03. Juni 2020 / 13:37 Uhr

Keine Kooperation mit RB Leipzig: St. Gallen und Arnheim dementieren Gerüchte

Keine Kooperation mit RB Leipzig: St. Gallen und Arnheim dementieren Gerüchte

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzig soll auf der Suche nach Kooperationspartner sein, hat sich aber bereits zwei Absagen eingehandelt.
RB Leipzig soll auf der Suche nach Kooperationspartner sein, hat sich aber bereits zwei Absagen eingehandelt. © Archiv / Montage
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Nach einem Medienbericht gibt es vier Kandidaten für eine Kooperation mit RB Leipzig. Der Plan: Durch Leihgeschäfte sollen Spieler, die es bei RB noch nicht in die erste Mannschaft schaffen, Einsatzzeiten bekommen. Zwei der Clubs haben die Gerüchte inzwischen dementiert.

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Leipzig. Der Schweizer Erstligist FC St. Gallen hat einen Bericht über eine mögliche Kooperation mit Fußball-Bundesligist RB Leipzig zurückgewiesen. „Beim FC St. Gallen 1879 weiß man bis hin zum Präsidenten nichts von Gesprächen mit RB Leipzig“, teilte ein Clubsprecher auf SPORTBUZZER-Anfrage mit. Die BILD hatte den Tabellenführer der Super League, der von Peter Zeidler (ehemals Red Bull Salzburg) trainiert wird, neben Vitesse Arnheim (Niederlande), Aarhus GF (Dänemark) und KV Oostende (Belgien) als einen von vier möglichen Kandidaten für eine Zusammenarbeit genannt. RB Leipzig sucht Partnervereine, zu denen eigene Talente verliehen werden können, um Spielzeit und Erfahrungen in kleineren europäischen Profiligen zu sammeln.

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Auch Vitesse Arnheim wird als Farmteam offenbar nicht zur Verfügung stehen. „Wir widerlegen die Gerüchte, es kommt nicht in Frage“, sagte ein Clubsprecher am Mittwoch der Tageszeitung „AD“. Arnheim fand sich offenbar ebenfalls wegen personeller Verbindungen zum Red-Bull-Konzern in der Gerüchteküche wieder. Johannes Spors, zuvor Scouting-Leiter in Leipzig, ist dort seit März technischer Direktor. Der neue Trainer Thomas Letsch hatte viele Jahre verschiedene Positionen bei Red Bull Salzburg und beim österreichischen Partnerverein FC Liefering inne. RB Leipzig wollte die Klub-Namen am Dienstag nicht kommentieren.

Kooperation mit Paderborn scheiterte

Im vergangenen Sommer hatte sich eine Kooperation zwischen den Sachsen und dem SC Paderborn angebahnt. Weil jedoch viele Anhänger der Ostwestfalen gegen die Idee Sturm liefen, blieben die Pläne in der Schublade. Leipzig gehört wie Red Bull Salzburg, New York Red Bulls und Red Bull Bragantino zum globalen Fußballnetzwerk des österreichischen Getränkekonzerns. In Brasilien und Österreich gibt es mit Red Bull Brasil (4. Liga) bzw. FC Liefering (2. Liga) schon zwei Farmteams, New York besitzt eine zweite Mannschaft. Die Leipziger U23 wurde 2017 aufgelöst.

Eines der ersten RB-Talente, das von einer Kooperation profitieren könnte, wäre Mittelfeldspieler Tom Krauß (18). Der deutsche U19-Kapitän verlängerte seinen Vertrag am Montag bis 2025 und soll im Sommer verliehen werden. Auch für Innenverteidiger Frederik Jäkel (19), Kapitän der U19 der Rasenballer, wird offenbar ein Zwischen-Abnehmer gesucht.