10. August 2019 / 09:41 Uhr

Kein Selbstläufer: VfL Osnabrück will RB Leipzig im Hexenkessel „Bremer Brücke" ärgern

Kein Selbstläufer: VfL Osnabrück will RB Leipzig im Hexenkessel „Bremer Brücke" ärgern

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
Die Fans bejubeln am 20. April 2019 den Aufstieg in Liga 2. Auch am Sonntag wird ein Hexenkessel erwartet. 
Die Fans bejubeln am 20. April 2019 den Aufstieg in Liga 2. Auch am Sonntag wird ein Hexenkessel erwartet.  © Getty Images
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RB Leipzig trifft am Sonntag in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den VfL Osnabrück. Der Zweitliga-Aufsteiger hat einen alten Bekannten von Julian Nagelsmann als Trainer und mit den Roten Bullen noch eine Rechnung offen.

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Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig ging in die Geschichte des DFB-Pokals ein: Vor genau vier Jahren wurde Schiedsrichter Martin Petersen in der 71. Minute beim Stand von 1:0 für den VfL von einem Feuerzeug am Kopf getroffen. Die Erstrundenpartie musste abgebrochen werden und der ambitionierte Zweitligist aus Sachsen zog nach einem 2:0-Sieg am Grünen Tisch in die zweite Runde ein, scheiterte dort mit 0:3 an Unterhaching.

Während bei RB mit Willi Orban, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg, Stefan Ilsanker, Diego Demme, Lukas Klostermann und Yussuf Poulsen noch sieben Profis aus dem Skandalspiel bis heute im Kader stehen, schnürt nur Marcos Álvarez immer noch die Schuhe für den VfL Osnabrück. In der zurückliegenden Saison war der 27-jährige Stürmer mit elf Treffern Toptorschütze der Lila-Weißen und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Osnabrück nach acht Jahren Abstinenz in die zweite Liga aufgestiegen ist.

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Guter Saisonstart

Dass Coach Daniel Thioune, der Osnabrücker, vom Scheitel bis zur Sohle ist, als Spieler 170 Spiele und 65 Tore für das Team von der Bremer Brücke machte und seit November 2017 an der Seitenlinie steht, seine Mannschaft so souverän in die zweithöchste deutsche Spielklasse führen würde, war nach Platz 17 in der Vorsaison und dem nur knapp verpassten Abstieg nicht zu erwarten.

Doch Thioune ist es gelungen aus weitgehend unbekannten Namen ein ausgeglichenes Team zusammenzuschweißen, das für die Gegner nicht nur schwer berechenbar, sondern auch schwer zu bespielen ist. In der Liga gab es nach einer unglücklichen 1:3-Heimspielniederlage zum Auftakt gegen Heidenheim, am vergangenen Wochenende gegen Sandhausen den ersten Saisonsieg.Thioune setzt auf schnelles Umschaltspiel und eine stabile Defensive – der VfL hatte in der vergangenen Drittliga-Saison die mit 31 Toren die wenigsten Gegentreffer.

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Keine gravierenden Abgänge

Groß scheint der Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison nicht sein. In der bisherigen Transferperiode mussten die Niedersachsen noch keine gravierenden Abgänge von Stammkräften kompensieren, auch wenn mit dem Karriereende der beiden Routiniers Alexander Dercho und Tim Danneberg Erfahrung verloren ging.

Weil das VfL-Team ansonsten eingespielt ist, stellt sich Leipzigs neuer Coach Julian Nagelsmann, mit dem Thioune übrigens gemeinsam den Fußballlehrer-Lehrgang absolvierte, auf einen disziplinierten und taktisch variablen Kontrahenten ein: "Wir werden nicht über 90 Minuten den gleichen Spielstil sehen. Sie werden es variabel versuche, auch mal pressen, aber auch mal tief stehen und auf Fehler von uns zu lauern."

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Hexenkessel erwartet

Doch nicht nur die bis in die Haarspitzen motivierte Osnabrücker Spieler könnten bei Nagelsmanns Pflichtspieldebüt zur Stolperfalle werden: Das Stadion Bremer Brücke gilt als Hexenkessel. Zumal RB mit Blick auf das letzte Aufeinandertreffen vor vier Jahren ein besonders feuriger Empfang erwarten dürfte.

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