24. November 2021 / 15:01 Uhr

Keine Derbys mehr: Hämelerwald könnte 144-Kilometer-Fahrt erwarten

Keine Derbys mehr: Hämelerwald könnte 144-Kilometer-Fahrt erwarten

Nico Schwieger
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der TSV Sievershausen (blaue Trikots) und die Adler Hämelerwald (schwarze Trikots) kämpfen im neuen Jahr gegen den Abstieg.
Der TSV Sievershausen (blaue Trikots) und die Adler Hämelerwald (schwarze Trikots) kämpfen im neuen Jahr gegen den Abstieg. © Ralf Büchler
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Der eine oder andere wilde Ritt ist dabei: In der Abstiegsrunde der Bezirksliga Hannover müssen die Adler Hämelerwald im neuen Jahr zum Beispiel 144 Kilometer nach Stuhr fahren – zumindest, wenn sie dort auswärts ranmüssen. Auch Sievershausen und Dollbergen haben weitgehend unbekannte Gegner.

Die hannoverschen Bezirksligisten an der Peiner Landkreisgrenze haben die Vorrunde der Saison auf den letzten drei Plätzen abgeschlossen. Für den TSV 03 Sievershausen, den TSV Dollbergen und die SV Adler Hämelerwald geht es somit im kommenden Jahr in die Abstiegsrunde.

„Ich bin zufrieden mit dem bisherigen Verlauf“, sagt Sievershausens Trainer Matthias Salzmann, dessen Mannschaft mit Platz sechs noch am besten abschloss. „Ich freue mich, dass wir Dollbergen und Hämelerwald hinter uns lassen konnten.“ Im Laufe der Vorrunde habe er beobachtet, wie sich seine Akteure von „Schönspielern“ zu „Kämpfern“ entwickelt hätten. „Das war auch nötig, da wir arg mit Verletzungen zu kämpfen hatten“, betont er.

Lars Bischoff, Trainer der Dollberger, freut sich über die Entwicklung seines jungen Teams. „Am Anfang mussten wir uns noch finden und sind immer besser reingekommen“, erklärt er. Das habe sich auch nach und nach auf dem Punktekonto bemerkbar gemacht. Ärgerlich findet der Coach des Tabellensiebten die hohen Niederlagen gegen 06 Lehrte (1:5) und Sehnde (0:6) zum Ende der Vorrunde: „Das spiegelt leider nicht das wider, was wir uns über die Monate erarbeitet haben.“

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Für Peter Wedemeyer ist das Highlight der Vorrunde einfach zu bestimmen: der 4:2-Derbysieg in Sievershausen. Ansonsten hätte es die eine oder andere Entwicklung gegeben, viel mehr Positives kann der Hämelerwalder Coach aber nicht nennen. „Da muss man einfach ehrlich sein“, betont er. Wedemeyer und sein Team würden sich ab nächstem Jahr vollkommen auf die Abstiegsrunde konzentrieren.

Für diese gab der NFV-Bezirk Hannover am Dienstag die Staffeleinteilungen bekannt. Wie zuvor angekündigt, werden Teams, die in der Vorrunde schon aufeinandergetroffen sind, nicht erneut gegeneinander spielen. Das bedeutet keine Derbyliga mehr wie in der Vorrunde, sondern weite Auswärtsfahrten.

Sievershausen bekommt es mit TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, SG Diepholz, TSV Godshorn II, HSC Hannover II, TuS Davenstedt, SV Bavenstedt II, TuSpo Grünenplan und TSV Holenberg zu tun. „Da sind völlig unbekannte Mannschaften dabei. Ich bin gespannt, wie hoch die Qualität ist“, sagt Salzmann.


Bischoff gibt sich kämpferisch: „Für unsere junge, talentierte Mannschaft ändert sich durch die unbekannten Gegner nichts. Wir sind krasser Außenseiter und wollen überraschen.“ Dollbergen muss gegen TSV Bassum, TuS Drakenburg, TSV Algesdorf, TuS Mecklenheide, VfL Eintracht Hannover, SV Iraklis Hellas, TuS Hasede, VfR Ochtersum und TSV Nettelrede spielen.

Für Hämelerwald stehen Spiele gegen TV Stuhr, TuS Wagenfeld, VfL Bückeburg II, TSV Mühlenfeld, SV Croatia Hannover, SV Gehrden, SC Drispenstedt, SV BW Neuhof und FC Stadtoldendorf auf dem Programm. Nach Stuhr bei Bremen sind es von Hämelerwald aus 144 Kilometer.

In jeder Staffel spielen die Teams nur einmal gegeneinander. Aufgrund der Platzierungen in der Vorrunde haben Dollbergen und Hämelerwald fünf Auswärtsspiele und vier Heimspiele. Sievershausen spielt in einer 9er-Staffel. Die Runde startet im März, einen genauen Spielplan gibt es noch nicht. Die schlechtesten vier Teams aus jeder Staffel steigen ab, in der Staffel des TSV 03 Sievershausen sind es nur drei.