24. Februar 2020 / 17:18 Uhr

Kein Mumm, keine Punkte: HC Neuruppin unterliegt Grün-Weiß Werder II

Kein Mumm, keine Punkte: HC Neuruppin unterliegt Grün-Weiß Werder II

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Die acht Tore von HCN-Routinier Ireneusz Kaczmarczyk waren für die Hausherren nicht genug.
Die acht Tore von HCN-Routinier Ireneusz Kaczmarczyk waren für die Hausherren nicht genug. © Dirk Becker
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Handball-Verbandsliga Nord: Die Schützlinge von Trainer Michael Drefahl müssen sich der Oberliga-Reserve aus der Blütenstadt geschlagen geben.

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Handball-Verbandsliga Nord: HC Neuruppin – Grün-Weiß Werder II 23:24 (12:13).

Eine Reaktion hatte Trainer Michael Drefahl nach der desaströsen zweiten Halbzeit vor Wochenfrist beim MTV Altlandsberg II, als der HC Neuruppin letztlich mit 14:26 unterging, eingefordert. Eben jene zeigten die Fontanestädter aber kaum. „Ich habe mir etwas anderes vorgestellt und gewünscht“, erklärte der HCN-Coach am späten Sonntagnachmittag. Kurz zuvor mussten sich seine Schützlinge im Sportcenter der Oberliga-Reserve des HV Grün-Weiß Werder mit 23:24 (12:13) geschlagen geben.

In Bildern: HC Neuruppin verliert im Sportcenter gegen Werder-Reserve.

Im Verfolgerduell - der Vierte traf auf den Fünften - behalten die Gäste mit 24:23 (13:12) knapp die Oberhand und entführen zwei Zähler aus dem Sportcenter. Ronny Lowens war mit elf Treffern erfolgreichster Werfer. Zur Galerie
Im Verfolgerduell - der Vierte traf auf den Fünften - behalten die Gäste mit 24:23 (13:12) knapp die Oberhand und entführen zwei Zähler aus dem Sportcenter. Ronny Lowens war mit elf Treffern erfolgreichster Werfer. © Dirk Becker

Eine absolut vermeidbare Niederlage, wie Drefahl resümierte: „Uns hat die körperliche Spannung gefehlt, vor allem im ersten Durchgang haben wir auch zu viele einfache Würfe liegen gelassen.“ Zwar trafen die Neuruppiner Handballer insgesamt sechsmal zum Ausgleich, in Führung ging man aber in den gesamten 60 Minuten nicht einmal. „Uns hat der letzte Mumm, die letzte Energie gefehlt“, kritisierte Michael Drefahl nach der Partie, in welcher Grün-Weiß-Akteur Ronny Lowens mit elf Toren – alle vom Siebenmeterpunkt – treffsicherster Spieler war. „Er macht elf von zwölf vom Punkt, das ist wirklich stark“, lobte der gegnerische Trainer, „ob man wirklich alle geben muss, darüber lässt sich streiten. Grundsätzlich haben wir Werder aber zu weit rankommen lassen, waren in diesen Situationen nicht aggressiv genug“.

Beim HCN gingen neben Routinier Ireneusz Kaczmarczyk (acht Tore) auch die Jungspunde wieder voran – Till Winkelmann traf sechsfach, Marten Bukowski viermal. Dennoch blieb ein Punktgewinn des Tabellenvierten gegen den direkten Verfolger, welcher auf Rang fünf liegt, aus. Daran war man laut Trainer Michael Drefahl aber auch selbst Schuld: „Den letzten Angriff spielen wir dem siebten Feldspieler. Anstatt den freien Mann zu suchen, schließen wir zu früh ab, obwohl das Anspiel möglich war. Dieses Ergebnis ist ärgerlich, aber auch nicht unverdient. Ein Sieg wäre im Kampf um Platz vier und für die Moral wichtig gewesen. Die nächsten Wochen werden nicht einfach.“