13. November 2021 / 17:35 Uhr

"Katastrophal": Lupo gerät ersatzgeschwächt beim Vorletzten unter die Räder

"Katastrophal": Lupo gerät ersatzgeschwächt beim Vorletzten unter die Räder

Tim Gerhold
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Musste fünfmal hinter sich greifen: Lupo-Torhüter Marius Sauss (l.) unterlief dabei auch ein Eigentor zum 0:1.
Musste fünfmal hinter sich greifen: Lupo-Torhüter Marius Sauss (l.) unterlief dabei auch ein Eigentor zum 0:1. © Michael Plümer
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Lupo/Martini Wolfsburg hat im Endspurt der Hauptrunde der Fußball-Oberliga einen Dämpfer hinnehmen müItlissen. Beim Kellerkind BW Tündern verlor die Mannschaft von Trainer Giampiero Buonocore in einem torreichen Spiel mit 2:5 (0:2). Große Auswirkungen dürfte dass aber nicht für die Zukunft haben. Für die Wolfsburger trugen sich Maxim Safronow und Valeri Schlothauer innerhalb von einer Minute in die Torschützenliste ein.  

Mit einer herben Auswärtsniederlage im Gepäck musste Fußball-Oberligist Lupo/Martini Wolfsburg am späten Samstagnachmittag die Heimreise aus Hameln antreten. Beim Tabellen-Vorletzten BW Tündern setzte es zuvor ein 2:5 (0:2). Der aktuelle Zweitplatzierte der Staffel Hannover/Braunschweig erwischte einen denkbar schlechten Start in die Partie, bereits nach 15 Minuten rutschte Kapitän und Schlussmann Marius Sauss ein eigentlich sicherer Ball nach einer Ecke aus den Händen ins eigene Tor. „Symbolisch für unseren heutigen Auftritt“, urteilte Trainer Giampiero Buonocore.

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Den Italienern standen insgesamt nur 13 fitte Feldspieler zur Verfügung, die ebenfalls mitgereisten Til Stending und Dennis Jungk waren angeschlagen und kamen für einen Einsatz nicht in Frage. Trotzdem nahmen sie auf der Bank Platz, damit der Rest der Mannschaft „sich nicht allein fühlen“ musste. Durch krankheitsbedingte Ausfälle und private Gründe musste Buonocore auf einige Stammkräfte verzichten, hinzu kamen kleinere Blessuren bei anderen Spielern. „Da wollen wir nichts riskieren, wenn es hier um die goldene Ananas geht.“

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Tatsächlich wird das Spiel am Ende wohl keinen Einfluss für die Zukunft haben. Während Lupo mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Meisterrunde planen kann, wird Tündern wohl in der Abstiegsrunde antreten, in dem Fall würden die jeweiligen Punkte aus den Duellen gestrichen.


Trotzdem zeigte sich Buonocore alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Nach der Führung traf Tündern noch vor der Pause zum 2:0, nach einem Doppelschlag kurz nach dem Seitenwechsel stand es plötzlich 0:4 aus Sicht der Wolfsburger. „Wenn man so hoch zurückliegt, hat man vieles falsch gemacht. Wir waren heute nicht präsent, haben unsere Philosophie und Struktur vermissen lassen“, übte Buonocore Kritik an seiner sonst so dominanten Mannschaft und führte aus: „Es wäre mein Wunsch gewesen, dass die Spieler, die zum Einsatz kommen, sich für die nächsten Spiele anbieten. Das war heute nicht der Fall.“

Gerade weil der Ausgang des Spiels keine Tragkraft für die Endabrechnung haben werde, habe Buonocore ein „befreites Spiel“ seiner Mannschaft erwartet. „Warum man Dinge, die sonst gut gemacht wurden, heute nicht umsetzt, verstehe ich nicht. Das war heute katastrophal.“ 

Daran änderte auch der späte Doppelschlag von Maxim Safronow und Valeri Schlothauer rund 20 Minuten vor dem Ende nichts. Spielerisch sei zwar zum Ende noch einiges dringewesen, mit einem Traumtor machte Tünderns Kaan Karadeniz aber kurz vor Schluss auf ein „wildes Spiel“ den Deckel drauf.

Lupo: Sauss – Krecklow, Dösemeci (55. Mertens), Hajdari, Schlothauer – Dubiel, Breit - Safronow - Konieczny, Hallmann (62. Grimaldi), Rizzo.

Tore: 1:0 (15.) Sauss (Eigentor), 2:0 (42.) Tegtmeyer, 3:0 (49.) Baumeister, 4:0 (54.) Tegtmeyer, 4:1 (72.) Safronow, 4:2 (73.) Schlothauer, 5:2 (85.) Karadeniz.