23. Februar 2021 / 18:28 Uhr

Katar widerspricht Weltverband: Keine Kleidervorschriften für Beach-Volleyballerinnen

Katar widerspricht Weltverband: Keine Kleidervorschriften für Beach-Volleyballerinnen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Verzicht von Julia Sude und Karla Borger, beim Turnier in Katar anzutreten, schlägt Wellen.
Der Verzicht von Julia Sude und Karla Borger, beim Turnier in Katar anzutreten, schlägt Wellen. © dpa/IMAGO/imagebroker (Montage)
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Ein Beach-Volleyball-Turnier in Katar sorgt für Aufregung: Nachdem es zunächst hieß, dass den Spielerinnen das Tragen von Sport-Bikinis verboten sei und das deutsche Duo Borger/Sude daraufhin seinen Startverzicht erklärte, veröffentlicht Katars nun eine gegenteilige Darstellung.

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Katars Volleyball-Verband QVA hat Berichte über bestimmte Kleidervorschriften für Beach-Volleyballerinnen bei einem World-Tour-Turnier im kommenden Monat zurückgewiesen. "Wir möchten klarstellen, dass wir keine Forderung stellen, was Athleten bei der Veranstaltung tragen sollen", hieß es am Dienstag in einer Erklärung. Katar verweist dabei auf die World Beach Games 2019 in dem Emirat, bei denen Beach-Volleyballerinnen im Sport-Bikini spielten.

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Wegen der aus ihrer Sicht nicht akzeptablen Kleidervorschriften hatten die Deutschen Karla Borger und Julia Sude ihren Startverzicht für das Turnier im März erklärt. Katars Behörden hatten festgelegt, dass Spielerinnen in Shirts und knielangen Hosen starten sollen statt wie sonst üblich im Sport-Bikini. "Wir wollen das nicht mittragen", sagten Borger und Sude dem Spiegel.

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Weltverband hatte Kleidervorschrift bestätigt

Katars Volleyball-Verband widerspricht damit nun der Darstellung des Weltverbandes FIVB und der Spielerorganisation IBVPA. In einer Mail der FIVB an den Spiegel hieß es, der Weltverband respektiere die Kultur und Traditionen des Gastgeberlandes. Und sie stehen auch auf der FIVB-Internetseite in der Veranstaltungsordnung fürs Turnier. In einem PDF-Dokument unter dem Punkt 10 "Wichtiger Hinweis für die Frauen-Bekleidung" ist eine Abbildung von T-Shirt und knielanger Hose zu sehen. Man erwarte die volle Unterstützung der Starterinnen.

Die deutschen Kolleginnen von Borger/Sude, Laura Ludwig und Margareta Kozuch, werden indes auch in T-Shirt und knielanger Hose antreten. "Über die Klamotten haben wir uns nicht beschwert", sagte Ludwig am Dienstag in einer Olympia-Podcastfolge der ARD-Sportschau. Die 35-jährige betonte, gerne im sonst üblichen Sport-Bikini anzutreten. Es nicht zu tun, sei aber kein "Beinbruch". Ludwig: "Wir wollen Probleme in dem Land nicht verschweigen, aber den Sport in den Mittelpunkt rücken. Wir freuen uns tierisch auf das Turnier."


Das Turnier im Wüstenemirat, bei dem bisher nur Männer starten durften, ist vielleicht die einzige Möglichkeit, vor dem Olympia-Wettbewerb in Tokio Spielpraxis auf hohem Niveau zu bekommen. Zudem brauchen viele Damen-Teams noch Punkte für die Olympia-Qualifikation. Ludwig/Kozuch sind derzeit 15. des Olympia-Rankings. 16 Startplätze gibt es in Japan. Für einen Start aus sportlicher Sicht hatte auch Borger Verständnis gezeigt, die mit ihrer Partnerin auf Rang zehn steht und für Olympia planen kann.