21. Januar 2021 / 19:12 Uhr

"Keine Vorentscheidung gefallen": Was geht noch in der Kreisliga 5?

"Keine Vorentscheidung gefallen": Was geht noch in der Kreisliga 5?

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Spartas Sahan Halberstadt (links) und Krähenwinkels Sebastian Helms (rechts) sind die Garanten des Erfolgs. Altwarmbüchens Trainer Patrick Heldt (Mitte) soll es bald werden.
Spartas Sahan Halberstadt (links) und Krähenwinkels Sebastian Helms (rechts) sind die Garanten des Erfolgs. Altwarmbüchens Trainer Patrick Heldt (Mitte) soll es bald werden. © Thomas Bork / Debbie Jayne Kinsey / Maike Lobback
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In der Kreisliga 5 mischen zwei Mannschaften aus dem Nordosten der Region Hannover die Stadtteams auf. Spitzenreiter Krähenwinkel-Kaltenweide II spielt über dem Soll. Sparta Langenhagen befindet sich in Lauerstellung dahinter. Schlusslicht TuS Altwarmbüchen beklagt dagegen zu viele "Schrottspiele" und möchte eine Aufholjagd starten.

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Drei Mannschaften aus dem Nordosten der Region Hannover sind in der Kreisliga 5 am Ball. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II und Sparta Langenhagen mischen die Stadtkonkurrenz mächtig auf – und sind ganz vorne mit dabei. Für Schlusslicht TuS Altwarmbüchen indes sieht es bislang nicht rosig aus. Dabei hatten die Klubverantwortlichen große Hoffnungen in die Verpflichtung von Patrick Heldt als neuen Trainer gesetzt. Aber bislang war einfach der Wurm drin beim TuS.

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Setzen die Krähen ihren Höhenflug fort? Bislang läuft es richtig gut für das Team von Chefcoach Antonio Oliveira: Die Reserve des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide führt mit einer Bilanz von 14 Punkten aus sieben Begegnungen das Klassement der Staffel 5 an. Schon bei der Amtsübernahme zu Saisonbeginn sprach Oliveira von seiner Mission, den Kreisligisten innerhalb der nächsten zwei Jahre in den Bezirk zu bringen – sein Team scheint auf bestem Weg zu sein, dieses Vorhaben entschlossen umzusetzen. „Wir sind voll im Soll, vielleicht sogar ein bisschen darüber“, freut sich der Coach. „Unser Kader umfasst 28 Leute, dieses Kollektiv funktioniert prima, das ist eine gute Truppe.“ Helge Heider und Sebastian Helms machen in der Innenverteidigung einen hervorragenden Job. Auch die vielen jungen Talente wie Harun Aydemir und Daniel Heyne haben sich bestens eingefügt. „Was uns fehlt, ist ein echter Knipser“, sagt Oliveira. Dann wäre es einfacher, die Tabellenführung zu verteidigen. Aber so ist es ja auch schon ziemlich gut.

Geballte Qualität im DJK-Angriff sorgt für Optimismus

Nur der Tabellenerste qualifiziert sich für die Aufstiegsrelegation. Es verspricht eine sehr enge Angelegenheit zu werden: Gerade mal vier Punkte trennen Primus KK vom sechstplatzierten FC Stern Misburg, ein halbes Dutzend Teams der Neunerstaffel sind also theoretisch noch im Rennen um den begehrten Platz in der Relegation. „Die Ausgangslage ist völlig offen, da ist keine Vorentscheidung gefallen. Auch für uns ist noch alles drin“, sagt Trainer Carsten Runge. Seine offensivstarke Mannschaft der DJK Sparta Langenhagen ist – hinter KK und dem TSV Kirchrode – mit elf Punkten Dritter.

Mit dem regionalligaerfahrenen Adem Lukac, Sahan Halberstadt und Ali Damergi sind gleich drei Sparta-Akteure unter den Top 6 der Torjägerliste – geballte Qualität im Sturm der Schwarz-Gelben. Ein konkretes (Aufstiegs-)Ziel wurde beim Klub jedoch nicht ausgegeben – und daran hat sich auch nichts geändert. „Wir wollen das Beste aus unseren zweifellos guten Möglichkeiten machen. Aber wir setzen uns nicht unter Druck. Bislang sind wir gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken“, sagt DJK-Coach Runge.

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Altwarmbüchen will zur Aufholjagd blasen

Der prominenteste Neuzugang beim TuS Altwarmbüchen war im Sommer Trainer Patrick Heldt. Erklärtes mittelfristiges Ziel des Klubs ist es, in die Bezirksliga zurückzukehren. Doch davon ist der TuS aktuell weit entfernt. Zwei Zähler auf dem Konto und ein Torverhältnis von 6:19 lautet die ernüchternde Bilanz des Tabellenletzten.

Es ging schon verkorkst los: Kurz vor Saisonbeginn wurde ein Spieler positiv auf das Corona-Virus getestet, daraufhin mussten 25 Akteure und Offizielle in zweiwöchige Quarantäne. Zwar war der TuS zum Auftakt ohnehin spielfrei, doch der gute Lauf aus der Vorbereitung wurde durch die Zwangspause jäh unterbrochen. „Das soll nicht als Ausrede herhalten, spielte aber zumindest bei den ersten beiden Niederlagen mit rein“, sagt Heldt, der jedoch einräumt: „Grundsätzlich ließen unsere Auftritte zu wünschen übrig. Vereinzelt war mal eine ordentliche Vorstellung dabei, aber wir haben auch viele Schrottspiele abgeliefert. Und dann kam auch noch Pech dazu.“

In der zweiten Saisonhälfte will der TuS mit frischem Elan, großem Willen und einem Neuen zur Aufholjagd blasen. Benjamin-Lukas Grund von Landesligist Heeßeler SV hat sich den Grün-Weißen angeschlossen. „Ein Spieler, der fußballerisch viel auf dem Kerbholz hat und uns dabei helfen wird, schnell die Kurve zu kriegen und die Liga zu halten“, sagt Heldt.