25. Oktober 2020 / 19:08 Uhr

Kein Tor bis zur 83. Minute: Lafferdes Mücke und Paul treffen spät zum Sieg in Woltwiesche

Kein Tor bis zur 83. Minute: Lafferdes Mücke und Paul treffen spät zum Sieg in Woltwiesche

Moritz Speer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Lafferdes Sebastian Staats (Nr. 7) und Henrik Mücke (Nr. 19) sind sich ein wenig uneinig. Doch letztlich gewann die Teutonia bei Nachbar Viktoria Woltwiesche mit Marcel Mach (in Blau) mit 3:0. Es war der erste Sieg der Lafferder in der Bezirksliga.
Lafferdes Sebastian Staats (Nr. 7) und Henrik Mücke (Nr. 19) sind sich ein wenig uneinig. Doch letztlich gewann die Teutonia bei Nachbar Viktoria Woltwiesche mit Marcel Mach (in Blau) mit 3:0. Es war der erste Sieg der Lafferder in der Bezirksliga. © Isabell Massel
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Bis zur Schlussphase war es ein torloses Duell zwischen Viktoria Woltwiesche und Teutonia Groß Lafferde in der Bezirksliga 2B. Doch nach einem Platzverweis geriet Woltwiesche immer mehr in Bedrängnis. Henrik Mücke und der eingewechselte Tim Paul sorgten für den späten 3:0-Sieg.

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Vor dem Spiel zwischen Woltwiesche und Groß Lafferde war bei beiden Teams schon ordentlich Druck auf dem Kessel. Denn sowohl die Viktoria als auch die Teutonen haben ihre ersten beiden Saisonspiele verloren. Dementsprechend umkämpft ging es von der ersten bis zur letzten Minute zu – mit dem besseren Ende für Groß Lafferde. Das Team von Oliver Hilger setzte sich letztendlich deutlich mit 3:0 durch.

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SV Viktoria Woltwiesche – SV Teutonia Groß Lafferde 0:3 (0:0). Nach so einem klaren Ergebnis sah es über die meiste Zeit des Spiels allerdings nicht aus. Die Teutonen waren zwar von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, doch die ganz großen Torchancen fehlten – auch weil Woltwiesche gut verteidigte. Nach 35 Minuten vergab Simon Loock sogar die große Chance, die Viktoria in Führung zu bringen. „Wenn wir da das Tor machen, läuft das Spiel vielleicht anders“, haderte Woltwiesches Trainer Jerome Kuhlmann. So blieb es zur Pause beim 0:0, die Highlights sollten im zweiten Durchgang folgen.

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Nach dem Wiederanpfiff spielte Woltwiesche plötzlich stark auf, drängte den Gegner tief in die eigene Hälfte und erarbeitete sich auch Torchancen. Das einzige Manko: Der Ball wollte einfach nicht rein. „Wir waren nach der Pause die klar bessere Mannschaft“, sagte Kuhlmann. Auch sein Gegenüber Oliver Hilger erkannte die Überlegenheit der Woltwiescher zu Beginn der zweiten Halbzeit an: „Die ersten 20 Minuten waren schlecht von uns.“

Tim Paul bringt die Entscheidung

Doch je weiter die Partie fortschritt, desto besser fanden die Teutonen zurück ins Spiel. Vor allem die Einwechslung von Tim Paul nach gut 70 Minuten brachte neuen Schwung ins Lafferder Spiel. Als die Viktoria rund zehn Minuten vor dem Ende – noch immer stand es 0:0 – auch noch eine Gelb-Rote Karte gegen Timo Eckert hinnehmen musste, zog Groß Lafferde das Spiel endgültig auf seine Seite.

Zunächst traf Henrik Mücke nach einer Einzelleistung zum 1:0 (83.), dann folgte der Auftritt vom eingewechselten Tim Paul. Mit einem Doppelpack (86., 89.) besorgte er die Entscheidung quasi im Alleingang. „Tim war heute ein entscheidender Faktor“, lobte Hilger. Auch Woltwiesches Trainer Jerome Kuhlmann hatte für Paul nur lobende Worte übrig: „Er hat nach seiner Einwechslung den Unterschied gemacht. Das ist die individuelle Qualität, die uns vielleicht ein bisschen fehlt.“

Trotz der dritten Niederlage im dritten Spiel könne Kuhlmann seiner Mannschaft „keinen Vorwurf machen. Mit zehn Mann war es am Ende sehr schwer, wir haben aber eine gute Moral gezeigt“, meinte Kuhlmann. Groß war die Freude bei Lafferdes Coach Hilger: „Das war ganz wichtig. Wir sind alle unglaublich froh, dass wir den Bock umgestoßen haben.“

Woltwiesche: Ebeling – Huczala, Herberg, Loock, Bremer (25. Lübke), Peschelt, Mach (55. Arslan), Bünger, Kudlek (58. S. Bruns), Steinert, Eckert.

Groß Lafferde: Stark – J. Paul, S. Staats (80. A Staats), Tigranyan, Rode, Röcken, Neumann, Harms, Nimke (70. T. Paul), Burgdorf, H. Mücke.

Tore: 0:1 H. Mücke (84.), 0:2, 0:3 T. Paul (85., 89.).