01. März 2018 / 17:44 Uhr

Kein Fußball auf Kreisebene: Richtige Entscheidung?

Kein Fußball auf Kreisebene: Richtige Entscheidung?

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Mike Schläger, Ralf Lengert, Max Döbbelin und Patrick Schramm (v.l.) in der Umfrage der Woche.
Mike Schläger, Ralf Lengert, Max Döbbelin und Patrick Schramm (v.l.) in der Umfrage der Woche. © Roland Möller/Stefan Peglow
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Der Fußballkreis Prignitz/Ruppin hat sich für eine Generalabsage für das kommende Wochenende entschieden. Richtig oder nicht? Der Sportbuzzer fragt nach.

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Der Fußballkreis Prignitz/Ruppin hat am Donnerstagmittag entschieden, alle Pflichtspiele der Frauen, Junioren, Altherren und Herren auf Kreisebene an diesem Wochenende (2. bis 4. März) abzusagen. Es brauchen somit keine Nachweise zur Platzsperre vom Rechtsträger eingereicht werden. Die Absage betrifft nur die Spiele, die auf Naturrasen gespielt werden sollten. Fußballspiele auf Kunstrasen sind von der Generalabsage nicht betroffen. Die Staffelleiter werden zeitnah die abgesagten Spiele terminieren.

Mike Schläger, Vorsitzender des Fußballkreises Prignitz/Ruppin: „Bei den aktuellen Bedingungen Fußball zu spielen ist grenzwertig und die Gesundheit der Sportler geht ohne Frage vor. Die Staffelleiter haben sich erkundigt und die meisten Plätze, auch in der Prignitz, sind nicht bespielbar. Es wird ja bis Sonntag nicht besser, deswegen war diese Entscheidung im Endeffekt nur logisch. Der gesamte Kreisoberliga-Spieltag, welcher nun ausfällt, wird auch wieder zusammenhängend angesetzt.“

Ralf Lengert, Trainer des Kreisoberligisten Blumenthal/Grabow: „Seit Sonntag, als sich Stefan Keiling auf dem Platz in Alt Ruppin am Meniskus verletzt hat, hat sich meine Meinung über Fußball bei solchen Bedingungen geändert. Die Verhältnisse auf den Plätzen der Region sind derzeit einfach gesundheitsgefährdend. Ich bin voll auf der Seite des Fußballkreises und empfinde die Generalabsage als vollkommen richtige Entscheidung. Unser Platz wäre am Sonntag auch nicht zu bespielen gewesen, denke ich.“

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Max Döbbelin, Torwart beim Kreisligisten TSV Wustrau: „Diese Entscheidung ist vollkommen richtig und auch nachvollziehbar. Unser Platz in Wustrau ist knüppelhart, dort zu spielen wäre für alle eine Zumutung. Man hat es schon im Trainingsbetrieb gemerkt. Viele rutschen schnell weg und wenn man zu einem Sprint ansetzt, kann jede Unebenheit zur Verletzung führen. Für mich als Torwart ist die Absage natürlich noch dankbarer. Es tut doch schon sehr weh, wenn man mit voller Wucht auf den Boden fällt.“

Patrick Schramm, Trainer des Kreisligisten Herzberger SV: „Ich bin glücklich, dass der Fußballkreis diese Entscheidung durchgesetzt hat. Die Platzverhältnisse geben derzeit kein Fußballspiel her. Das ist bei uns so und wird auch in Sieversdorf, wo wir am Sonntag gespielt hätten, auch so sein. Die Verletzungsgefahr ist aktuell nicht gering, weshalb ich im Training auch viele Laufeinheiten einbringen muss. Bis letzten Freitag hatten wir noch das Glück, die OSZ-Halle in Neuruppin zu benutzen. Das war ein Vorteil.“