15. Oktober 2019 / 14:42 Uhr

Keiner im Stadion und keine Live-Bilder: Skurriles WM-Quali-Spiel zwischen Nord- und Südkorea

Keiner im Stadion und keine Live-Bilder: Skurriles WM-Quali-Spiel zwischen Nord- und Südkorea

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
PYONGYANG, NORTH KOREA - OCTOBER 15: (SOUTH KOREA OUT), (EDITORIAL USE ONLY - IMAGE QUALITY BEST AVAILABLE) In this photo provided by Korea Football Association, A general view of Kim Il-sung Stadium prior to the FIFA World Cup Asian 2nd Qualifier Group H North Korea v South Korea at the Kim Il-sung Stadium on October 15, 2019 in Pyongyang, North Korea. (Photo by Korea Football Association via Getty Images)
Keine Zuschauer erlaubt: Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Nord- und Südkorea fand im leeren Stadion statt. © 2019 Korea Football Association
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Es ist ein bizarres Match: Süd- und Nordkorea spielen in der WM-Qualifikation - und keiner darf zuschauen. Warum Nordkorea nicht einmal einheimische Fans im Stadion in Pjöngjang zulässt, bleibt unklar.

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Keine Live-Bilder und ein fast menschleeres Stadion: Das 0:0 im Qualifikationsspiel für die Fußball-WM 2022 zwischen Süd- und Nordkorea ist am Dienstag fernab der Öffentlichkeit über die Bühne gegangen. Im 50.000 Zuschauer fassenden Kim-Il-Sung-Stadion waren beim ersten Länderspiel zwischen beiden Nationen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang seit 29 Jahren offenbar keine Zuschauer.

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Das teilte Südkoreas Fußballverband (KFA) unter Berufung auf den Matchbeauftragten des Asien-Verbands AFC mit. Warum selbst keine nordkoreanischen Fans zugelassen wurden, sei unklar, sagte ein Sprecher in Seoul. Auch eine Live-Übertragung nach Südkorea gab es nicht.

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Nordkorea versprach den Südkoreanern aber, eine Aufzeichnung des Spiels auf DVD mit auf den Weg zu geben, sobald die Delegation das Nachbarland wieder verlässt. Im Stadion befand sich nach Angaben des KFA-Sprechers aber unter anderen der Präsident des Weltverbandes FIFA, Gianni Infantino.

Keine Live-Übertragung des Spiels in Südkorea

Es gab zunächst kaum Details zum brisanten Duell, zu dem weder südkoreanische Fans noch Journalisten einreisen konnten. Nach Angaben der FIFA verteilte der Schiedsrichter vier Gelbe Karten - an jeweils zwei Spieler beider Nationen.

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Die Bemühungen um eine Direktübertragung aus dem abgeschotteten Norden der koreanischen Halbinsel waren nach Angaben südkoreanischer Sender zuvor gescheitert. Nordkorea habe keine Antwort auf entsprechende Anfragen gegeben.

Nord- und Südkorea im Kriegszustand

Nord- und Südkorea befinden sich völkerrechtlich seit dem Korea-Krieg (1950-53) im Kriegszustand. Bis heute ist kein Friedensvertrag geschlossen worden. Die Annäherung zwischen beiden Seiten stockt derzeit wieder.

Nach jeweils zwei Siegen und einem Remis in drei Spielen führen beide koreanischen Mannschaften die Tabelle in der Gruppe H der Asien-Qualifikation vor Turkmenistan, dem Libanon und Sri Lanka an. Die Ersten der acht Asiengruppen sowie die vier besten Zweitplatzierten qualifizieren sich für die nächste Runde. Der WM-Vierte von 2002 Südkorea, der vom Portugiesen Paulo Bento trainiert wird, gilt als klarer Favorit in seiner Gruppe.