14. Februar 2022 / 14:49 Uhr

ESV Delitzsch kassiert Klatsche gegen Taucha: Nach der "Katastrophe" braucht es neue Reize

ESV Delitzsch kassiert Klatsche gegen Taucha: Nach der "Katastrophe" braucht es neue Reize

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Testspiel des ESV Delitzsch gegen den VFL Halle.
Für den ESV Delitzsch gab's gegen Taucha nichts zu holen. © Alexander Prautzsch
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Der ESV Delitzsch steckt mitten in der Vorbereitung und absolviert fleißig Testspiele. Nichts zu holen gab es für die Eisenbahner gegen die SG Taucha. Die Truppe von Trainer Rico Winkler verlor mit 1:7 und arbeitet nun auf ein "schemenhaftes Ziel" hin.

Delitzsch. Sie wären bereit gewesen für einen Neustart Ende Februar. Dass es nun frühestens Ende März in der Fußball-Landesklasse weitergeht, macht dem ESV Delitzsch zu schaffen. „Vorbereitungsmüde“ sei seine Mannschaft bekannte Trainer Rico Winkler nicht nur mit Blick auf die 1:7-Pleite am Sonnabend gegen Sachsenligist SG Taucha.

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Kein Vergnügen

Denn während die Eisenbahner seit Wochen eifrig testen, nahezu keinerlei Probleme mit den derzeitigen 2G-Vorgaben haben, entschieden Verband und Vereine dafür, Punktspiele nur unter 3G durchzuführen. Problem: Ob die neue Corona-Verordnung überhaupt einen entsprechenden Passus enthalten wird, lässt sich nicht absehen. „Wir haben jetzt zwar ein schemenhaftes Ziel. Aber das ist ja kein fixer Termin, sondern ein Kann-Termin“, umreißt Rico Winkler den Kern der Sache. „Für den Kopf meiner Spieler ist das recht schwierig.“

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Und für den Kopf des Trainers auch. Die Vorbereitung müsse nun komplett neu geplant werden, dazu brauche es neue Reize im Training, „vielleicht mal etwas anderes als Fußball“. Und zwischendurch begibt man sich auf Gegnersuche für weitere Tests. Auch das birgt Schwierigkeiten. In Leipzigs Stadtliga finden bereits wieder Punktspiele statt, auch im benachbarten Sachsen-Anhalt geht es Anfang März mit der Pflicht weiter. So fallen schon einige mögliche Spielpartner durchs Raster.

Die Partie gegen Taucha jedenfalls war aus Delitzscher Sicht kein Vergnügen. „In den ersten 20 Minuten waren wir gar nicht auf dem Platz, und die zweite Halbzeit war eine einzige Katastrophe“, haderte Winkler. „Das weiß die Mannschaft. Sie weiß aber auch, dass unser Weg stimmt und davon lassen wir uns nicht abbringen.“ Der Vollständigkeit halber und weil es ins wenig erbauliche Bild passt sei erwähnt. Selbst den einzigen ESV-Treffer des Tages erzielte ein Tauchaer. Kevin Schiller unterlief ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:6 (74.). Da waren freilich sämtliche Messen längst gelesen. Derweil schnürte Maaz Abdelrahim für die SG einen Viererpack (6., 10., 45., 70.). Außerdem knipsten Nico Brehm (45., 52.) und der frühere Radefelder Franz Boltze (73.).

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