13. Januar 2020 / 13:50 Uhr

Keine Neuen mehr für die VfL-Frauen? "Sind sehr gut aufgestellt"

Keine Neuen mehr für die VfL-Frauen? "Sind sehr gut aufgestellt"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Mit dem Kader zufrieden: VfL-Trainer Stephan Lerch (M.). © Boris Baschin
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Mit Madelen Janogy haben die VfL-Frauen im Winter bisher nur eine Spielerin geholt - und das könnte auch so bleiben. Der Transfermarkt ist zwar noch drei Wochen lang geöffnet, aber es ist durchaus denkbar, dass der Wolfsburger Fußball-Bundesligist dort nicht noch mal aktiv wird. Das deutete Trainer Stephan Lerch im Rahmen des Trainingsauftaktes an.

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„Ich finde, wir sind sehr gut aufgestellt", so der Coach. "Im Sommer haben uns Leistungsträgerinnen verlassen, und wir mussten sieben neue Spielerinnen integrieren. Rückblickend hat das wunderbar geklappt." Lerch ist zufrieden und sagt: „Wenn jetzt nichts Außergewöhnliches passiert, gehen wir mit dem jetzigen Kader auf Titeljagd." In der aktuellen Transferperiode gab es bisher nur wenig Bewegung: Anna-Lena Stolze wurde zu Twente Enschede verliehen, Janogy kam ablösefrei vom schwedischen Verein Pitea.

Dabei hatte nach dem spontanen Abgang von Verteidigerin Babett Peter (CD Tacon) im September vieles darauf hingedeutet, dass der VfL im Winter noch einmal in der Verteidigung aufrüsten wird. Stattdessen kam mit Janogy eine weitere Offensivspielerin. Lerch erklärt: „Wir haben in der Hinrunde gemerkt, dass es auch mal große Verletzungssorgen gibt."

Ende Oktober hatten dem VfL sieben Offensivspielerinnen gefehlt, der Kader wurde sogar zwischenzeitlich mit einer Akteurin aus der U20 gefüllt, zudem ist Stolze weg. Lerch: "Mit dem Abgang von Anna-Lena wollten wir noch einmal reagieren und haben es so kompensiert.“ Dabei war Stolze in der Hinrunde wettbewerbsübergreifend nur zu drei Kurzeinsätzen gekommen. Aber: „Im Idealfall haben wir in der Rückrunde in drei Monaten 17 Spiele, das heißt also, dass wir Power brauchen. Erfahrungsgemäß werden da die Beine auch mal schwer, da brauchen wir vor allem auch in der Offensive frische Kräfte.“

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - FC Bayern München

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Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - FC Bayern München © Roland Hermstein
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Janogy könnte dem VfL auf dem Weg zu weiteren Titeln helfen. „Wir hatten Madelen auch schon länger im Visier“, sagte Lerch. Und da die schwedische Saison bereits im Winter endet und sich auch die Vertragslaufzeiten daran orientieren, war jetzt der perfekte Zeitpunkt, um die Nationalspielerin zu verpflichten. Bei der „Weltmeisterschaft hat sie gute Eindrücke hinterlassen. Und auch jetzt bei den Qualifikationsspielen“. Deswegen „war es für uns dann die logische Konsequenz. Da bot sich eine Möglichkeit, und so viele hat man im Winter auch nicht.“

Lerch traut seiner neuen Akteurin viel zu: „Schweden hat im Sommer ein großes Turnier. Da möchte man sich natürlich anbieten. Und dann zum VfL zu gehen, das zeugt auch von Mut. Sie kann uns weiterhelfen und nimmt den Konkurrenzkampf an.“