22. September 2021 / 22:16 Uhr

Keine Kaufpflicht bei Brekalo, aber Turin tendiert beim Ex-Wolfsburger trotzdem zum Kauf

Keine Kaufpflicht bei Brekalo, aber Turin tendiert beim Ex-Wolfsburger trotzdem zum Kauf

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vom VfL Wolfsburg zum FC Turin: Josip Brekalo.
Vom VfL Wolfsburg zum FC Turin: Josip Brekalo.
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In seinem ersten Spiel für den FC Turin machte es Josip Brekalo gut. Der VfL Wolfsburg kann für den verliehenen Kroaten eine Ablöse im zweistelligen Bereich kassieren. 

Er wurde noch im Pokal (Torvorlage) in Münster und in der Liga im Duell mit Hertha BSC (ebenfalls eine Torvorlage) eingewechselt, aber am 31. August um kurz vor 20 Uhr war der VfL für Josip Brekalo Geschichte. Der Flügelspieler, der unbedingt weg wollte, wurde zum FC Turin in die Serie A verliehen. Für ein Jahr – und die Turiner sollen bereits signalisiert haben, dass sie Wolfsburgs ehemalige Nummer 7 im nächsten Jahr fest verpflichten wollen.

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Am vergangenen Freitag war es so weit, da spielte Brekalo erstmals für seinen neuen Klub, beim 1:0 bei US Sassuolo hatte er 76 Minuten auf dem Platz gestanden, als Sturmpartner von Antonio Sanabria. Und Brekalo wusste dabei durchaus zu gefallen, er konnte sich einige Male in Szene setzen, ein Treffer gelang ihm jedoch nicht, er hatte Pech mit einem Pfostentreffer. In der 76. Minute war dann Schluss, es kam Marko Pjaca, der das Tor des Tages erzielte. Brekalo war dennoch happy. „Erstes Spiel, erster Sieg“, schrieb er bei Instagram.

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Auftritte wie dieser könnten nun dafür sorgen, dass Brekalo im nächsten Sommer nicht zurückkehrt. 500.000 Euro Leihgebühr hat der VfL für den kroatischen Nationalspieler aus Turin überwiesen bekommen, am Ende kann der Champions-League-Teilnehmer auf maximal 1 Million Leihgebühr kommen. Ob es die gibt, hängt mit Brekalos Einsatzzeiten und dem Erfolg seines neuen Klubs zusammen. Eine verpflichtende Kaufoption, über die diskutiert worden sein soll, gab es am Ende dann doch nicht. Heißt: Die Italiener können bis Ende März/April entscheiden, ob sie die vereinbarte Kaufoption ziehen. Die beläuft sich auf 10,5 Millionen Euro. Der VfL kann also maximal 11,5 Millionen Euro am Brekalo-Deal verdienen – eine sehr ordentliche Summe für einen Spieler, bei dem man in fünf Jahren Wolfsburg fast in jeder Saison das Gefühl hatte, dass er den Durchbruch schafft. Einzig - er schaffte ihn nicht.

Sollten die Italiener ihn doch nicht fest verpflichten, kehrt Brekalo im nächsten Sommer zum VfL zurück, sein Vertrag in Wolfsburg läuft noch ein Jahr. „Wir stehen für Vertragsstabilität“, hatte Manager Jörg Schmadtke jüngst im SPORTBUZZER gesagt, „darum wäre es überhaupt kein Problem“, wenn Brekalo im nächsten Jahr wieder zurückkehren sollte. Bei Brekalo ist es bereits die zweite Leihe, er spielte schon für Stuttgart in der 1. und 2. Liga.