26. Februar 2021 / 15:22 Uhr

Keine "Abteilung Verbal-Attacke": RB Leipzig übt sich in der Meisterfrage in Zurückhaltung

Keine "Abteilung Verbal-Attacke": RB Leipzig übt sich in der Meisterfrage in Zurückhaltung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Stimmung bei Julian Nagelsmann und Oliver Mintzlaff ist bestens. Zu weit vorpreschen wollen beide dennoch nicht.
Die Stimmung bei Julian Nagelsmann und Oliver Mintzlaff ist bestens. Zu weit vorpreschen wollen beide dennoch nicht. (Archivbild) © Getty Images
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Nicht reden, sondern machen, so lässt sich das Motto bei RB Leipzig in diesen Tagen beschreiben. Dass der Abstand zu Bundesliga-Tabellenführer Bayern München nur noch zwei Punkte beträgt, hat den Kampf um die Meisterschaft neu entfacht. Und auch die Diskussionen um und die Lobeshymnen auf die Messestädter. Die wollen sich auf derlei Gedankenspiele aber gar nicht erst einlassen. Aus gutem Grund.

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Leipzig. Das Fell des Bären verteilen, noch bevor der erlegt ist? Das wollen die Verantwortlichen von RB Leipzig unbedingt vermeiden. Im Kampf um die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga halten sie sich deshalb verbal deutlich zurück. „Wir waren in der letzten Saison Herbstmeister und am Ende Dritter. Deshalb rufen wir nicht den Meisterkampf aus“, sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. „Es macht keinen Sinn, unser Saisonziel Champions-League-Qualifikation über Bord zu werfen und zu sagen, wir greifen die Bayern an.“ Leipzig hatte als Zweiter zwischenzeitlich sieben Punkte Rückstand auf München, liegt vor dem 23. Spieltag aber nur noch zwei Punkte hinter dem Rekordmeister.

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RB trifft am Samstag (18.30 Uhr/Sky) auf Borussia Mönchengladbach. Mutige Ansagen sparte sich Mintzlaff. „Wir denken nicht an die Tabellenspitze, sondern an das wichtige Spiel gegen Gladbach. Es sind Floskeln, aber wir denken nur von Spiel zu Spiel“, sagte der 45-Jährige. Bayern spielt bereits zuvor gegen den 1. FC Köln, so dass RB bei einem Überraschungssieg der Rheinländer die Tabellenführung übernehmen könnte.

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Ähnlich hatte sich am Vortag bereits Coach Julian Nagelsmann geäußert. „Wir halten uns bedeckt, wollen unsere Spiele gewinnen, die Konstanz reinkriegen und nicht zu viel drumherum palavern“, stellt er klar. Der 33-Jährige hat die Schlagzeilen von vor drei Wochen, „wo wir noch sieben Punkte Rückstand hatten und zu lesen war: Versager oder Bayern-Jäger-Versager oder Tristesse“ nicht vergessen. „Jetzt sind wir relativ nahe dran und werden wieder gehypt. Wir haben das klassische Wellental durchschritten und jetzt sind wieder oben - Achtung ich zitiere mich selbst: 'wieder am Gipfelkreuz'“, meinte er schmunzelnd. „Der Meisterkampf in dem Sinne als Wort ist kein Thema bei uns“, beteuerte Nagelsmann.



Der Trainer der Roten Bullen ist ein gebranntes Kind. Denn im Oktober 2020 bestand schon einmal die Chance, an den Bayern vorbeizuziehen. Doch das verhinderte ausgerechnet Samstagsgegener Gladbach: ausgerechnet durch einen Treffer des damals noch ausgeliehenen RB-Spielers Hannes Wolf siegte die Borussia mit 1:0. Auch beim letzten Auftritt der Gladbacher in der Heimatstadt ihres Noch-Trainers Marco Rose, der im Sommer zu Borussia Dortmund wechselt, gab es ein 2:2. Nagelsmann ist also gewarnt.

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