17. Juni 2019 / 07:41 Uhr

Das Warten geht weiter: Hannover 96 nach Kittel-Absage noch immer ohne Neuen

Das Warten geht weiter: Hannover 96 nach Kittel-Absage noch immer ohne Neuen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Keine Lust auf Hannover 96? Sonny Kittel schließt sich dem Hamburger SV an. Er kommt ablösefrei von Absteiger FC Ingolstadt 04.
Keine Lust auf Hannover 96? Sonny Kittel schließt sich dem Hamburger SV an. Er kommt ablösefrei von Absteiger FC Ingolstadt 04. © Armin Weigel/dpa
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Die Verantwortlichen strahlen Gelassenheit aus, die Fans werden spürbar unruhig: Hannover 96 hat im Gegensatz zur Konkurrenz noch immer keinen Zugang präsentiert. Auch Sonny Kittel wird nicht der erste Neue, der 26-Jährige geht zum Hamburger SV. Viele Personalien entpuppen sich als zu teuer für die Roten.

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Die Alarmstufe schaltet gerade um von Gelb auf Rot. Am heutigen Montag ist Trainingsbeginn – und noch im­mer hat Hannover 96 keinen neuen Spieler verpflichtet. Ideen gibt es viele, Jan Schlaudraff fliegt durch Eu­ro­pa und trifft sich mit Beratern, der neue Trainer Mirko Slomka unterstützt ihn.

Ablösefrei, und doch zu teuer

Aber es hilft nichts: 96 setzt die Ideen aus finanziellen Gründen nicht um. Der Hamburger SV schnappte 96 am Sonntag Sonny Kittel (26) weg, einen torgefährlichen Mittelfeldspieler, der aber trotz seiner Vergangenheit mit dem Ab­stieg in Ingolstadt zwar ablösefrei, aber trotzdem zu teuer war für 96. Kittel ist weg und 96 steht – mit Verlaub – blank da.

Es stellt sich die Frage, ob Hannover überhaupt noch ein Rivale des HSV, des VfB Stuttgart oder des 1. FC Nürnberg im Kampf um den Aufstieg ist. Ursprünglich sollte die neue 96-Mannschaft 21 Millionen Euro kosten – die Absteiger-Mannschaft hatte 46 Millionen Euro gekostet. Mit den 21 Millionen wäre 96 zumindest finanziell ein Favorit. Hamburg plant mit 23 Millionen, Köln stieg mit einer 24-Millionen-Truppe auf.

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Nun kündigte Slomka an: „Wir sind vermutlich nicht Zweiter oder Dritter in der sogenannten Budgettabelle, sondern eher Fünfter oder Sechster.“ In der Rangliste der bisher getätigten Transfers ist 96 aktuell jedenfalls Zweitligaletzter.

Simon Terodde als Königsidee

Slomka äußerte sich zu­ver­sicht­lich, dass bis zum Trainingslager in Stegersbach (4. bis 12. Juli) einige Neue da sind. Bis dahin vergehen nicht einmal drei Wo­chen. Schlaudraff bereitet ei­ni­ges vor. Der Düsseldorfer Sturm-Flop und frühere Kieler Toptorjäger Marvin Ducksch ist eine der vielen Ideen für den Sturm. Die Königsidee ist der Transfer des Kölners Simon Terodde – aber diese Idee hat auch ihren Preis. Und der ist für 96 viel zu hoch.

Wenn am Wochenende Saisonstart wäre: Das ist der aktuelle 96-Kader.

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Torwart: Ron-Robert Zieler ©
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Jede Lösung, die Schlaudraff und Slomka vorschlagen, hat irgendeinen Haken. Entweder sind die Kandidaten (wie Kittel) tendenzielle Verstärkungen, aber zu teuer – der nächste entsprechende Kandidat, der 96 durch die Lappen geht, könnte der Mittelfeldspieler Adrian Fein (20, Regensburg) werden –, oder die neuen Spieler wären bezahlbar, sind aber schon älter wie Ingolstadts Almog Cohen (30) oder haben sich bisher nicht richtig durchgesetzt wie Johannes Geis (25, zuletzt aber ordentlich in Köln) oder Gerrit Holtmann (24) in Mainz.

Abgang als nächste Personalie?

In der kommenden Woche, so heißt es intern, soll sich in der Kaderplanung etwas tun. Gut möglich, dass es sich dabei um Abgänge handelt. Miiko Albornoz (Penarol Montevideo?), Iver Fossum und Matthias Ostrzolek sollen die ersten Wechselkandidaten werden.

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