15. März 2019 / 06:33 Uhr

Keine Zeit für Enttäuschung: Turbine Potsdam reist zum FC Bayern

Keine Zeit für Enttäuschung: Turbine Potsdam reist zum FC Bayern

Christoph Brandhorst
Turbine Potsdam-Coach Matthias Rudolph hatte hingegen wenig Grund zur Freude.
Turbine-Coach Matthias Rudolph sagt: "Wir können ohne Druck nach München fahren." © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Nach dem krachenden Pokal-Aus muss Turbine Potsdam in der Frauenfußball-Bundesliga beim FC Bayern München bestehen.

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„Aufstehen und weiterkämpfen! Kopf hoch! Abhaken und nach vorne schauen!“ – über die sozialen Netzwerke erreichte die Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam nach dem deutlichen 0:4 (0:2) im Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg am Mittwochabend die volle Palette der Aufmunterungen. Den Zuspruch der eigenen Fans werden die Kickerinnen von der Havel gut gebrauchen können, denn für Enttäuschung bleibt nicht viel Zeit: Bereits am Sonntag (14 Uhr) stehen die Turbinen in der Frauenfußball-Bundesliga beim FC Bayern München vor der nächsten schweren Aufgabe.

Dass die Münchnerinnen in einer ähnlichen Preisklasse unterwegs sind wie am Mittwoch die überlegenen Wölfinnen, bewiesen sie kürzlich erst, als sie dem Meister aus Wolfsburg die erste Saisonniederlage zufügten. Punktgleich mit dem VfL (38 Zähler) ist die Elf vom zum Saisonende scheidenden Trainer Thomas Wörle dem Spitzenreiter auf den Fersen. Nochmal ein Titel – das wäre für den 37-Jährigen ein krönender Abschluss seiner neunjährigen Amtszeit.

Sein Potsdamer Kollege Matthias Rudolph tritt angesichts von neun Punkten Rückstand zum Führungsduo auf die Erwartungsbremse: „Wir können ohne Druck nach München fahren und versuchen, ein gutes Spiel zu machen“, sagte er nach dem Pokal-Aus in der Autostadt. Die FCB-Frauen sind in seinen Augen der Favorit.

In Bildern: Turbine Potsdam scheidet im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg aus

Alexandra Popp (l.) bejubelt den Führungstreffer der Wolfsburgerinnen. Zur Galerie
Alexandra Popp (l.) bejubelt den Führungstreffer der Wolfsburgerinnen. © Jan Kuppert
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Trotzdem wollen die Brandenburgerinnen nicht mit der weißen Fahne in die bayerische Landeshauptstadt reisen. „Wir rechnen uns auch bei dieser Partie unsere Chancen aus und werden versuchen, sie unter Druck zu setzen und aggressiv zu spielen“, so Rudolph. Genau das also, was die Potsdamerinnen im DFB-Pokal zuletzt vermissen ließen. Aber so könne man den Bayern weh tun, weiß der 36-jährige Coach, der mehr Effektivität vor dem gegnerischen und mehr Stabilität vor dem eigenen Tor fordert. „Zuletzt haben wir viel zu viele Gegentore kassiert, vor allem durch leichte, individuelle Sachen“, meint Rudolph.

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Da war das Pokalspiel in Wolfsburg keine Ausnahme: Nach einem langen VfL-Abschlag vertändelte Rahel Kiwic den Ball leichtfertig. Ein Geschenk für Pernille Harder, Europas Fußballerin des Jahres, die dem sechsfachen Deutschen Meister so bereits kurz nach der Pause den K.o. versetzte.

Also gilt für Rudolph und sein Team auch am Sonntag in München: „An dem Tag muss alles passen, um Bayern zu schlagen.“ Bis dahin wird der Turbine-Trainer Aufbauarbeit betreiben – und wie die Fans Optimismus verbreiten. „Wir sehen uns absolut in der Lage“, fügt er an, „dass wir das auch schaffen können.“

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