14. November 2020 / 14:48 Uhr

"Keine wilde Woche": Wolfsburg-Trainer Glasner äußert sich zur Aussprache

"Keine wilde Woche": Wolfsburg-Trainer Glasner äußert sich zur Aussprache

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Musste am Freitag zum Rapport: VfL-Trainer Oliver Glasner.
Musste am Freitag zum Rapport: VfL-Trainer Oliver Glasner. © Boris Baschin
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Torlos trennte sich der Wolfsburger Fußball-Bundesligist am Samstag im Test von Hannover 96. Anschließend sprach VfL-Trainer Oliver Glasner erstmals seit dem Hoffenheim-Spiel zu seiner öffentlichen Transferkritik.

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Es war das Thema der vergangenen Woche in Wolfsburg: VfL-Trainer Oliver Glasner hatte öffentlich Transferkritik geübt, musste daraufhin am Freitag zum Rapport zu Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer. Nach dem 0:0 im Test des Fußball-Bundesligisten bei Hannover 96 sprach der Coach erstmals über die vergangenen Tage und die Aussprache mit den Klub-Verantwortlichen.

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Im Vorfeld des Hoffenheim-Spiels (2:1) hatte sich Glasner darüber beklagt, dass der VfL keinen Offensivspieler mit Tempo und Tiefgang verpflichtet hat. Diese öffentliche Kritik an der Kaderplanung passte den Klub-Verantwortlichen gar nicht. Am Freitag, einen Tag vor dem Testspiel, musste der Coach dann zum Rapport, es wurde Klartext gesprochen. In einer kurzen Mitteilung des Klubs wurde die Aussprache als „konstruktiver Austausch“ bezeichnet, die Inhalte werde man „intern behandeln“. Glasner darf also erst mal weitermachen - und äußerte sich nach der Partie erstmals nach dem Gespräch mit Schmadtke und Schäfer.

Die Bilder zum Testspiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg

Hannovers Valmir Sulejmani (rechts) setzt zum Schuss an. Zur Galerie
Hannovers Valmir Sulejmani (rechts) setzt zum Schuss an. ©

Viel wollte er aber nicht sagen, der Verein hatte ja in der Pressemitteilung betont, dass sich zu dem Thema nicht weiter geäußert werde. Daran hielt sich Glasner. "Es wurde genügend darüber geschrieben. Wir haben darüber gesprochen und klar gesagt, wir äußern uns dazu nicht mehr. Da ist ein Haken hinter", bekräftigte Glasner am Samstag am Sky-Mikrofon. "Mit der Aussendung ist alles gesagt, alles andere bleibt intern." Aber wie hat er die vergangenen Tage weggesteckt? Für ihn persönlich sei es "keine Wilde Woche" gewesen. "Wir haben den Spielern vier Tage frei gegeben und uns dann ab Freitag auf das Testspiel vorbereitet..."

Das liegt nun hinter den Wolfsburgern, daher gehe der Blick jetzt auch nach vorn auf das Spiel am Samstag beim FC Schalke. Und da "noch viele Spiele bis Weihnachten" steigen und es am 3. Januar mit der Partie in Dortmund weitergeht, habe sich Glasner auch noch nicht mit der Transferphase im Winter beschäftigt. Die anstehenden Spiele seien "meine Themen sportlicher Natur. Die nächste Transferphase ist noch weit weg", sagte Glasner auf die Frage, ob er bei Schmadtke und Schäfer denn am Freitag direkt schon Spielerwünsche hinterlegt hat.


Was genau wie beim Hoffenheim-Spiel auch beim Hannover-Test erkennbar war: Die Mannschaft ließ sich von der Unruhe nicht beirren. Zwar gab es diesmal keinen Sieg, aber seit der Test-Pleite gegen Eintracht Braunschweig zu Vorbereitungs-Beginn sind die Wolfsburger weiter ungeschlagen. Diesbezüglich würde sich Glasner mehr Wertschätzung wünschen. "Ich denke, dass die Mannschaft manchmal zu schlecht wegkommt", so der Coach. "Natürlich sind wir mit dem Ausscheiden in der Europa-League-Quali nicht zufrieden. Aber dass wir so gut durch das straffe Programm gekommen sind, ist gut. Wir mussten ordentlich improvisieren. Natürlich hat nicht immer alles geklappt, aber die Jungs haben immer mitgezogen."