24. Juni 2021 / 15:27 Uhr

Keine Teilung, heimische Landesliga-Trainer glücklich: "Besser geht es nicht"

Keine Teilung, heimische Landesliga-Trainer glücklich: "Besser geht es nicht"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Klarheit: Auch in der kommenden Saison wird es das Duell zwischen dem SSV Kästorf (rote Trikots) und SV Calberlah definitiv geben.
Klarheit: Auch in der kommenden Saison wird es das Duell zwischen dem SSV Kästorf (rote Trikots) und SV Calberlah definitiv geben. © Lea Rebuschat
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Die Wolfsburger und Gifhorner Vereine spielen in der Saison 2021/22 nicht wie in der vergangenen Spielzeit in geteilten Staffeln, es wird ein klassischer Wettbewerb mit Hin- und Rückrunde. Die heimischen Trainer freuen sich und sehen es als sportlich fairste Lösung.

Rückkehr zur Normalität in der Landesliga: In der kommenden Saison werden 17 Mannschaften eine Saison wie in der Vor-Corona-Zeit spielen. Jeder gegen jeden. Mit Hin- und Rückrunde. Dabei war der Plan des Fußball-Bezirks ein anderer. Es sollte wieder in zwei Staffeln gespielt werden, nach einer Qualifikations-Runde (Hin- und Rückspiel) hätten die jeweils ersten Vier in einer Aufstiegsrunde einen Oberliga-Aufsteiger ausgespielt, unter allen anderen wären vier Absteiger für die Bezirksliga ermittelt worden. Nach dem Rückzug des SV Reislingen/Neuhaus alles hinfällig. Der Spielausschuss entschloss sich, aufgrund der ungeraden Anzahl an Teilnehmern die verbliebenen 17 Teams in einer gemeinsamen Tabelle mit Hin- und Rückrunde spielen zu lassen. Die Notlösung, wie es der Spielausschuss nannte, lässt die heimischen Trainer jubeln.

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Willi Feer (Trainer SSV Vorsfelde): „Das wird wieder ein perfekter Wettbewerb, besser geht es nicht. Vor der Saison-Vorbereitung so eine Nachricht zu bekommen, das ist fantastisch und motiviert uns umso mehr. Es war der Wunsch aller, jetzt ist er erfüllt worden. Ob Meister oder Absteiger, alles wird in einem fairen Wettbewerb ermittelt und so kann sich niemand beschweren. Eigentlich haben alle Mannschaften innerhalb einer Saison mal eine Schwäche-Phase, die auch mal über vier oder fünf Spiele geht. In einer kleinen Staffel kann man das nicht ausgleichen. Und man muss auch an die Vereine denken: Mehr Heimspiele bedeuten auch mehr Einnahmen. Und durch die Quotienten-Regelung ist auch im Falle eines erneuten Abbruchs alles geregelt.“

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Sajmir Zaimi (Trainer SSV Kästorf): „Ich bin sehr zufrieden, denn ich hatte von Anfang an gesagt, dass ich eine große Staffel wollte. Nach dem Abbruch muss es einen Neuanfang geben. Auch aus finanzieller Sicht ist es toll. Wir haben 16 Heimspiele und einen guten Zuschauerschnitt. Da freut sich der ganze Verein. Ob man eine Staffel-Einteilung regional oder nach Leistung eingeteilt hätte, beide Lösungen wären nicht schön gewesen. Jetzt kann sich niemand beschweren. Der Meister und die Absteiger werden fair ausgespielt. Ich denke, auch bei einem erneuten Abbruch würden wir die Hinrunde durchbekommen. Aber wenn der wirklich kommen sollte, dann können wir den Sport ganz vergessen. Dann werden viele Vereine Abmeldungen von Spielern erhalten, denn das wird der Amateurfußball nicht mehr lange überstehen."

Stefan Timpe (Trainer SV Calberlah): „Ich glaube, dass sich damit unsere Situation verbessert hat und unsere Chancen auf den Klassenerhalt dadurch gestiegen sind. Die angehobene Anzahl an Spielen und die möglichen fünf Spielerwechsel, das wird uns bei unserem gut besetzten Kader zugutekommen. Wir werden immer eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf den Platz stellen können. Die Breite, Aufstellung und Ausgeglichenheit des Kaders werden in der Saison eine entscheidende Rolle spielen. Ausfälle kompensieren zu können, da sehe ich uns gut aufgestellt. Aus finanzieller Sicht sind die 16 Heimspiele auch wichtig, jeder Verein hatte in der Corona-Zeit einen großen Aderlass."

Rouven Lütke (Trainer MTV Isenbüttel): „Rein sportlich gesehen ist es die sinnvollste Lösung. Das große Fragezeichen ist natürlich, wie es sich mit der Corona-Sitaution verhält. 32 Spieltage sind eine richtige Saison, ich bin froh, dass wir einen größeren Kader haben als sonst. Bei einer kleineren Staffel wäre es so schwierig gewesen, allen Spielern genügend Einsatzzeiten gewähren zu können. Sowohl von der Qualität und Quantität der Mannschaft bin ich zufrieden."