21. März 2022 / 10:09 Uhr

Keine Überraschung, doch auf Augenhöhe: Chemie Böhlen verliert gegen Großsteinberg

Keine Überraschung, doch auf Augenhöhe: Chemie Böhlen verliert gegen Großsteinberg

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Rene Kuppert (vorn) schießt das erste Tor für den SV Chemie Böhlen.
Rene Kuppert (vorn) schießt das erste Tor für den SV Chemie Böhlen. © Archiv/Thomas Kube
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Der SV Chemie Böhlen verlor am Wochenende gegen den TSV Großsteinberg mit 3:5. Dabei konnten die Pleißestädter gegen die Liga-Tormaschine das Spiel lange offenhalten. 

Böhlen. Als überraschendes Ergebnis kann man das 3:5 zwischen dem SV Chemie Böhlen und dem TSV Großsteinberg im Fußball-Kreisoberliga-Nachholspiel der Männer nun wirklich nicht bezeichnen. Wie es halt so ist, wenn der Fünfzehnte des Klassements auf den ungeschlagenen Rang-Zweiten trifft. Und dennoch war es keinesfalls die vielleicht von manchen Experten erwartete deutliche Geschichte zu Gunsten der Liga-Tormaschine.

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Immerhin steckte der Tabellenvorletzte einen frühen Nacken-Schlag weg, holte dreimal einen Rückstand auf, hielt das Geschehen bis in die Schlussphase auf Augenhöhe offen und ließ die (Vor-)Entscheidung erst eine Minute vor Ultimo zu. Allerdings hatten die Pleißestädter keinen Steven Kaulich in ihren Reihen, welcher die Gäste aus dem Muldental nach der schnellen Führung durch Teamkollege Maximilian Aßmus (5.) im weiteren Verlauf der Begegnung praktisch im Alleingang zum Sieg schoss (24., 53., 67., 89.). Der die Torschützenliste der Staffel mit nunmehr 16 erfolgreichen Abschlüssen klar anführende TSV-Goalgetter machte an diesem kühlen Märzsamstag vor 45 Zuschauern eindeutig den Unterschied aus.

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Die Einheimischen wehrten sich in einer durchaus umkämpften Partie ungeachtet dessen mit vereinten Kräften gegen die Pleite. Letztlich jedoch reichten die jeweiligen Ausgleichstreffer von Rene Kuppert (22.), Anton Bebst (30.) und Steffen Scharf (64.) nicht aus, um im Duell mit den Parthensteinern Zählbares im Stadion an der Jahnbaude zu behalten. Das dritte Chemie-Tor resultierte aus einem Foul-Strafstoß, verwandelt vom neuen (Spieler-)Trainer des SV. Defensivspezialist Scharf nahm bei den Grün-Weißen nach der überdimensionalen Winterpause das Ruder in die Hand.

Scharfs Analyse nach seinem ersten Heimauftritt als sportlich Verantwortlicher ist von vorsichtigem Optimismus geprägt: „Wir haben dem Favoriten Paroli geboten, das Match über weite Strecken ziemlich ausgeglichen gestaltet, sind dreimal zurück gekommen. Die Moral in der Mannschaft ist also intakt. Leider haben wir mehrere Tormöglichkeiten ungenutzt verstreichen lassen, deshalb ist die Niederlage maximal ärgerlich. Den Klassenerhalt zu schaffen wird definitiv schwer, aber wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Am Sonnabend im Pokal-Achtelfinale zu Hause gegen Naunhof und eine Woche später in Deutzen bestehen die nächsten Gelegenheiten dazu.

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