29. April 2022 / 11:40 Uhr

"Keine Angst" vor Ibrox: RB Leipzig will über Glasgow nach Sevilla

"Keine Angst" vor Ibrox: RB Leipzig will über Glasgow nach Sevilla

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am 5. Mai gastiert RB Leipzig im legendären Ibrox, wo schon ganz andere Vereine gescheitert sind. 
Am 5. Mai gastiert RB Leipzig im legendären Ibrox, wo schon ganz andere Vereine gescheitert sind.  © Getty Images
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Einen Tag früher als üblich wird RB Leipzig zum Halbfinal-Rückspiel der Europa League nach Glasgow zu den Rangers reisen. Die Sachsen sind nah dran am ersten Euro-Endspiel.

Leipzig. RB Leipzig trennen noch 90 Minuten vom ersten Europapokal-Finale. Womöglich sind es am Ende auch 120 Minuten und ein Elfmeterschießen, das Ziel heißt trotzdem Sevilla. In der andalusischen Stadt steigt am 18. Mai das Endspiel in der Europa League, dem sich RB Leipzig nach dem 1:0 im Halbfinal-Hinspiel gegen die Glasgow Rangers sehr nah fühlen darf. Der Trainer warnt dennoch vor zu viel Selbstsicherheit.

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Ist Leipzig reif für die Festung Ibrox? Ja, denn das hat die mittlerweile nicht mehr ganz so junge und ganz so unerfahrene Mannschaft mehrfach gezeigt. Zuletzt ließ man sich in Bergamo weder vor der krachend lauten Curva Nord noch von der enorm physischen Spielweise des Gegners aus dem Konzept bringen. "Es wird ein heißes Spiel. Aber wir haben in Bergamo und in San Sebastian schon gezeigt, dass wir ruhig bleiben können", sagte Kapitän Peter Gulacsi. Und Tedesco meinte zur Stimmung: "Wir schauen da nicht mit Angst, sondern mit Freude drauf. Das wird ein großes Vergnügen."

DURCHKLICKEN: Einige Bilder aus dem Hinspiel

Glücklich aber verdient: RB Leipzig setzt sich im Halbfinale der Europa League mit 1:0 durch und hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. Zur Galerie
Glücklich aber verdient: RB Leipzig setzt sich im Halbfinale der Europa League mit 1:0 durch und hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. ©

Was macht den Rangers Hoffnung? Der schottische Meister setzt ganz klar auf seine Heimbilanz. In der K.o.-Runde der Europa League hat man im legendären Ibrox-Stadion noch nicht verloren und zuletzt im Viertelfinale gegen Braga ein 0:1 aus dem Hinspiel noch in einen Sieg gedreht. "Ibrox wird uns eine Menge Energie geben" sagte Trainer Giovanni van Bronckhorst. "Wir haben schon oft Charakter gezeigt." Die Atmosphäre dürfte aber auch Tedesco gefallen, schließlich sagte er über die Atmosphäre im Hinspiel bei RTL+: "Von der Stimmung her war es heute... es gibt bessere Stimmungen, das sage ich Ihnen ganz ehrlich."

Wird das Spiel wieder ein Langweiler? Das zweite Duell sollte allein deshalb unterhaltsamer werden, weil die Rangers ein Tor schießen müssen. Man kann sich also nicht mit acht Mann um den eigenen Strafraum aufbauen und auf das Beste hoffen. "Irgendwann müssen sie kommen", meinte Tedesco, der zudem ein Leipziger Tor für das Weiterkommen voraussetzt: "Ich denke, wir werden dort treffen müssen. Die Rangers spielen einen einfachen Fußball mit langen Bällen, aber da kann immer etwas passieren. Das hat man gegen Dortmund gesehen."

Was ändert sich bei Leipzig? Die gesperrten Willi Orban, Mohamed Simakan und Spielmacher Kevin Kampl kehren zurück. Während die umgebaute Abwehr auch ohne die beiden Stamm-Verteidiger solide stand, wurde Kampl im Mittelfeld vermisst. Sein Vertreter Tyler Adams war zwar kämpferisch stark, gab dem Spiel aber nicht in dem Maße Struktur und Rhythmus, wie Kampl es normalerweise kann. Zudem dürfte Christopher Nkunku etwas tiefer agieren als im Hinspiel, wo seine Stärken in der zweiten Halbzeit zur Geltung kamen.

Was macht Leipzig vor dem Rückspiel anders? Angesichts des Bundesliga-Spielplans hat RB die Reisepläne angepasst. Nach dem Spiel am Montagabend in Gladbach bleibt man dort und fliegt schon am Dienstag nach Glasgow. Tedesco hofft da, von seinem einst für Celtic spielenden Co-Trainer Andreas Hinkel die Stadt gezeigt zu bekommen. "Da kann man sich ein paar Sachen anschauen, vielleicht einen Spaziergang durch die Stadt machen", sagte Tedesco.


Tom Bachmann