09. März 2020 / 17:30 Uhr

Keine Berufung nach „Ungerechtigkeit“: Dynamo Dresden akzeptiert DFB-Urteil zur Darmstadt-Niederlage

Keine Berufung nach „Ungerechtigkeit“: Dynamo Dresden akzeptiert DFB-Urteil zur Darmstadt-Niederlage

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamofahne;
SG Dynamo Dresden - SV Darmstadt 98; Fußball; 2. Liga; Saison 2019/2020; 21. Spieltag; Rudolf-Harbig-Stadion; Dresden; 07. Februar 2020; Foto: Dennis Hetzschold
SGD- Sportgeschäftsführer Ralf Minge: „Es fällt mir als Verantwortlichem für den sportlichen Bereich schwer, diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren." © Dennis Hetzschold
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Die SG Dynamo Dresden verzichtet auf eine Berufung gegen die Wertung der 2:3-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt.

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Dresden. Dynamo Dresden verzichtet auf eine Berufung gegen die Wertung der 2:3-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt. Das teilte der Fußball-Zweitligist am Montagnachmittag mit - kurz vor Ablauf einer entsprechenden Frist zur Berufung vorm DFB-Bundesgericht. Damit bleibt das Ergebnis bestehen und die Zähler aus dieser Partie sind endgültig auf dem Punktekonto der Hessen.

Am 7. Februar 2020 hatten die Schwarz-Gelben die Begegnung gegen die Lilien verloren, in der es eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung gegeben hatte. Der Unparteiische Michael Bacher nahm ein Tor zum vermeintlichen 3:3-Ausgleich durch Patrick Schmidt (72.) aufgrund einer sehr fragwürdigen Abseitsposition von Jannis Nikolaou zurück. Die SGD hatte argumentiert, die Rücknahme sei nach Hinweis des Videoassistenten (VAR) regelwidrig erfolgt, was den Spielausgang maßgeblich beeinflusst habe.

DURCHKLICKEN: Bilder zum Spiel gegen die Lilien

Herber Rückschlag für Dynamo Dresden: Das Team von Trainer Markus Kauczinski unterlag dem SV Darmstadt 98 mit 2:3. Zur Galerie
Herber Rückschlag für Dynamo Dresden: Das Team von Trainer Markus Kauczinski unterlag dem SV Darmstadt 98 mit 2:3. ©
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Deutliches Verbesserungspotential

Allerdings hatte der Verein mit seinem Einspruch sowohl im erstinstanzlichen Einzelrichterverfahren als auch bei der am Montag der Vorwoche folgenden mündlichen Verhandlung beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) keinen Erfolg. „Es fällt mir als Verantwortlichem für den sportlichen Bereich schwer, diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren. Wir haben nach einem internen Abwägungsprozess entschieden, dass wir uns fortan wieder mit allen uns zur Verfügung stehenden Ressourcen auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren werden“, machte Ralf Minge klar.

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Gleichzeitig richtete der Sport-Geschäftsführer der SGD, die nach den beiden 2:1-Siegen in Regensburg und daheim gegen Erzgebirge Aue jüngst wieder im Aufwind ist, einen Appell an den DFB: „Die Anwendung des Videoassistenten und die Diskussion darüber werden uns auch in Zukunft im Fußball weiter begleiten. Wir sehen nach wie vor deutliches Verbesserungspotential und plädieren deshalb auch ganz klar an den Verband, dass das Eingreifen des VAR in Zukunft auch zum Schutz der Schiedsrichter auf dem Platz noch reibungsloser funktionieren muss und es dringend eine einheitliche Handhabung benötigt, die den Charakter unseres Sports so wenig wie möglich verändert.“

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