31. Mai 2020 / 22:00 Uhr

Keine Aussprache: Hertha-Boss Preetz will Thema Klinsmann "zu den Akten legen"

Keine Aussprache: Hertha-Boss Preetz will Thema Klinsmann "zu den Akten legen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Michael Preetz möchte mit dem Thema rund um Jürgen Klinsmann abschließen.
Michael Preetz möchte mit dem Thema rund um Jürgen Klinsmann abschließen. © imago images/Matthias Koch
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Hertha-Sportchef Michael Preetz plant nach der spektakulären Ära von Jürgen Klinsmann keine Aussprache mit dem Weltmeister. Der Ex-Profi sprach auch über "kommunikative Irritationen" mit dem ambitionierten Investor Lars Windhorst und den neuen Aufsichtsrat Jens Lehmann.

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Nach einer turbulenten Saison hat sich die Lage bei Hertha BSC seit dem Restart der Bundesliga merklich entspannt. Der neue Trainer Bruno Labbadia, im April als neuer Chefcoach der Berliner vorgestellt, hat die Abstiegsängste des ambitionierten Hauptstadtklubs zerstreut und nährt mit einem starken Auftakt und drei Siegen aus vier Spielen sogar Hoffnungen auf die Qualifikation zur Europa League. Fast vergessen sind die turbulenten Tage unter Jürgen Klinsmann, die mit einer unwürdigen Trennung endeten.

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Berlins Sportchef Michael Preetz möchte am liebsten gar nicht mehr an die Klinsmann-Zeit denken. "Wir haben dieses Thema so ordentlich aufgearbeitet, dass wir es zu den Akten legen können", sagte der Ex-Profi in der Sendung Sky90. Eine Aussprache mit dem Weltmeister, der nach nur zehn Spielen und einem zunächst sehr rosigen Beginn als Trainer aus dem Nichts seinen Rücktritt erklärte und dessen Erinnerungen an die kurze Berliner Ära später in Tagebuchform durch die Medien gingen, ist von Preetz ausdrücklich nicht vorgesehen: "Ich möchte aber nicht für alle Ewigkeiten ausschließen, dass es keine Begegnung geben wird."

Preetz räumt "kommunikative Irritationen" mit Investor Windhorst ein

Der 52-Jährige "kommunikative Irritationen" zu Beginn der Zusammenarbeit mit Investor Lars Windhorst eingeräumt. "Da geht es ja vor allen Dingen um das, was nach außen kolportiert wurde, wir haben diese Stichworte gerade gehört: Big City Club, Champions League, Deutsche Meisterschaft" sagte Preetz über die Zusammenarbeit des Bundesligisten mit Windhorst. Es habe zu Beginn "Geburtswehen" vor allem kommunikativer Art gegeben.

Es habe in der Sache aber "überhaupt keinen Dissens“ gegeben. "Wir möchten alle mit Hertha BSC weiter nach vorne kommen, wir möchten auch eines Tages internationalen Fußball in Berlin sehen, das muss das Ziel sein", sagte Preetz. "Es ging um das Tempo". Windhorst hat über seine Beteiligungsgesellschaft Tennor für 224 Millionen Euro 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben.

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Preetz lobt Austausch mit Lehmann und Kosicke

Preetz lobte den Austausch mit dem neuen Aufsichtsratsmitglied und Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann. "Das sind zwei Figuren, die im Fußball bekannt sind", sagte Preetz über Lehmann und Berater Marc Kosicke, der ebenfalls neu im Aufsichtsrat des Klubs ist. "Es wird darum gehen, dass wir miteinander einen Austausch haben und Qualität und Netzwerke der beiden zum Wohle von Hertha BSC nutzen. Uns alle eint ein Ziel, wir wollen Hertha BSC weiter nach oben bringen“"