15. Februar 2021 / 15:11 Uhr

Kein Durchatmen: So schlagen sich die Hannover Indians seit der Saison-Wiederaufnahme

Kein Durchatmen: So schlagen sich die Hannover Indians seit der Saison-Wiederaufnahme

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Keine Sorgen in der Offensive: Sogar Thomas Pape (mitte) traf gegen Diez-Limburg.
Keine Sorgen in der Offensive: Sogar Thomas Pape (mitte) traf gegen Diez-Limburg. © Debbie Jayne Kinsey
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Siebtes Spiel in 17 Tagen: Für die Indians geht es in der Eishockey-Oberliga mit der Partie bei den Icefighters Leipzig (Dienstag, 19 Uhr) weiter. Der SPORTBUZZER analysiert die Saison-Wiederaufnahme der Indians nach der Corona-Pause.

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Die Bilanz: Der ECH gewann Sonntag 7:3 gegen die EG Diez-Limburg und damit vier von sechs Spielen. Die Niederlagen kassierte man in Herford (0:8) nach indiskutabler und in Halle (4:6) nach guter Leistung. In der ungeraden und mittlerweile nach der Quotientenregel berechneten Tabelle ist der ECH Vierter. Die Form ist besser als vor der Pause, die den Indians angesichts von zuvor drei Niederlagen inklusive 18 Gegentoren nicht ungelegen kamen. „Mit Ausnahme des Herford-Spiels haben die Jungs jetzt einen super Job gemacht. In Halle waren wir in beiden Spielen sehr gut“, sagt Trainer Lenny Soccio.

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Die Torhüter: Beim 5:3-Sieg in Halle am vergangenen Dienstag überragte David Zabolotny. Nach einem Malheur im Training musste der Keeper aber angeschlagen zwei Spiele pausieren. Ersatzmann Lukas Schaffrath hatte Freitag in Halle einen schweren Stand, am Sonntag war er gegen Diez im zweiten und dritten Drittel aber ein starker Rückhalt. „Für Schaffi freut mich das. Es hat gezeigt, dass er eine Option ist“, sagt Soccio.

Bilder vom Eishockey-Oberligaspiel der Hannover Indians gegen EG Diez Limburg

Bilder vom Eishockey-Oberligaspiel der Hannover Indians gegen EG Diez Limburg Zur Galerie
Bilder vom Eishockey-Oberligaspiel der Hannover Indians gegen EG Diez Limburg ©

Die Abwehr: Noch immer kassiert man zu viele Tore, mindestens drei Stück waren es zuletzt immer. „Wir machen weiterhin zu leichte Fehler“, sagt der Coach. Ein Beispiel war das zwischenzeitliche 1:2 gegen Diez: Benedikt Jiranek will die Scheibe über die Bande klären, schießt aber Gegenspieler Konstantin Firsanov an und lädt ihn zum Torerfolg ein. Hoffnung macht die Leistung von Marcus Gretz. Der Dezember-Neuzugang zeigte Sonntag sein bislang bestes Spiel. Solide Abwehrarbeit, gute Checks und viele Offensivaktionen. „Bevor er zu uns kam, hatte er zehn Monate Pause. Nach ein paar Wochen mussten wir dann in Quarantäne. Marcus findet jetzt seinen Rhythmus“, sagt Soccio.

Der Angriff: Wenn schon Thomas Pape Tore schießt, dann muss man sich um die Offensive keine Sorgen machen. Pape, der auf dem Eis andere Aufgaben hat, war gegen Diez zum 6:2 erfolgreich. Wegen einer Verletzung von Michael Burns stellte Soccio die Reihen erneut um – und machte alles richtig. Die Kanadier Brett Bulmer und Parker Bowles spielten wieder zusammen und erzielten jeweils ein Tor. Zu den Routiniers Igor Bacek und Branislav Pohanka beorderte der Coach den jungen Ryan del Monte. Der 17-Jährige leistete Vorlagen zu allen drei Toren von Bacek – dem damit ein Hattrick gelang, Pohanka brachte ihm als Souvenir den Puck zur Bank. „Ryan hat die Chance genutzt, das sieht man als Trainer gern.“ Und nicht nur das. „Es ist ein Traum für einen Coach, wenn alle Reihen treffen.“


Der Protest: Beim Saison-Comeback traf der ECH bereits auf Diez (4:3). In Kürze will der DEB den Protest des Aufsteigers verhandeln. Das Schiedsrichter-Duo hatte einen EG-Spieler auf die Strafbank geschickt und ihn eine halbe Minute später zurück aufs Eis geholt. Dieser Irrtum kostete 30 Sekunden vom eigenen Powerplay, so die auf ein Wiederholungsspiel abzielende Diez-Begründung.