23. März 2021 / 16:14 Uhr

Kein Inzidenz-Wirrwarr mehr für Sachsens Nachwuchssportler: Training wird erleichtert

Kein Inzidenz-Wirrwarr mehr für Sachsens Nachwuchssportler: Training wird erleichtert

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Erstes Fußballtraining im Nachwuchsbereich des SV Lok Engelsdorf seit Beginn des Lockdowns im Herbst 2020. Die U9 Mannschaft von Trainer Axel Mönchen ist eine der ersten Teams, die am 12.03.2021 auf dem neuen Kunstrasenplatz trainieren.
Der SV Lok Engelsdorf gehört zu den Clubs, die das Training frühzeitig wieder aufnahmen. © Christian Modla
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Sachsen will das Hin und Her von Öffnen und Schließen für das Nachwuchstraining auf Außensportanlagen beenden. Die neue Corona-Schutz-Verordnung, die am 1. April in Kraft tritt, soll solche Übungseinheiten künftig auch dann gestatten, wenn eine Sieben-Tages-Inzidenz von 100 überschritten wird.

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Leipzig. Mitten in den Diskussionen um den Oster-Lockdown, Kontaktbeschränkungen und mehr hielt Sachsens Landesregierung am Dienstag für die Nachwuchssportler des Landes eine mehr als positive Nachricht bereit. Denn das Training für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren auf Außensportanlagen soll künftig unabhängig von der Sieben-Tages-Inzidenz möglich sein. Das erklärte Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag im Rahmen der Kabinettspressekonferenz. Demnach wird die gerade im Entwurf befindliche Corona-Schutz-Verordnung im Freistaat entsprechend abgeändert. Die neuen Regelungen sollen zum 1. April in Kraft treten und betreffen auch den altersunabhängigen Individualsport allein oder zu zweit im Freien.

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Warum das so gute Nachrichten sind? In der aktuell gültigen Verordnung war das Nachwuchstraining für die beschriebene Altersgruppe an die Inzidenz geknüpft. Stieg die in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, waren keine gemeinsamen Übungseinheiten mehr möglich. Auf diese Weise musste beispielsweise in Nordsachsen das gemeinsame Training bereits wieder eingestellt werden. In der Stadt Leipzig dagegen durfte weiterhin losgelegt werden. Am Dienstag betrug die Inzidenz hier laut Robert-Koch-Institut 84,1. Dieses Hin und Her hat nun ein Ende.

"Wir wollen Planungssicherheit schaffen", betonte Köpping, die auf Nachfrage auch noch einmal erklärte, dass für das kontaktfreie Freiluft-Training von Kindern und Jugendlichen in Gruppen bis zu 20 Personen weiterhin keine Testpflicht vorgesehen sei, auch dann nicht, wenn die Inzidenz über 100 steigt. In diesem Punkt hatte es zuletzt bei vielen Vereinen Unsicherheiten gegeben. Einige Clubs haben das Training deshalb bisher auch noch nicht aufgenommen.