10. Januar 2021 / 17:04 Uhr

Kauczinski warnt Dynamo Dresden vor Türkgücü Münchens Sararer und Sliskovic

Kauczinski warnt Dynamo Dresden vor Türkgücü Münchens Sararer und Sliskovic

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
 Cheftrainer Markus Kauczinski auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Saarbrücken. 05.11.2020, Fussball, GER, 3. Liga, Saison 2020/21, 9. Spieltag, 1. FC Saarbrücken - SG Dynamo Dresden, AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie, 1. FC Saarbrücken vs. SG Dynamo Dresden *** Head Coach Markus Kauczinski at the press conference before the away game in Saarbrücken 05 11 2020, Football, GER, 3 Liga, Season 2020 21, 9 Matchday, 1 FC Saarbrücken SG Dynamo Dresden, AOK PLUS Walter Fritzsch Akademie, 1 FC Saarbrücken vs SG Dynamo Dresden
Cheftrainer Markus Kauczinski auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Saarbrücken. 05.11.2020, Fussball, GER, 3. Liga, Saison 2020/21, 9. Spieltag, 1. FC Saarbrücken - SG Dynamo Dresden, AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie, 1. FC Saarbrücken vs. SG Dynamo Dresden *** Head Coach Markus Kauczinski at the press conference before the away game in Saarbrücken 05 11 2020, Football, GER, 3 Liga, Season 2020 21, 9 Matchday, 1 FC Saarbrücken SG Dynamo Dresden, AOK PLUS Walter Fritzsch Akademie, 1 FC Saarbrücken vs SG Dynamo Dresden © imago images/Steffen Kuttner
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Der Trainer der Schwarz-Gelben weiß um die Torgefährlichkeit der bestens harmonierenden Türkgücü-Offensivkräfte.

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Dresden. Die Konkurrenz schläft nicht. Das konnten die Drittliga-Profis von Dynamo Dresden an diesem Wochenende von der Couch aus verfolgen, denn ihre ärgsten Verfolger feierten bis auf den 1. FC Saarbrücken (0:1 in Meppen) durchweg Siege. Um den alten Abstand auf den FC Ingolstadt (2:1 gegen Duisburg), 1860 München (2:0 beim FC Bayern II) und Hansa Rostock (1:0 gegen Unterhaching) wieder herzustellen, müssen die Schwarz-Gelben nun nachziehen. Gelingt am Montagabend (19 Uhr) bei Türkgücü München der erhoffte zwölfte Saisonsieg, dann führen die Männer von Trainer Markus Kauczinski wieder mit sieben Punkten Vorsprung vor den „Schanzern“ aus Ingolstadt das Klassement an.

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Zwar haben die Kicker von Türkgücü, deren Investor nun doch zur Stange hält, erst drei ihrer bislang sieben Heimspiele gewonnen, aber Kauczinski rechnet im Stadion an der Grünwalder Straße mit einer schwierigen Aufgabe: „Wir müssen uns auf einen harten Gang einstellen, auf eine richtig gute Mannschaft.“ Die Münchner besäßen viel Qualität: „Alex Schmidt macht da gute Arbeit, hat ein gutes, spielstarkes Team zusammengebaut. Er hat mit Sararer und Sliskovic auch ein Top-Offensivduo der 3. Liga, womit wir uns beschäftigen müssen.“ Beide Kicker seien „wirklich gefährlich“, so Kauczinski, könnten „aus dem Nichts Tore machen“.

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Die aktuellen Leistungsdaten untermauern Kauczinskis Aussagen locker. So hat Türkgücüs Kapitän Sercan Sararer schon elf Tore vorbereitet, vier selbst erzielt. Der 31-Jährige, der einen türkischen und einen spanischen Pass besitzt, ist momentan der torgefährlichste Scorer der Liga. 35 Erstliga-Einsätze für Greuther Fürth und den VfB Stuttgart sowie 129 Zweitliga-Spiele für Fürth und Fortuna Düsseldorf hat der gebürtige Nürnberger in seiner Vita stehen, die den offensiven Mittelfeldspieler ganz sicher auch ein gutes Stück zum Spielführer von Türkgücü qualifizierten.

„Wir werden da versuchen anzuknüpfen, wo wir aufgehört haben“

Bei Sliskovic, der als junger Spieler mal ein halbes Jahr ohne Erfolg als Leihgabe von Mainz 05 für Dynamo spielte, ist die Bilanz im Vergleich zu Sararer fast umgekehrt, denn der 29-Jährige schoss in dieser Saison elf Tore und bereitete drei vor. Der kroatische Mittelstürmer, geboren in Sarajevo, kam im vergangenen Sommer vom MSV Duisburg in die „Weltstadt mit Herz“ und scheint sich an der Isar superwohl zu fühlen. Der Ex-Dynamo spielt die mit Abstand beste Saison seiner Karriere, hat mit Sararer offenbar endlich den richtigen Vorbereiter gefunden. Nur Sascha Mölders (1860 München) hat bislang in dieser Saison noch öfter getroffen als Sliskovic, der in der Zweitliga-Saison 2012/13 für Dynamo in nur 166 Minuten Spielzeit kein einziges Tor erzielen konnte. Knipst er gegen seinen Ex-Verein, kann er mit Mölders gleichziehen oder den Ex-Augsburger sogar in der Torschützenliste überholen.

Doch das will Dynamo natürlich verhindern. Die Truppe, die derzeit keinen absolut überragenden Torjäger vorzuweisen hat – Philipp Hosiner ist mit sechs „Buden“ derzeit treffsicherster Stürmer –, setzt vor allem auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Kauczinski versicherte: „Wir werden da versuchen anzuknüpfen, wo wir aufgehört haben, einfach unser Spiel zu machen, aggressiv zu sein, kompakt zu sein, unsere Qualitäten auch fußballerisch einzubringen.“ Die Stimmung in der Mannschaft sei trotz der Ausfälle (Mai, Hartmann, Weihrauch, C. Löwe, Stor) bestens: „Ich spüre eine große Motivation.“ Er könne nach der kurzen Weihnachtspause nur feststellen, „dass die Mannschaft sofort wieder Bock hatte, Fußball zu spielen, zusammen zu agieren, zusammen zu verteidigen“. All das habe die Truppe beim 2:1 im Test gegen Jablonec auch noch einmal bewiesen. Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Punktspielstart 2021 stehen also gar nicht schlecht. Ein Sieg des Spitzenreiters wäre auch eine echte Ansage an die Konkurrenz, die nun Spieltag für Spieltag auf einen Ausrutscher der Dresdner hoffen muss.