10. August 2022 / 12:31 Uhr

Umstrittenes Katar-Sponsoring beim FC Bayern: Boss Hainer kündigt "nach der WM eine detaillierte Analyse" an

Umstrittenes Katar-Sponsoring beim FC Bayern: Boss Hainer kündigt "nach der WM eine detaillierte Analyse" an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer will den Sponsoren-Vertrag mit Qatar Airways hinterfragen. 
Bayern-Präsident Herbert Hainer will den Sponsoren-Vertrag mit Qatar Airways hinterfragen.  © IMAGO/ULMER Pressebildagentur/Passion2Press (Montage)
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Der umstrittene Sponsoren-Vertrag mit der Fluglinie Qatar Airways soll beim FC Bayern auf den Prüfstand gestellt werden. Vor allem in der Fan-Szene wuchs zuletzt die Kritik an der Zusammenarbeit. 

Der FC Bayern München wird nach der Fußball-WM Ende des Jahres über das umstrittene Sponsoring mit der Fluglinie Qatar Airways entscheiden. "Der Vertrag läuft 2023 aus. Wir haben vereinbart, dass wir nach der WM eine detaillierte Analyse vornehmen werden. Dann werden wir überlegen, wie es weitergeht. Das ist ein ganz üblicher Vorgang, bei jedem Sponsorenvertrag prüfen wir gegen Ende, wie es gelaufen ist und wie die Zukunft aussehen könnte", sagte Vereinspräsident Herbert Hainer (68) im Interview der Münchner Abendzeitung.

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Das für den Verein lukrative Sponsoring mit Qatar Airways hatte auf der Mitgliederversammlung im Herbst 2021 für Streit und am Ende für Chaos gesorgt. Ein Mitgliedsantrag, über die Partnerschaft mit der Fluglinie für die Zukunft abstimmen zu lassen, wurde von der Vereinsführung nicht zugelassen.

Die Geschäftsbeziehung mit Katar ist in der Fanszene des Clubs wegen der umstrittenen Menschenrechtssituation im Gastgeberland der WM 2022 und der Arbeitsverhältnisse auf den WM-Baustellen ein Reizthema. Anfang Juli hatte der FC Bayern zu dem Streitthema zu einem Runden Tisch geladen.

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Bei dieser Veranstaltung tauschten sich Hainer und Vorstandschef Oliver Kahn unter anderen mit Hassan Al-Thawadi, Cheforganisator der WM 2022, dem Katar-kritische Bayern-Mitglied Michael Ott oder Stephen Cockburn, Leiter wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit bei Amnesty International, aus und diskutierten über die unterschiedlichen Haltungen und Meinungen.