14. November 2020 / 13:56 Uhr

Keine Tore im Testspiel: Hannover 96 und der VfL Wolfsburg trennen sich unentschieden

Keine Tore im Testspiel: Hannover 96 und der VfL Wolfsburg trennen sich unentschieden

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Patrick Twumasi (links) läuft Kevin Mbabu davon.
Hannovers Patrick Twumasi (links) läuft Kevin Mbabu davon. © Florian Petrow
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Ein fußballerischer Leckerbissen war diese Partie nicht: Das Testspiel von Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg endete mit einem 0:0-Unentschieden. Eine gute Leistung hat 96-Offensivspieler Patrick Twumasi gezeigt.

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Der Bus der Wolfsburger parkte gut sichtbar an der offenen Stadionseite in der Eilenriede. Immer hungrig, die Wölfe, haben sie draufgeschrieben. Es fuhr also mal wieder ein Bundesligateam in Hannover vor. Ein Test zu ungewohnter Mittagszeit, Anpfiff um 12 Uhr. High noon, sozusagen - und für 96 die Chance, um abzuschätzen, wo man denn so etwa steht.

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Sorgen um Hübers

Das 0:0 ist dann auch ein gutes Ergebnis angesichts des Spielverlaufs. Wenn sich aber ein wichtiger Spieler wie Timo Hübers bei seinem ersten Einsatz erneut verletzt, dann ist das ein Grund zum Ärgern für den 96-Trainer. Kenan Kocak wechselte Hübers zur 2. Hälfte ein, wegen einer Knieprellung hatte der Verteidiger das Spiel gegen Aue (0:0) verpasst. Nach 12 Minuten vertrat sich Hübers, rutschte auf dem Rasen ohne Gegnereinwirkung aus, hielt sich das linke Knie - und musste gleich wieder ausgewechselt werden.

Die Bilder zum Testspiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg

Hannovers Valmir Sulejmani (rechts) setzt zum Schuss an. Zur Galerie
Hannovers Valmir Sulejmani (rechts) setzt zum Schuss an. ©

Orientierungsprobleme bei Basdas

Kocak setzte anfangs vor allem auf Spieler, die auch in der 2. Liga schon zum Einsatz kamen. Ergänzt durch Simon Stehle und Noah de Waal, der als Rechtsverteidiger viel lernen konnte gegen die Wolfsburger, die oft über seine Seite angriffen. Der VfL, anfangs mit nur zwei Stammspielern (Maximilian Arnold und Maxence Lacroix), spielte besonders in der 1. Hälfte fast durchgängig auf das 96-Tor. Kocaks Team kam kaum mal aus der eigenen Hälfte heraus. Kocak experimentierte vor der Vierer-Abwehrkette mit Baris Basdas im defensiven Mittelfeld. Das sah allerdings oft ungelenk aus. Vorsichtig formuliert hat Basdas auf ungewohnten Terrain noch Orientierungsprobleme.

Twumasi steigert sich im Spielverlauf

Wichtig war der Test aber vor allem für Patrick Twumasi - der Unterschiedsspieler, der im Unterschied zu allen anderen Transfers noch nicht fit ist. Rechts- und links außen stürmte Twumasi, wechselte mit Stehle die Seiten. Nach dem der 26-Jährige anfangs meist am Boden lag oder den Ball mitzunehmen vergaß, steigerte er sich später. Er setzte sich links gegen den VfL-Verteidiger durch, schlug eine perfekte Flanke auf Valmir Sulejmani, der den Ball gegen den Pfosten köpfte (77.). Das war dann auch gleich die beste 96-Chance des Spiels.

In der 83. Minute setzte Twumasi noch ein schönen Fernschuss ab. „Gut, Patrick“, lobte Kocak. Vielleicht wird Twumasi ja doch noch so hungrig auf Tore, wie 96 sich das bei der Verpflichtung gedacht hat. Das Spiel war auf jeden Fall ein Schritt nach vorn für Twumasi. Vier Minuten bekam auch noch U23-Stürmer Moussa Doumbouya - den Ball hat er nicht mehr berührt.

Die 96-Aufstellung: Esser (46. Ratajczak) - Hult, Elez, Franke (46. Hübers / 60. Tarnat), de Waal - Muslija (60. Gudra / 86. Doumbouya), Basdas, Ochs - Twumasi, Sulejmani, Stehle (77. Gaines).

Die Aufstellung des VfL Wolfsburg: Kasten (46. Klinger) - Mbabu, Lacroix (66. Beifus), Siersleben, William - Gerhardt, Arnold (61. Messeguem), Klaus, Malli, Victor - Marmoush.