13. März 2021 / 17:50 Uhr

Keine Chance für Schalke 04: VfL Wolfsburg feiert 5:0-Erfolg

Keine Chance für Schalke 04: VfL Wolfsburg feiert 5:0-Erfolg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - FC Schalke 04
Während der VfL Wolfsburg (in Grün) über drei Punkte freut, geht die Talfahrt von Schalke 04 (weiße Trikots) immer weiter. © Roland Hermstein
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Erst passierte nicht viel, dann wurde es doch noch deutlich: Der VfL Wolfsburg untermauerte mit einem 5:0-(1:0)-Erfolg gegen Schalke 04 seinen Champions-League-Anspruch, für die Königsblauen wird der Abstieg immer wahrscheinlicher.

Der FC Schalke 04 ist dem Bundesliga-Abstieg wieder ein großes Stück näher gekommen. Im zweiten Spiel unter dem neuen Chefcoach Dimitrios Grammozis ging der abgeschlagene Tabellenletzte am Samstag mit 0:5 (0:1) beim VfL Wolfsburg unter, der VfL festigte mit dem Erfolg Champions-League-Platz drei.

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Das Zustandekommen des Wolfsburger Erfolgs zeigte deutlich, dass auch der vierte Trainerwechsel dieser Horrorsaison den sportlichen Absturz des einstigen Champions-League-Dauergastes nicht bremsen kann. Vorne spielten sich die Schalker erst beim Stand von 0:3 die erste Torchance heraus. Und hinten leitete ein skurriles Eigentor von Shkodran Mustafi in der 31. Minute die 17. Pleite im 25. Ligaspiel ein. Nach der Pause trafen dann auch noch Wout Weghorst (51.), Ridle Baku (58.), Josip Brekalo (64.) und Maximilian Philipp (79.) für die „Wölfe“. Die Schalker Fußballer wirken wie in einer Abwärtsspirale gefangen.

Bilder vom Spiel: VfL Wolfsburg - Schalke 04

Bilder vom Spiel: VfL Wolfsburg gegen Schalke 04

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Bilder vom Spiel: VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 © Roland Hermstein

Daran ändern vorerst auch die Bemühungen um eine Rückkehr von Ralf Rangnick nichts. Medienberichten zufolge wollen einflussreiche Kräfte aus Wirtschaft und Politik den ehemaligen Trainer im Sommer als neuen Sportvorstand und starken Mann des Traditionsclubs installieren. „Bild“ und „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichteten daraufhin am Samstag, dass es deshalb einen großen Streit im Aufsichtsrat gab, dessen amtierender Vorsitzender Jens Buchta offenbar eine Lösung mit dem Leipziger Sportdirektor Markus Krösche favorisiert.

Wer auch immer den sportlichen Neuaufbau in Angriff nehmen soll: Vor dem Wolfsburg-Spiel habe dies die Mannschaft „gar nicht“ beschäftigt, sagte Lizenzspieler-Koordinator Gerald Asamoah in einem Sky-Interview. Die Position des erst am 2. März verpflichteten Grammozis schwächen die Berichte um Rangnick und Krösche aber trotzdem, weil jetzt noch weniger klar ist als vorher, ob der 42-Jährige nur als Übergangs- oder als Zukunftslösung tätig ist.

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Dessen ungeachtet versuchte Grammozis auch in seinem zweiten Spiel, sein Team mit aktivem Coaching zu mehr Mut und weniger Passivität anzutreiben. Schalke spielte anfangs auch sehr engagiert und störte die behäbigen Wolfsburger früh. Schnell war aber auch klar: Wenn der Tabellendritte einmal das Tempo anzog, wurde es gleich gefährlich.

Einzelkritik: VfL Wolfsburg - Schalke 04

<b>Koen Casteels</b>: Wurde selten gefordert, aber wenn, dann war die Nummer 1 zur Stelle. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Wurde selten gefordert, aber wenn, dann war die Nummer 1 zur Stelle. Note: 3 ©

Ein frühes Kopfballtor von Josuha Guilavogui (15.) wurde nur deshalb nicht gegeben, weil der Ball kurz vor der Torlinie dem im Abseits stehenden Admir Mehmedi auf den Fuß fiel. Das Glück, das die Schalker in dieser Szene hatten, war aber nur eine Viertelstunde später schon wieder aufgebraucht: Guilavogui wollte im Strafraum Mehmedi anspielen, der Schalker Malick Thiaw ging dazwischen, lenkte den Ball aber so an den Kopf von Mustafi, dass er von dort aus ins eigene Tor flog. Ein Treffer, der zu dieser völlig verkorksten Saison passt - und der dem Tabellenletzten auch noch jeden Mut nahm.

In die Halbzeitpause retteten sich die Schalker noch ohne zweiten Gegentreffer. Nach der Pause dauerte es aber nicht einmal 15 Minuten, bis diese Partie entschieden war. Die Wolfsburger schienen einen solchen Aufbaugegner gebraucht zu haben. Denn nach den beiden Niederlagen in Leipzig (Pokal) und Hoffenheim (Bundesliga) fanden sie am Samstag nur schwer ins Spiel. Nach dem 2:0 allerdings fraßen die „Wölfe“ die harmlosen Schalker geradezu auf.

dpa

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