30. Oktober 2020 / 11:33 Uhr

Kayser trifft mit Dresden Titans auf alte Kameraden aus Frankfurt

Kayser trifft mit Dresden Titans auf alte Kameraden aus Frankfurt

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Aaron Kayser von den Dresden Titans gerät im Angriff unter Bedrängnis.
Aaron Kayser (r.) spielt am Sonnabend mit den Fraport Skyliners Juniors auf sein altes Team. © Steffen Manig
Anzeige

Der neue Center der “Titanen” Aaron Kayser wechselte erst im Sommer von den Fraport Skyliners Juniors nach Sachsen. Jetzt muss er in der 2. Bundesliga Pro B gleich wieder gegen die Hessen ran.

Dresden. Gleich im zweiten Heimspiel für seine neue Mannschaft trifft Aaron Kayser auf seine alte: Der neue Center der Dresden Titans ist vor dem Wiedersehen mit den Fraport Skyliners Juniors am Sonnabend (18 Uhr, Margon-Arena) aber nicht sonderlich aufgeregt, wie er vorgibt. Cool war das Auftreten des 2,05 Meter großen Basketball-Recken bislang auch im Trikot der “Titanen”, denn gleich beim Pflichtspieldebüt gegen Karlsruhe (91:81) trumpfte der 21-Jährige aus Freyburg an der Unstrut groß auf, steuerte 16 Punkte zum Sieg seiner neuen Kameraden bei. Dass er bei der klaren 66:96-Niederlage in Gießen nicht daran anknüpfen konnte, lag an einer insgesamt mäßigen Leistung der Dresdner und wohl auch daran, dass Kayser weniger mitspielte: “Ich bin zweimal umgeknickt, da hat mich der Trainer rausgenommen und geschont.”

Anzeige

Guter Einstand gegen Karlsruhe

Nachwehen hat Kayser aber keine zu beklagen - und so kann er gegen die Frankfurter wieder in die Vollen gehen. Er hätte nichts dagegen, wenn es wieder so läuft wie im ersten Spiel, als er überragende 27 Assists von seinen Mitspielern erhielt und so allerhand in den Korb stopfte. Besondere Direktiven von Trainer Fabian Strauß habe er zuvor nicht erhalten: “Er hat einfach gesagt, dass ich mein Spiel spielen, Spaß auf dem Feld haben soll. Ich habe das gemacht, meine Mitspieler haben mich gut in Szene gesetzt.” Gegen seine ehemaligen Kollegen aus “Mainhattan” soll es wieder so laufen. Besser in jedem Fall als in Gießen, wo nach zehn Minuten der Spielfaden bei den Dresdnern verloren ging: “Wir sind relativ solide gestartet, aber dann ging es komplett nach unten. Das lag ein bisschen an den Fouls: Georg Voigtmann, Max von der Wippel und ich hatten gleich drei Fouls, die anderen haben sehr lange Zeit klein gespielt - da haben wir als Team nicht ganz so gut gespielt”, so Kayser rückblickend.

Mehr zu den Dresden Titans

Nach dem Spiel sei darüber aber ausführlich diskutiert und entsprechend gearbeitet worden: “Wir haben das in der Trainingswoche alles verbessert. Ich denke, dass wir jetzt bereit sind für die Frankfurter”, berichtet Kayser. Er gehe das Spiel auch wie jedes andere an: “Es ist zwar cool, alte Bekannte wiederzusehen, aber ich spiele gegen sie wie gegen jeden anderen Gegner auch.” Viele Tipps habe er seinem neuen Trainer nicht geben können: “Viele Spieler der Frankfurter haben Doppelspielrecht, einige sind verletzt, deswegen kann ich sowieso nicht sagen, wer da nach Dresden mitkommt. Das wird eine Überraschung.” Aus seinen zwei Jahre in Frankfurt am Main hat Kayser selbst einiges mitgenommen: “Im Training mit Bundesliga-Profis habe ich sehr viel Erfahrung sammeln können, gelernt, wie man körperlich unter dem Korb spielt. Ich habe mich in Frankfurt körperlich und mental sehr weiterentwickelt.”

Wohngemeinschaft mit Bela Wenczel

In der Corona-Pause suchte er mit seinem Agenten dennoch eine Mannschaft, die ihm mehr Spielzeit garantieren konnte. “Da hat sich Dresden ganz gut angeboten, ,Fabo’ Strauß hat einen wie mich gesucht”, sagt der Center, der mit dem Berliner Neuzugang Bela Wenczel eine Wohnung im “Titans-Haus” nahe der Margon-Arena bezogen hat. In Elbflorenz kann er sich wie in Frankfurt ganz auf Basketball konzentrieren, fühlt sich in der neuen Truppe sehr wohl. Mit Wenczel kocht er gern, liest in der trainingsfreien Zeit gern Biographien von Influencern und Youtubern: “Ich bin viel in den sozialen Medien unterwegs”, erklärt er. Gern trifft er sich aber auch persönlich mit Freunden, was in der Corona-Pandemie jetzt aber kaum möglich ist.

Basketballerisch schaut sich Aaron Kayser gern was von Nationalspieler Daniel Barthel ab. Der 2,08 Meter große Heidelberger wechselte im Sommer von Bayern München zu Fenerbahce Istanbul: “Ich verfolge, was er macht, schaue mir seine Bewegungen an. Er ist auch ein Center, der wie ich nicht ganz so groß ist.” Dass man auch als “kleiner” Brettspieler erfolgreich sein kann, das soll nun auch der Dresdner Neuzugang wieder beweisen - am besten schon an diesem Sonnabend in der Margon-Arena. Bis zu 990 Fans dürfen mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand zuschauen, ob Kayser auch im zweiten Heimspiel wieder zweistellig punktet.