22. Mai 2020 / 17:14 Uhr

Keine Aufstiegs-Relegation für den VfL Wolfsburg II! VfB Lübeck steigt auf

Keine Aufstiegs-Relegation für den VfL Wolfsburg II! VfB Lübeck steigt auf

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Thiams Idee: Eine Aufstiegsrelegation des VfL II gegen Lübeck.
Wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison in der Regionalliga aktiv sein: Der VfL Wolfsburg II und sein Sportlicher Leiter Pablo Thiam.
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Die Aufstiegs-Frage in der Regionalliga Nord scheint geklärt zu sein. Das NFV-Präsidium hat sich auf einer Video-Konferenz am Freitagnachmittag gegen eine Aufstiegs-Relegation zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem VfB Lübeck ausgesprochen. Damit steigt der VfB auf.

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Die knappe Mehrheit der Regionalliga-Klubs hatte sich vor Kurzem noch für eine Aufstiegs-Relegation in der Nord-Staffel ausgesprochen. Doch das NFV-Präsidium war anderer Meinung, lehnte den Vorschlag von Pablo Thiam, dem Sportlichen Leiter des VfL-Nachwuchses, einstimmig ab. Damit wird der VfB Lübeck in die 3. Liga aufsteigen - der VfL Wolfsburg II bleibt in der Regionalliga.

Ein klein wenig Hoffnung könnte noch bestehen: Denn bei der Entscheidung des NFV handelt es sich erst mal nur um eine Beschlussvorlage, die auf dem außerordentlichen Verbandstag zur Abstimmung eingereicht wird. Thiam sagt aber direkt: "Wir gehen davon aus, dass das durchgehen wird. Wir haben alles getan, was wir tun können. Wir gratulieren dem VfB Lübeck zum Aufstieg und werden da auch nicht nachtreten."

NFV-Präsident Günter Distelrath begründet die Entscheidung: „Der VfB Lübeck ist in allen Konstellationen der Tabelle an der Spitze, daher das klare Votum für den Aufstieg des VfB Lübeck."

Demnach sieht alles danach aus, als wenn die Regionalliga-Saison abgebrochen wird, die Quotientenregelung bestimmt den VfB Lübeck als Aufsteiger. Thiam: "Für unsere Jungs ist das sehr bitter. Wir sind nicht sportlich gescheitert. Es musste einige Opfer geben und wir sind eines davon - wir sind ein sportliches Opfer." Doch der Nachwuchs-Chef blickt auch schon voraus: "Wir müssen das akzeptieren und werden unseren Fokus ab jetzt auf die kommende Saison richten."

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Außerdem sieht der NFV-Vorschlag keine Absteiger vor - gleichzeitig plant der Verband mit fünf direkten Aufsteigern. Der Spielausschuss wird deshalb in den kommenden Tagen Lösungen erarbeiten, wie die Saison in der auf voraussichtlich 22 Teams aufgeblähte Regionalliga Nord aussehen kann. Thiam verrät: "Es kann sein, dass es einen anderen Modus gibt, dass es keine 21 Hin- und Rückspiele geben wird. Aber damit muss sich der Spielausschuss auseinandersetzen."

Für den VfLer ist hingegen klar, dass eine größere Liga zumindest für Wolfsburg kein Problem darstellt. "Wir sind sehr professionell aufgestellt. wir verkraften viele Spiele und englische Wochen", sagt Thiam, weist jedoch darauf hin: "Aber die kommenden Saison wird spät anfangen, viele Spiele sind abends unter Flutlicht, das kann für einige schwierig werden."