11. Februar 2021 / 12:44 Uhr

Kästorfs Kapitän lässt im Box-Ring auch gern mal die Fäuste fliegen

Kästorfs Kapitän lässt im Box-Ring auch gern mal die Fäuste fliegen

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
In zwei Sportarten zu Hause: Marius Saikowski steht als Kapitän des SSV Kästorf auf dem Fußballplatz und fühlt sich als Thai-Boxer auch im Ring wohl.
In zwei Sportarten zu Hause: Marius Saikowski steht als Kapitän des SSV Kästorf auf dem Fußballplatz und fühlt sich als Thai-Boxer auch im Ring wohl. © Lea Rebuschat/Privat
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Er ist der Kopf der Mannschaft, sein Wort hat auf dem Platz und in der Kabine Gewicht: Der Fußball-Kapitän. In der Corona-Krise ist vieles anders, er aber nicht weniger gefordert. Wie funktioniert Zusammenhalt trotz Lockdown? Wie geht Gemeinsamkeit trotz Einsamkeit? Wie geht Fitness ohne Teamtraining? Der Sportbuzzer fragt nach: Wie ist die Lage, Kapitän?

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Vier Spiele konnte der SSV Kästorf in der Landesliga absolvieren, ehe der erneute Lockdown die Liga ausbremste. Das Team hatte einen guten Start, ist ohne Niederlage Zweiter - und das, obwohl sich im Sommer einiges geändert hat beim SSV. Die Besetzung des Kapitäns-Amtes blieb mit Marius Saikowski aber unverändert - der 28-Jährige trägt seit Sommer 2019 die Binde, hatte Alexander Brakowski abgelöst. "Ich wurde von unserem damaligen Trainer Georgios Palanis bestimmt", erinnert sich Saikowski.

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Palanis trat im vergangenen Sommer zurück, Sajmir Zaimi übernahm das Team, das Kapitäns-Amt wurde zur Wahl gestellt - und Saikowski erneut bestimmt. "Das ist eine schöne Bestätigung", freut sich der Außenverteidiger. "Es funktioniert zusammen mit der Mannschaft, ich kriege Unterstützung von meinen Teamkollegen."

Mehr heimischer Fußball

Auch der Job hält Saikowski fit

Diese sieht Saikowski per Zoom immerhin noch zwei- bis dreimal die Woche zum gemeinsamen Workout. "Unser Trainer lässt uns freie Hand. Es muss jeder wissen, wie fit er sein will, wenn es wieder losgeht, und vor allem, wenn es dann nur zwei Wochen Vorbereitung geben sollte." Der Spielführer selbst hat zu Hause gute Trainingsmöglichkeiten, "ich habe ein halbes Gym, komme damit gut über die Runden", so Saikowski.



Auch sein Job hilft dem Außenverteidiger in Form zu bleiben: Saikowski arbeitet bei Teves in Gifhorn als Industriemechaniker, "da repariere ich die Produktionsmaschinen. Das ist spannend und ganz abwechslungsreich, und ich muss viel schrauben, schleppen und gehen." Homeoffice ist da nicht drin - "darüber bin ich aber froh, so komme ich wenigstens noch ein bisschen unter Leute."

Thai-Boxen neben dem Fußball

Neben dem Fußball ist für Saikowski in der Freizeit ein weiterer Sport im Fokus. "Ich mache in Braunschweig seit zwölf Jahren Thai-Boxen", erzählt der Kästorfer. "Das war eine klassische Schnapsidee mit zwei Freunden. Wir haben entschieden, dass wir noch eine Sportart machen wollen und sind auf das Thai-Boxen gestoßen."

Durch die Schichtarbeit kommt Saikowski zwar nur "alle zwei Wochen" dazu, wenn's gut läuft, macht der SSV-Kapitän dann aber "ein-, zweimal die Woche Einzel-Training, wenn ich es abends nicht zum Fußball schaffe". Für ihn sei es eine gute Art, sich zusätzlich fit zu halten, in Wettbewerbsform betreibt Saikowski den Sport aber nicht.

Die etwas anderen Kapitäns-Tipps in der Corona-Krise

Fitness-Tipp: "Sich bewegen, fit halten, um nicht einzurosten."

Serien-Tipp: "Supernatural schaue ich schon ewig, die Serie ist ganz interessant."

Unterhaltungs-Tipp: "Einfach mal Gesellschaftsspiele spielen, statt fernzusehen."