01. Februar 2021 / 20:45 Uhr

Kein Winter-Zugang für Wolfsburg: Das gab's beim VfL bisher erst einmal

Kein Winter-Zugang für Wolfsburg: Das gab's beim VfL bisher erst einmal

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Laut Statistik: Der VfL Wolfsburg kommt zu 76 Prozent in die Champions League, für Manager Jörg Schmadtke wäre das ein Riesen-Erfolg.
Laut Statistik: Der VfL Wolfsburg kommt zu 76 Prozent in die Champions League, für Manager Jörg Schmadtke wäre das "ein Riesen-Erfolg". © Swen Pförtner/dpa
Anzeige

Der VfL Wolfsburg hat in diesem Winter vier Spieler abgegeben, aber keinen einzigen Neuen geholt. Jetzt ist das Transferfenster geschlossen.

Das Transferfenster ist geschlossen! Der VfL Wolfsburg hat im Winter vier Spieler abgegeben (drei verliehen, einen verkauft) - und keinen einzigen geholt. Dass das so kommen könnte, hatten Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer stets betont. Doch es ist erst das zweite Mal in der Bundesliga-Geschichte des Klubs, dass Anfang des Jahres kein neuer Spieler verpflichtet wurde.

Anzeige

In der Winterpause 2004/05 hatten der frisch installierte Neu-Manager Thomas Strunz und Trainer Erik Gerets auf Neuzugänge verzichtet, davor und danach blieb kein Wolfsburger Bundesliga-Winter ohne vermeintliche Verstärkungen. Im vergangenen Jahr hatte zunächst einiges darauf hingedeutet, dass ebenfalls kein Neuer kommt, doch kurz vorm Ende der Transferperiode holten die VfL-Verantwortlichen noch Marin Pongracic von RB Salzburg. In diesem Winter aber passierte nichts in Sachen Verpflichtungen, es gingen lediglich vier Profis. "Wir haben die Dinge gemacht, die wir für sinnvoll erachtet haben - das ist ganz gut", sagt Schmadtke.

Die besten VfL-Wintertransfers

Die besten Wintertransfers des VfL Zur Galerie
Die besten Wintertransfers des VfL ©

Generell war es in diesem Winter schwierig, Transfers abzuwickeln. Grund dafür ist die Corona-Krise und die damit einhergehende wirtschaftliche Unsicherheit. "Es ist schon kompliziert, weil wenig Geld im Markt ist und alle vorsichtig sind, weil niemand so recht weiß, wann und wie sich die Situation verändert", erklärt Schmadtke.

Anzeige

Dennoch sind vier Spieler anderweitig untergekommen, unter anderem wurde Yunus Malli kurz vor Ladenschluss an Trabzonspor verkauft. Der Spielmacher war im Winter 2017 für 12 Millionen Euro aus Mainz zum VfL gekommen, konnte in Wolfsburg aber nie wirklich überzeugen - war aber mit über 4 Millionen Euro Jahresgehalt einer der VfL-Top-Verdiener. Zudem verließen mit Omar Marmoush (St. Pauli, Leihe), Felix Klaus (Fortuna Düsseldorf, Leihe mit Kaufoption) und William (Schalke, Leihe) drei weitere Akteure den Klub, das Trio kann nun bei seinen neuen Arbeitgebern Spielpraxis sammeln.

Und das tun sie auch. William hatte beim 1:1 der Schalker in Bremen sein 20-minütiges Debüt gefeiert und kehrt mit den Königsblauen im Achtelfinale des DFB-Pokals schon am Mittwoch (18.30 Uhr, live auf Sport1) nach Wolfsburg zurück. Klaus stand bei Fortuna Düsseldorf in drei von vier Partien in der Startformation. Und Marmoush gehört bei St. Pauli derzeit zur Stammelf, der Ägypter schoss in sechs Spielen zwei Tore. Zu Letzterem sagt Schmadtke: "Wenn man die 2. Liga und den FC St. Pauli verfolgt, gehört Omar schon zu den auffälligeren Spielern. Ich hoffe, das bleibt so."