04. September 2020 / 18:19 Uhr

Kehrtwende offiziell: Lionel Messi bestätigt Barcelona-Verbleib, um Rechtsstreit zu vermeiden

Kehrtwende offiziell: Lionel Messi bestätigt Barcelona-Verbleib, um Rechtsstreit zu vermeiden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lionel Messi bleibt beim FC Barcelona.
Lionel Messi bleibt beim FC Barcelona. © imago images/Action Plus
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Lionel Messi bleibt wider Willen beim FC Barcelona. Der Klub hatte auf die Zahlung der im Vertrag festgeschriebenen Ablöse von 700 Millionen Euro bestanden. Und das war "unmöglich", betonte der Profi in einem Interview. Nächstes Jahr kann er den Verein ablösefrei verlassen.

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Jetzt ist es offiziell: Lionel Messi bleibt beim FC Barcelona. Der sechsmalige Weltfußballer ist mit seinem Vorhaben gescheitert, den Klub in diesem Sommer vor Ablauf seines Vertrages zu verlassen. Messi bestätigte am Freitag im Interview mit goal.com, dass er auch in der kommenden Saison für Barça spielen wird. In einem Jahr kann er aber den Verein ablösefrei verlassen. Vereinspräsident Josep Bartomeu habe ihm klargemacht, dass er jetzt nur bei Aktivierung der im Vertrag festgeschriebenen Ablöseklausel hätte wechseln können, sagte der 33-Jährige. Die beträgt nach Medienberichten 700 Millionen Euro. "Und das ist unmöglich", sagte Messi.

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"Die andere Option", so Messi im Interview, "war, dass ein Richter es klärt. Aber ich würde niemals gegen Barça vor Gericht ziehen, weil es der Klub ist, den ich liebe. Der mir alles gegeben hat, seit ich hierherkam. Es ist der Klub meines Lebens." Messi hatte in einem Einschreiben am 25. August den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er den Klub verlassen wolle. Messi berief sich auf eine Klausel in seinem Vertrag, die es ihm erlauben sollte, einseitig zu kündigen und sogar ablösefrei zu wechseln. Die Frist war jedoch zu diesem Zeitpunkt schon abgelaufen. Sein Vertrag gilt noch bis Ende Juni 2021.

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Der Verein machte von Beginn an klar, dass er den argentinischen Superstar nicht ziehen lassen wollte. Nur für die festgeschriebene Ablösesumme hätte er wechseln können. Als heißester Kandidat war Manchester City mit dem ehemaligen Barcelona-Trainer Pep Guardiola gehandelt worden. Messi selbst hatte sich seit dem desaströsen 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern am 14. August nicht mehr öffentlich geäußert. Sein Vater und Manager Jorge Messi (62) hatte die Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen geführt. Bei einem Treffen am Mittwoch mit Bartomeu war es zu keiner Annäherung gekommen.

Der argentinische Superstar spielt bereits seit seinem 14. Lebensjahr für die Katalanen. Seit seinem Pflichtspieldebüt im Oktober 2004 erzielte der Argentinier 444 Tore in 485 La-Liga-Partien, ist damit Rekord-Torschütze des Klubs. Seine weiteren Bestmarken: Während seiner Zeit in Barcelona gewann er sechsmal den Ballon d'Or und sechsmal die Auszeichnung zum FIFA-Weltfußballer des Jahres. Zudem holte er mit Barca unter anderem viermal den Titel in der Champions League und zehnmal die spanische Meisterschaft. In der vergangenen Saison blieb der FC Barcelona ohne Titel. Der neue Trainer Ronald Koeman hat Medienberichten zufolge bereits angekündigt, Messi nicht mehr die früheren Privilegien einräumen zu wollen.