27. April 2021 / 07:47 Uhr

Rechtliche Schritte? Verhinderte Regionalliga-Aufsteiger wollen sich besprechen

Rechtliche Schritte? Verhinderte Regionalliga-Aufsteiger wollen sich besprechen

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Eine Liga aufwärts sollte es eigentlich für Paul Nieber (links) und seine Egestorfer gehen. Daraus wird Stand jetzt nichts.
Eine Liga aufwärts sollte es eigentlich für Paul Nieber (links) und seine Egestorfer gehen. Daraus wird Stand jetzt nichts. © deisterpics/Stefan Zwing
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Nach der Entscheidung des NFV, dass es keine Aufsteiger in die Regionalliga Nord gibt, ist die Enttäuschung bei sieben Oberligisten groß. Sie hatten sich Hoffnungen gemacht - und wollen sich jetzt besprechen, wie sie mit dieser Entscheidung umgehen. Rechtliche Schritte? Nicht ausgeschlossen.

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Das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) hat vor zwei Tagen mehrheitlich dafür votiert, Aufsteiger aus den vier Landesverbänden in die Regionalliga Nord nicht zuzulassen. Womit die Aufstiegshoffnungen der Oberligisten wie eine Seifenblase zerplatzt sind. Doch wie gehen sie damit um?

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Insgesamt sieben Vereine aus der 5. Liga – 1. FC Germania Egestorf/Langreder, SV Ramlingen/Ehlershausen und fünf Teams aus der parallelen Vorrundenstaffel – hatten bis zum 31. März die Lizenz für die Regionalliga Nord beantragt. Sieben Vereine, die nun bitter enttäuscht zurückgelassen wurden.

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„Uns ist bewusst“, wurde NFV-Präsident Günter Distelrath in der Mitteilung des Verbandes zitiert, „dass diese Beschlüsse vor allem für die potenziellen Aufsteiger eine harte Entscheidung darstellen. Es galt aber im Zusammenspiel aller norddeutschen Ober- und Regionalligen, auf Basis der rechtlichen Grundlagen verhältnismäßige und vor allem zumutbare Beschlüsse zu treffen.“ Das hätte man auch schon vor vier Wochen entscheiden können, sagt Egestorfs Trainer Paul Nieber sichtlich frustriert.

Besagte sieben Klubs hatten am 8. April sogar einen Brief an NFV-Präsident Günter Distelrath geschrieben, um ihr Aufstiegsinteresse zu bekunden. Auf eine Antwort warten sie bis heute. Noch in dieser Woche will das Septett im virtuellen Raum besprechen, wie sie mit der Entscheidung umgehen. Rechtliche Schritte? Nicht ausgeschlossen.

Lediglich fünf Spiele konnten die Frauen des TSV Limmer absolvieren. Da sie aber alle gewannen – mit einem Torverhältnis von 22:0 –, schauten auch sie nach oben. „Es war ein ständiges Hin und Her, bis zuletzt haben wir gehofft“, sagte TSV-Trainer Dennis Pannwitz. Der Blick geht nun nach vorn: „Der Kader bleibt zusammen. Unsere Ziele haben sich nicht verändert.“