16. April 2020 / 15:22 Uhr

Keine Bundesliga: Dreifach-Papa Ginczek hat Spaß mit der Familie und ist heiß auf Tore

Keine Bundesliga: Dreifach-Papa Ginczek hat Spaß mit der Familie und ist heiß auf Tore

Engelbert Hensel und Jürgen Braun
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Ginczek.
Will nach seiner Rücken-OP wieder richtig fit werden: Daniel Ginczek bleibt auch in dieser schwierigen Zeit positiv. © imago/DeFodi
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Daniel Ginczek - er kann dem Spiel des VfL Wolfsburg so viel geben, aber in der Vergangenheit hatten Verletzungen den Stürmer immer wieder zurückgeworfen. Auch in dieser Fußball-Bundesliga-Saison war das so. Jetzt nutzt der Stürmer die Zeit, um wieder richtig fit zu werden.

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Fast die komplette Hinrunde raus wegen einer Rücken-OP, jetzt die Pause wegen der Corona-Pandemie – aber Daniel Ginczek bleibt positiv. Einerseits, weil er vor kurzem erneut Papa geworden ist und andererseits, weil der abschlussstarke Stürmer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg die Liga-Pause dafür nutzt, um wieder richtig fit zu werden.

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Rücken, Reha, Corona-Pause - natürlich hätten seine Kollegen und er gern weitergespielt. Aber das war eben wegen des grassierenden Virus nicht möglich, betont Ginczek und erklärt, warum er die Zwangspause „auch als Chance“ sieht. „Ich kann die Zeit jetzt nutzen, um einen Schritt nach vorn zu machen. Für mich ist es noch mal eine Phase, in der ich Kraft aufbauen, gewisse Übungen machen kann, die du vielleicht in englischen Wochen nicht machen kannst“, so Ginczek, der gleichwohl einräumt, dass die Zeit jetzt „nicht so einfach“ sei, „wenn du kein richtiges Ziel hast. Du gehst zum Training und weißt nicht, wann der Tag X ist.“ Der Tag, an dem die Liga wieder spielen darf, Anfang Mai soll es wieder losgehen. Ob es jedoch so kommt, ist noch völlig offen.

So läuft beim VfL das Training mit Abstand

Koordinationstraining im Kraftraum: John-Anthony Brooks. Zur Galerie
Koordinationstraining im Kraftraum: John-Anthony Brooks. ©

Gut: Sein Rücken bereite ihm keine Probleme mehr. „Da bin ich stabil geworden. Aber es hört nie auf. Ich muss weiterhin meine Stabi-Einheiten machen.“ Und diese speziellen Übungen für den Rücken kann der Ex-Stuttgarter auch zu Hause in seinem Gym absolvieren. „Das ist schon so ein kleines Garagen-Fitness-Studio, würde ich sagen“, so Wolfsburgs Nummer 33, die zurzeit beim Training mit Kleingruppen viel am Abschluss üben darf. „Das macht natürlich Spaß, wenn du als Stürmer Tore schießen kannst“, so der 29-Jährige, der nach der Corona-Pause auf einem ganz anderen Fitnesslevel sein dürfte.

Gibt es dann den besten Ginczek aller Zeiten? „Das weiß ich nicht.“ Aber er wolle alles dafür tun, um das zu erreichen. Aufgrund seiner vielen Verletzungen ist Ginczek womöglich jemand, der eben besser mit dieser Pause („Man muss das jetzt als Vorbereitung auf die nächste Saison sehen“) umgehen kann als viele seiner Kollegen.

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Wie die auch verbringt Ginni momentan viel Zeit mit der Familie, die Anfang April noch größer geworden ist: Via Instagram hatte er die Geburt seiner Tochter Fine Elise (kam in Wolfsburg zur Welt) verkündet. Den Post versah Ginczek mit dem Hashtag #mädchenpapa - und stellte ein Foto der kleinen Tochter dazu. Der Angreifer und Ehefrau Wiebke haben bereits zwei Töchter. Die Familienplanung sei jetzt „abgeschlossen. Sonst muss ich demnächst ein Mädchenteam anmelden, das ist nicht mein Ziel“, sagt der Stürmer grinsend.

Ginczek, gut gelaunt, spricht über den Familienhund (ein Rüde). „Den habe ich ich mir als Verstärkung geholt, weil ich ja schon wusste, dass es mit einem Jungen bei mir schwer wird…“ Der liebevolle Familienvater hat sich die Namen seiner Töchter (Lou Carlotta, Mali Ellen) auf den linken Arm tätowieren lassen, auch den seiner jüngsten Tochter werde er sich stechen lassen, wenn die Tattoo-Studios wieder öffnen.

"Ich hoffe auf ein positives Ende"

Ebenfalls nicht geöffnet haben zurzeit die Cafés. Er vermisse es, „bei schönem Wetter in einem Café zu sitzen und mal abschalten zu können. Ich glaube, das man aus dieser Situation auch lernt, wie wichtig die Gesundheit ist. Das weiß ich sowieso. Viele, die nie etwas hatten, wissen es nicht. Die lernen es jetzt zu schätzen, wenn man einen normalen Alltag hat“, so der VfL-Profi, der sich wünscht, dass die Welt in dieser schwierigen Zeit, noch mehr zusammenwächst, damit man nach der Pandemie sagen kann: „Wir haben das gemeistert, wir haben uns gegenseitig geholfen. Ich hoffe auf ein positives Ende.“