einen Trainer mit dieser Lizenz muss ein Drittligaverein haben.

Wenn der TSV Havelse die voraussichtliche Aufstiegsrelegation gegen den Vertreter aus Bayern gewinnt, steigt er in die 3. Liga auf. Der VfB Lübeck steht auf einem Abstiegsplatz in der 3. Liga. Möglich also, dass beide Vereine nächste Saison in der Regionalliga zu finden sind. Möglich auch, dass beide Drittligist sind.

Modelle, einen Trainer mit fehlender Lizenz zu beschäftigen, gibt es allerdings: Beim Zweitligisten SV Sandhausen wird Gerhard Kleppinger von der DFL offiziell als Cheftrainer geführt, da er die Fußballlehrer-Lizenz hat. Stefan Kulovits gilt als „Interimstrainer“. Nach der Trennung von Trainer Stefan Krämer hat beim KFC Uerdingen Stefan Reisinger als Teamchef übernommen, ihm zur Seite gestellt wurde Jürgen Press, der die nötige Lizenz besitzt.

„Die Fußballlehrer-Lizenz ist natürlich ein Traum von mir“, sagt Benjamin Duda. „Aber auf 20 Plätze gibt es 120 Bewerber, und in diesem Jahr ist der Lehrgang wegen Corona auch noch ausgefallen.“

Vorerst gilt sein Augenmerk aber immer noch dem VfV Hildesheim. Der empfängt am 22. Mai den SV Drochtersen/Assel (Regionalliga Nord Gruppe Nord) im Landespokal-Halbfinale.

Von Matthias Press