01. März 2019 / 17:07 Uhr

Kein Traum-Sturm-Duo für den FC Verden 04

Kein Traum-Sturm-Duo für den FC Verden 04

Patrick Hilmes
Weser-Kurier
SPORT / Fussball / Bezirksliga: FC Verden - ATS Scharmbeckstotel:
MAXIMILIAN SCHULWITZ (Verden)
FOTO: Bjšrn Hake
Für Maximilian Schulwitz ist die Saison bereits nach zwei Trainingseinheiten in der Winterpause beendet gewesen, nachdem er erneut auf die lädierte Schulter fiel. © Björn Hake
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Der Landesligist hat eine schwierige Vorbereitung hinter sich, in der er Maximilian Schulwitz verlor / Sonntag beim SV Eintracht Lüneburg zu Gast

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Thomas Celik und Maximilian Schulwitz. So einigen Fußball-Trainern der Region dürfte bei diesen Namen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Diese beiden Namen im Einklang, das garantiert quasi Tore en masse. Beide laufen für den FC Verden 04 auf, beide werden das jedoch in der laufenden Saison nicht mehr gemeinsam tun. Als die Domstädter im Winter Celik vom Oberligisten TB Uphusen zu sich locken konnten, war die Hoffnung groß, das Traum-Sturm-Duo aufbieten zu können. Doch in der Vorbereitung wurde diese Hoffnung zerstört, denn für Maximilian Schulwitz ist die Saison bereits beendet.

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Schulwitz, der in der Aufstiegssaison noch die Bezirksliga mit 46 Toren kaputt geschossen hatte, fehlte bereits beinahe die gesamte Hinrunde verletzungsbedingt. Nach einem Kahnbeinbruch ließ sich der Sturmtank im November an der Schulter operieren. Davon war Schulwitz gerade genesen und hatte bereits die ersten beiden Trainingseinheiten absolviert, da rutschte er zu Hause aus und fiel auf die lädierte Schulter. Die Folge: Alles beging von vorne. Schulwitz ist bereits operiert und muss nun erneut pausieren. "Das ist echt bitter. Der Junge tut mir leid, jetzt muss er diese Tortur nochmals durchstehen", zeigt Coach Sascha Lindhorst Mitgefühl.

Offensivprobleme

Maximilian Schulwitz steht stellvertretend dafür, warum der Verdener Trainer die Vorbereitung als suboptimal bezeichnet. "Sie war schwierig, da wir viele Verletzte und Kranke hatten und haben, somit waren wir auch oftmals wenige Leute beim Training", erzählt Sascha Lindhorst. Mittlerweile meldeten sich zwar einige Spieler zurück, im Vollbesitz ihrer kräfte sind sie mangels Trainingsrückstand aber noch nicht. Das gilt auch für Thomas Celik, der noch nicht auf seinem möglichen Level ist. Der Stürmer kam verletzt vom TBU zum FCV und absolvierte erst wenige Einheiten plus zwei Kurzeinsätze in Testspielen.

SPORT //  Fu§ball-Oberliga: TB Uphusen - MTV Gifhorn: 
Thomas Celik (TB Uphusen)
FOTO: Bjšrn Hake
Dabei sollte Schulwitz eigentlich mit Thomas Celik (hier noch im Trikot des TB Uphusen) ein Traum-Sturm-Duo bilden. © Björn Hake
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Testspiele, in denen wurde deutlich, warum man sich in Verden auf das Traum-Sturm-Duo gefreut hatte. Fünf Niederlagen standen in sechs Partien zu Buche. "Da hatte es sich gezeigt, dass wir vorne zu harmlos waren", hatte auch Lindhorst beobachtet, dem in dieser Phase die Alternativen ausgingen. Da Nick Zander ebenfalls drei Wochen krank war, musste der FCV-Coahch improvisieren und experimentieren. Eine Lösung hieß Patrick Zimmermann, der aber kein wirklicher Stoßstürmer, sondern eine hängende Spitze ist. "Zum Ende der Vorbereitung wurde es aber besser, da einige zurückkamen."

Nun steht mit der Partie gegen den SV Eintracht Lüneburg das erste Pflichtspiel des Jahres an. Lindhorst, der am System mit einer Spitze festhält und die 90 Minuten wohl zwischen Celik und Zander aufteilen wird, muss bis zur kommenden Saison auf sein Traum-Sturm-Duo verzichten – die Eintracht hingegen nicht. Auch Lüneburg hat sich im Winter namhaft verstärkt und kann nun neben 13-Tore-Mann David Mehl den regionalliga-erfahrenen Ali Moslehe aufbieten. "Das ist natürlich eine harte Nuss", kommentiert Lindhorst, der davon ausgeht, dass beide zusammen stürmen werden.

Eingeschüchtert ist der Coach aber nicht: "Wir freuen uns darauf, dass es losgeht. Ob es bereits reicht? Das werden wir sehen." Sascha Lindhorst ist etwas pessimistisch, da der Sturm nicht seine einzige Baustelle ist. Auch im Mittelfeld ist sich der Trainer noch unschlüssig, wer die Position neben Mirco Temp einnehmen wird. In der Vorbereitung hatte sich Jonathan Schmude hervorgetan, er muss in Partie Nummer eins aber eine Gelbsperre absitzen.

Dabei ist das erste Spiel gleich von großer Bedeutung, geht es verloren, droht ein Fehlstaert und somit das Abrutschen auf einen Abstiegsrang. Nach Lüneburg wartet Ligaprimus Celle auf den FCV. Und das Klassement ist in drei Klassen aufgeteilt: Oben trohnen Celle und Harsefeld, unten sind Winsen/Luhe und Ritterhude abgeschlagen, dazwischen geht es kuschelig zu. Verden will den Klassenerhalt, nicht auch der zweite Traum soll platzen.